Microsoft Surface Pro im Test:
Das mobilste und flexibelste 2-in-1

von Robert Kern
aktualisiert am 28. August 2018

Wie Microsoft auch sehen wir das Surface Pro mehr als Laptop denn als Tablet. So oder so zählt es mit 780 Gramm Gewicht zu den mobilsten Arbeitsgeräten, bietet eine starke Laufzeit und flexible Bedienung. Wir sind rundum begeistert, haben aber auch ein paar Verbesserungsvorschläge.

Das beste 2-in-1
Einen langen Weg zurückgelegt

Mit dem Surface Pro hat Microsoft viele Mängel der Produktreihe ausgeräumt und ein fast perfektes 2-in-1 im Angebot. Es ist leicht, super verarbeitet, leistungsstark und mit einem brillanten Touchscreen ausgerüstet. Was lange währt, wird endlich gut? Microsoft presst einen kompletten Laptop in den Formfaktor eines Tablets. IT-Professionals, Grafikdesigner, Lehrer aber auch Studenten zählen zur Zielgruppe des mobilsten und vielfach auch besten Convertibles.

  1. Das beste 2-in-1
  2. Leistung & Design
  3. Technische Daten
  4. Anmelden & Arbeiten
  5. Ausstattung & Ausdauer
  6. Unser Fazit
  7. Preisvergleich
  8. Weitere Varianten

Im Grunde würden wir das Surface Pro jedem als mobilen Windows-PC empfehlen - wäre da nicht der Preis, der erst bei intensiver Arbeit mit dem Gerät gerechtfertigt wird. Das Surface Pro ist ein verlässlicher und vielseitiger, aber auch individueller Begleiter für professionelle Aufgaben - kein Familien-PC.

Microsofts Hybrid-Tablet paart ein minimalistisch, robustes Design mit Spitzenhardware und langjährig entwickelter Benutzerfreundlichkeit. Das macht es für uns zum mobilsten und besten 2-in-1 Convertible.

Youtube-Video: Microsoft Surface Pro im Test:

Du wirst viel Geld für Zubehör los

Aus dem Stand heraus ist das Microsoft Surface Pro kein Laptop-Ersatz, es sei denn du kaufst es direkt im Bundle mit einer Tastatur. Dahingehend verhält sich Microsoft wie Apple: Die tolle Hardware hat ihren Preis, im Falle des Signature Type Covers fast 130 Euro. Ein Surface Pen liegt bei 73 Euro, das Surface Dock bei 165 Euro.

Notizen, Unterschriften, Anmerkungen, Scribbles, Mind-Maps - Es gibt sehr viele Gründe, den Surface Pen zu nutzen, auch wenn du kein Designer, Grafiker oder Architekt bist. Er ist tatsächlich auch ein flexibler Mausersatz und Teil unserer Kaufempfehlung.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 19)© Mopolis

Beim Dock sieht das schon anders aus: Hast du einen leistungsstarken PC zuhause und dient das Surface Pro nur dem mobilen Einsatz? Dann brauchst du kein Dock. Ist das Surface dein All-in-One, dein einziges Arbeitsgerät, dann solltest du direkt eine dickere Speichervariante mit Core i7, 16 GB RAM und das Dock in Betracht ziehen. Über das eine Kabel wird dein Surface geladen und du kannst mehrere Monitore, Tastatur, Maus, Festplatten und Netzwerkkabel anschließen.

Im Microsoft-Universum bist du da damit sehr flexibel und deckst, bis auf Gaming, sehr viele Bedürfnisse an einen PC ab. Da Microsoft auf USB-C und Thunderbolt 3 verzichtet, bist du beim Aufladen und bei Peripherie wie Docks und eGPU-Cases aber auch wieder eingeschränkt. Microsofts Surface Familie hat noch mehr mit Apple gemeinsam.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 14)© Mopolis
Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 14) (Bild 21)© Mopolis

Leistung und Design
Beeindruckende Leistung

Das Microsoft Surface Pro ist extrem schnell. Bootzeiten, Datentransfer, Multitouch-Reaktion und die Alltagsgeschwindigkeit stehen einem ausgewachsenen Laptop in Nichts nach. Es hat sich durch unsere Benchmarks gekämpft und im Alltag bewährt.

Die Rückseite wird schon etwas warm, wenn wir für den Test alle Benchmarks, Office 365 und die Adobe Creative Suite installieren während wir parallel im Browser arbeiten und Outlook vier Mailkonten herunterlädt. Doch das ist kein Wunder: Der Core i5-7300U, ein Zweikern-Prozessor aus Intels 7. Generation, wird komplett passiv gekühlt. Es gibt keinen Lüfter der im stillen Hörsaal, Klassenzimmer oder Meeting Room aufdrehen könnte.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 9)© Mopolis

Bei der Variante mit Intel Core i7 CPU kommt eine aktive Kühlung zum Einsatz, die aber selbst im Stresstest nicht nervig laut wird und die meiste Zeit abschaltet. Beide Kühlungen, die aktive und passive, drosseln die Prozessoren nach ein paar Minuten Dauerlast. Während unserer Arbeitstage stellt Video-Rendering die Höchstlast dar und da muten wir dem Surface Pro kurze Projekte zu.

Für längere Filme weichen wir mit dem Schnitt und dem Rendering auf Desktop-PCs aus. Browsing, Office, Photoshop und tethered shootings - da erweist sich das Surface Pro als schnelle und verlässliche Plattform. Gaming haben wir gar nicht erst probiert, dafür ist das Surface Book 2 besser geeignet. Der i7-Variante mit Iris Plus Graphics 640 anstelle der HD 620 trauen wir Titel wie FIFA 18, Fortnite und Overwatch in reduzierten Einstellungen eher zu. Rocket League, Dota 2 oder World of Warcraft schafft auch der Core i5.

Solides Design

Unser Eindruck aus dem Test bestätigt sich in vielen Nutzerberichten seit Erscheinen des Surface Pro: Microsoft hat die Qualität der Reihe kontinuierlich verbessert und bietet ein solides Produkt. Im Zuge einer Umfrage im Sommer 2017 hat die Verbraucherschutz-Organisation Consumer Reports die Empfehlung für Surface-Produkte zurückgezogen, Microsoft selber spricht von einer Zufriedenheitsrate von 98 Prozent.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 6)© Mopolis

Zur Markteinführung hatten viele Surface-Geräte, auch das Surface Pro, mit Firmware-Problemen zu kämpfen. Die Geräte in unseren Tests liefen allerdings tadellos, sowohl das Surface Pro als auch das Surface Surface Book 2.

Die Verlässlichkeit finden wir auch im Design verankert: Das Magnesiumgehäuse ist fest und steif, der Kickstand sicher verschraubt, die Magnete für Type Cover und Stift sind kraftvoll. Die halten das 786-Gramm-Tablet auch, wenn es nur am Type Cover hängt. Für den Alltag mit Transport in der Tasche oder im Rucksack ist das Surface Pro bestens gerüstet. Für Baustellen und Fertigungshallen gibt es spezielle Schutz-Cases.

Technische Daten

  1. Prozessor:Intel Core i5-7300U / 3,4 GHz, Quad-Core 15W
  2. Grafikkarte:Intel HD Graphics 620
  3. RAM:8 GB DDR3L 1866 MHz
  4. Festplatte:256 GB SSD
  5. Display:12,3 Zoll (2736 x 1824 Pixel), Touch
  6. Wireless:WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.1
  7. Schnittstellen:1x USB 3.0, miniDisplayPort, microSD, 2-in-1 Audio Jack, Surface Connect
  1. Eingabegeräte:Chiclet Tastatur (beleuchtet), Multi-Touch Touchpad, Windows Hello Kamera
  2. Größe (BxTxH in cm):29,2 x 20,1 x 0,85
  3. Gewicht:770g
  4. Akku, Netzteil:45 Wh, Netzteil mit 45 Watt
  5. Material, Farbe:Magnesium, Grau
  6. Service & Support:1 Jahr Garantie

Anmelden und arbeiten
Hello, Touch, Pen und Tastatur

Ob über einen Fingerabdruckscanner oder die im Surface Pro verbaute Infrarot-Kamera: Windows Hello ist für uns ein essentielles Feature. Ein Laptop oder Tablet muss schon viel mitbringen, dass wir auf die unkomplizierte Anmeldung verzichten. Das Surface Pro bootet ein paar wenige Sekunden, die Infrarot-LED flackert auf und du findest dich im Desktop angemeldet. Ein paar Monate ohne Passworteingabe und die Rückkehr zu selbiger nervt schon gewaltig.

Gleiches gilt für uns auch im Umgang mit dem Touchscreen. Ein Surface Pro nimmt man gern mal mit auf die Couch, ins Cafe, in den Zug oder ins Flugzeug - überall wo die Schreibtischhaltung nicht möglich ist, glänzt ein Touchscreen mit seiner Ergonomie. Für präzisere Markierungen greifen wir dann auch einfach zum Pen, der magnetisch an der Bildschirmseite haftet - Wohlüberlegte Sätze, wenn es nicht auf die Geschwindigkeit ankommt, tippen wir mit dem Stift in der Hand. Redigieren, durchs Dokument scrollen und an bestimmten Stellen korrigieren, einfügen und ersetzen geht so prima von der Hand.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 4)© Mopolis

Der perfekte Bildschirm, dank 3:2-Format

Da wir Texte und Webseiten online selten lesen, sondern in den meisten Fällen nach den für uns wichtigen Infos scannen, sind wir um eine schnelle Übersicht bemüht. Das 3:2-Format des Surface Pro zeigt dir mehr von Webseiten und Dokumenten als ein 16:9-Breitbild. Gerade im Windows-Mehrfensterbetrieb bringt das viele Vorteile mit.

Auch im Porträtmodus macht das Surface Tablet eine gute Figur: Hochkant entspricht die Darstellung so ziemlich genau einer DIN-A4-Seite.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 18)

Surface Pen und Type-Cover

Laut Microsoft wird der Surface Pen nur von 30 Prozent der Surface-Käufer genutzt - und ist beim Surface Pro deswegen ein optionales Extra. Wir empfehlen, dem Eingabestift eine Chance zu geben.

Er macht sich prima als Mausersatz für feine Markierungen, er erlaubt schnelle handschriftliche Notizen (peppt PowerPoint-Präsentationen ungemein auf!) und hilft beim präzisen Photoshopping. Mit 4096 Druckstufen und geringer Latenz fühlt sich der Surface Pen sehr natürlich an, wir polieren unsere RAW-Fotos damit deutlich schneller als mit einer Maus.

Auch das Type-Cover, im Gegensatz zum Pen für die meisten ein Must-Have, leistet sich als Eingabegerät keine Schwächen. Dieser Testbericht schreibt sich angenehm, leise und treffsicher. Auch, wenn das Surface Pro als tatsächlicher "Laptop" auf dem Schoss sehr wackelig steht. Mit Hintergrundbeleuchtung sind die Tasten auch im Dunkeln gut erkennbar.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 10)© Mopolis

Ausstattung und Ausdauer
Uns fehlt USB-C, die Laufzeit tröstet

Es hätte so schön sein können mit einem USB-C-Ladeport und Thunderbolt 3. Während letzteres mit dem Surface Dock nicht mehr so ins Gewicht fällt, finden wir den Verzicht auf einen USB-C-Ladeport umso tragischer.

Mit den 8 bis 12 Stunden Akkulaufzeit (je nach Helligkeit und Workload) kommen wir zwar gut durch den Tag, auf Messen müssen wir uns jedoch vor Feierabend eine Steckdose suchen. An dieser Stelle vermissen wir die Möglichkeit, über eine PowerBank zu laden. Das geht nur mit speziellen Kabeln.

Positiv blicken wir dagegen auf ein feines Detail: Das handliche Netzteil hat zusätzlich einen USB-Port, um das Smartphone zu laden. Insgesamt sind wir mit der Ausdauer wirklich zufrieden, das Surface Pro fühlt sich damit sehr verlässlich an. Mit USB-C wäre es das ultimative mobile Arbeitsgerät - so ist es nur ein sehr gutes.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 20)

DisplayPort, vollwertiger USB-Anschluss und Kartenleser

Bis auf USB-C finden wir alle für uns wichtigen Anschlüsse. Per DisplayPort und entsprechendem Kabel können auch HDMI-Geräte angebunden werden, wir stöpseln ohne Probleme USB-Sticks an und ziehen unsere RAW-Fotos von einer microSD-Karte. Von einer SanDisk Ultra 128 GB wird mit 80 MB/s erwartungsgemäß schnell gelesen.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 3)© Mopolis

LTE ist das i-Tüpfelchen

So richtig mobil ist man mit der Variante des Surface Pro, die auch ein Mobilfunkmodem mitbringt. Man kann zwar immer einen Hotspot mit dem Smartphone aufmachen, wirklich elegant ist es aber, wenn das Surface Pro nicht mehr aufs WLAN angewiesen ist. Nicht selten lesen wir unterwegs Korrektur und es ist sehr bequem, spontane Ergänzungen machen zu können oder Dokumente hochzuladen.

So ermöglicht das Surface Pro schnelle Abstimmungen anstelle unangenehmer Vertröstungen wie "Ich bin in 30 Minuten im Büro". Was du schnell erledigen kannst, kannst du so auch sofort erledigen. Oft verschaffen wir uns mit einem YouTube-Video unterwegs einen schnellen Überblick, auch Fotobearbeitung und Upload von Veranstaltungen mit überlaufenem WLAN kommen bei uns oft vor.

Microsoft Surface Pro im Test: (Bild 16)© Mopolis

Unser Fazit zum Microsoft Surface Pro
Mobiler geht es nicht

Das Microsoft Surface Pro verdient unsere Empfehlung mit seiner fantastischen Mobilität, dem exzellenten Touchscreen, der starken Akkulaufzeit und dem tollen Eingabemix. Es bietet genug Leistung im extrem kompakten Formfaktor, unsere Variante mit Core i5 arbeitet zudem lautlos und es finden sich alle nötigen Anschlüsse für das berufliche Umfeld.

Mit der Desktop-Funktionalität, dem Dateisystem und der Software-Kompatibilität zur Windows-Welt im Tablet fühlen wir uns schnell zuhause. Die Ausdauer, Performance und Verlässlichkeit des Surface Pro führen zur Begeisterung. Windows Hello, der Kartenleser, das komfortable Type-Cover und der präzise Surface Pen sind weitere Gründe für das positive Urteil.

Beim Microsoft Surface Pro stimmt einfach fast alles - nur ein USB-C-Ladeport wäre noch wünschenswert.

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