Die 3 besten Gaming Notebooks
die wir lieben

von Mika Baumeister, 29.August.2017 aktualisiert

Das perfekte Gaming Notebook ist enorm schnell, hält auch bei Zocker-Sessions im Zug für eine lange Zeit durch und muss ausreichend portabel sein. Eine aktuelle Grafikkarte ist zusammen mit einem potenten Prozessor und vielen Gigabyte RAM der Garant für Spielspaß - egal ob unterwegs oder zuhause. Und natürlich muss auch das Drumherum stimmen: Ein hochauflösendes Display, niedrige Temperaturen und idealerweise unhörbare Lüfter gehören natürlich auch zum Gesamtpaket. Nach langer Recherche stehen unsere Favoriten fest.

Inhalt im Überblick

  1. 1. Anforderungen & Erwartungen
  2. 2. Recherche & Quellen
  3. 3. Neuveröffentlichungen & Innovationen

Anforderungen und Erwartungen
Von klotzigen Business-Boliden zu performanten Gaming-Maschinen

Lang ist es nicht her, als Laptops TFT-Screens mit 1024 Pixeln in der Breite besaßen und trotz eines Gewichtes jenseits der fünf Kilo nur zwei Stunden ohne Netzkabel auskamen - von ausreichend Power für Gaming oder rechenintensive Anwendungen ganz zu schweigen. In den letzten vier, fünf Jahren konnte sich dank fixerer Prozessor- und Grafikprodukten eine neue Laptop-Sparte entwickeln. Im Verlauf der Jahre näherte sich die Leistung solcher mobilen Systeme immer mehr an die potenter Desktop-Rechner an. Und mit den neuesten Grafikkarten steckt sogar ein und derselbe Chip in Grafikkarten für den heimischen PC und im Laptop.

Heutige Gaming Notebooks kennen keine Kompromisse, alles hat sich der Grafik und den Spielen unterzuordnen. Die besten Zocker-Laptops liefern satte Performance und bleiben trotzdem kühl, leise und ausdauernd. Eine technische Herausforderung, bedenkt man, dass die Leistung eines Gaming-PCs in ein so flaches Gehäuse gepackt wird. Auch wenn die Grafikkarten und Prozessoren immer effizienter werden, eine gute Kühlung ist Pflicht für Gaming Notebooks.

Portabel oder Desktop-Replacement
Das Platzangebot der Kühllösung wird auch vom Spieler bestimmt: Soll der Gaming Laptop überall mit hingenommen werden können? Muss tagsüber im Hörsaal der Anschein eines fleißigen Studenten gewahrt werden und abends heißt es dann Raid mit der Gilde statt Referat? Dafür gibt es auch Gaming Notebooks mit handlichen Abmessungen und einem Gewicht unter 2 Kilogramm.

Mehr Power, die teilweise sogar die von vielen Gaming-Rigs übertrifft, lässt sich in 17-Zoll-Notebooks mit 3 bis 4 Kilogramm unterbringen. Zu schwer für den Hörsaal, kann aber gut zwischen Kaserne und Heimat, auf Montage, Dienstreise oder vom Schreibtisch ins Wohnzimmer und den Hobbykeller mitgenommen werden. Ein Spiele-PC zum Zusammenklappen und mitnehmen, innerhalb der Notebookbranche ist das eines der stärksten Wachstumssegmente.

Kein Weg vorbei an Nvidia, Intel und Windows
Wer in die Gaming-Welt einsteigen möchte und vielleicht auf ein MacBook Pro schielt: Vergiss es! Apple und Gaming beißen sich. Auch bei der Wahl der Komponenten besteht nicht viel Spielraum. In der High-End-Leistungsklasse bei Gaming Notebooks gibt es nur zwei Chiphersteller: Gamer sollten aktuell auf eine Paarung von Intel Core i7 Prozessor mit einer Nvidia GeForce GTX Grafikkarte achten. Natürlich sollte auch beim Arbeitsspeicher und der SSD nicht gespart werden. Genauso wenig darf die WLAN-Verbindung langsam sein - denn auch wenn Gamer und instabile Drahtlosverbindungen sich beißen, kann nicht überall ein LAN-Kabel eingesetzt werden. Unter dem Strich bietet ein Gaming Notebook die Creme de la Creme der High-Performance-Komponenten.

Am wichtigsten ist die mobile Grafikkarte, denn an den besten Gaming Notebooks hängen auch die besten Monitore. Hohe Auflösungen von 3.200 x 1.800 Pixel und mehr verlangen einfach nach potenten Pixelbeschleunigern. Für UHD und 4K ab 3.840 x 2.160 Pixel braucht es manchmal sogar mehr als einen Grafikchip, wenn du nicht bereit bist an der Detailschraube zu drehen. Die Games sollen ja flüssig laufen und das heißt mindestens 60 FPS.

Manche Gaming Laptops kann man auch mit Nvidias G-Sync Display konfigurieren lassen. Diese Technologie synchronisiert die Bildwiederholrate des Monitors mit der Nvidia-Grafikkarte und produziert damit klare und flüssige Bilder ohne Schlieren und Risse auch unter 60 FPS. Viele Spieler bevorzugen matte Displays, ob dir auch ein Gaming Notebook mit Glossy-Finish (glänzend), vielleicht sogar mit Touchscreen zusagt, musst du wohl austesten.

Schnelle SSD und flottes WLAN-AC
So ein Steam- oder Origin-Download hat nicht selten 50 GB oder mehr, eine zu kleine SSD ist damit schnell voll. Platzangst und der Zwang zu entscheiden, was deinstalliert wird, nervt einfach nur. Besser man kauft das Gaming Notebook gleich mit ordentlicher Kapazität. Die flotten SSDs sind meist als M.2-Steckkarten verbaut und lassen sich auch nachher noch aufstocken. Eine Migration vom Betriebssystem inklusive aller Daten bedeutet allerdings Aufwand.

Wichtig sind neue Netzwerk-Standards wie WLAN-ac. Im 5-GHz-Band funken viele WiFi-Karten mit theoretischer Bandbreite von 867 Mbit/s. Damit lässt es sich prima surfen und auch In-Home-Streaming aufs Notebook ist kein Problem. Alternativ bieten natürlich viele Gaming Laptops den klassischen Gigabit-LAN (Ethernet) Anschluss für eine kabelgebundene Verbindung ins Heimnetzwerk. Notfalls auch über einen passenden USB-Adapter.

Natürlich lassen wir uns auch von besonderen Gimmicks überzeugen: Eine hintergrundbeleuchtete Tastatur erhöht die Sichtbarkeit bei LAN-Parties und ist auch ein Eyecatcher. Kann das Gaming Notebook vielleicht sogar drei weiter externe Displays ansteuern? Ist der Anschluss einer externen Grafikkarte möglich? Sind die Lautsprecher besonders gut und gibt es vielleicht sogar einen eingebauten Subwoofer?

Neben diesen Fragen haben wir für unsere Favoriten-Auswahl vor allem auf folgende Kriterien geachtet:

Unsere Recherche & Quellen
Der gesamte Marktüberblick zusammengefasst

Alle unsere getesteten Gaming Notebooks sind natürlich nicht nur Empfehlungen von uns. Vielmehr analysieren wir auch, was andere Portale, Blogs und Magazine zu den jeweiligen Geräten schreiben. Denn es geht hier nicht nur um das Herunterbeten von reinen technischen Daten, sondern auch um subjektive Eindrücke. Immerhin wollen wir dir zu keinem Gerät raten, welches sich beispielsweise im Langzeittest als Desaster herausstellt. Beispielsweise könnte uns die Tastatur auch gut gefallen haben. Das bringt aber nichts, wenn du kleine Hände hast und deswegen nicht an alle Tasten herankommst. Deswegen vergleichen wir möglichst viele Quellen für dich.

Notebookinfo.de: Der starke 14 Zoll Gamer
Das Razer Blade bietet einen 4K-Bildschirm bei einer kompakten Display-Diagonale von 14 Zoll. In dem mit einer Tiefe von 18 Millimetern sehr dünnen Laptop steckt neben einem Intel i7-7700HQ Prozessor mit vier Kernen noch eine dedizierte Grafikkarten in Form der Nvidia GeForce GTX 1060. DDR4-RAM rundet das Gesamtpaket ab und lässt das Razer Blade zu einem wahren Gaming-Boliden ganz nach dem Sprichwort "ein Wolf im Schafspelz" werden. Bereits die 2016er Variante konnte die Tester überzeugen.

Laptopmag: Genau das Richtige für und VR
Mit dem ROG G701VI gewinnt Asus zwar keinen Preis für kreative Namensgebung. Aber bei der Zielgruppe dürfte ein griffiger Name eh nicht das Wichtigste sein, vor allem weil ROG-Produkte (kurz für Republic Of Gamers) generell für ihre hohe Leistung bekannt sind. Beim G701VI ist das nicht anders. Der verbaute Intel i7-6820HK sorgt zusammen mit der Nvidia GeForce GTX 1080 und 64 GB RAM für genügend Dampf in grafisch aufwändigsten Spielen. Asus verzichtet zugunsten G-Syncs auf ein 4k-Display. Der verbaute Full-HD-Screen bekommt aber Bestnoten für die Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität. Außerdem bewirbt Asus ganz offensiv die VR-Möglichkeiten des Notebooks. Genügend Anschlüsse und die nötigen Spezifikationen besitzt das Asus ROG G701VI auf jeden Fall.

Notebookcheck: Heißblütiger Gaming-Experte
Im Gegensatz zum Razer Blade Pro lässt das Predator 17 X etwas mehr Raum für Kühlkörper und kann deswegen ohne nennenswertes Thermal Throttling Höchstleistungen erbringen. Die eingebaute 4.2-Beschallung sorgt selbst ohne externe Boxen für einen grandiosen Sound auf dem Schlachtfeld. Dank Wartungsklappen kannst du selbst den RAM erweitern - sollte es bei den vorinstallierten 16 GB überhaupt nötig sein. Für schnelle Gaming-Sessions zwischendurch sorgt der fixe WLAN-Controller, der bis zu 700 Mbit/s durch die Luft schießt.

Computerbase: 4200 Euro für die absolute Spitzenklasse
Das Razer Blade Pro lässt preislich sogar Apple-Anhängern die Kinnlade runterklappen: Der auf brachiale Grafikgewalt gezüchtete Laptop kostet in seiner Grundausstattung bereits 4200 Euro. Dafür gibt es im recht kleinen Formfaktor ein 17,3 Zoll großes 4K-Display mit G-Sync-Unterstützung und Touch, einen leistungsstarken Core i7 von Intel, 32 GB Arbeitsspeicher und eine Nvidia GeForce GTX 1080. Letzteres ist die derzeit stärkste erhältliche Notebook-Grafikkarte auf dem Markt. Die GTX 1080 kann natürlich auch mehrere Bildschirme bespielen: Per HDMI kann ein, über USB 3.1 zusätzlich zwei weitere Panels mit Bildinformationen versorgen. Das Touchpad liegt neben und nicht unter dem mechanischen Keyboard, was Gelegenheits-Gamer auch freuen dürfte.

Neuveröffentlichungen & Innovationen
Das erwartet uns in zukünftigen Spiele-Laptops

Die Produkte, die heute noch als topaktuelle gehandelt werden, können morgen schon veraltet sein. Deswegen halten wir nicht nur Ausschau nach neuen Modellen und Favoriten, sondern nach allen technischen Neuerungen, die zukünftige Gaming Notebooks noch verbessern könnten. Eine kompakte Auswahl dieser Innovationen haben wir für dich hier aufbereitet.

Razer: Drei Monitore in einem Laptop
Schon während der CES 2017 in Las Vegas zeigte Razer einen Laptop, wie ihn derzeit wohl nur wenige umsetzen können: Drei 4K-Monitore sind ausklappbar am Notebook-Body befestigt. Das "Project Valerie" ist nur minimal dicker als normale 17 Zoll große Gaming Notebooks. Im Inneren werkelt eine GTX 1080, um die insgesamt 24 Millionen Pixel sekündlich mit bis zu 60 Bildern zu versorgen. Und auch wenn das Razer Valerie derzeit nicht käuflich zu erwerben ist, sehen wir hier vielleicht einen Trend, der zukünftig für das entsprechende Kleingeld auch von anderen Herstellern aufgegriffen werden könnte.

Neue Grafikkarten von AMD und Nvidia
Im Jahr 2018 werden so einige interessante Grafiklösungen für den mobilen Markt erscheinen. Sowohl Nvidia als auch AMD haben neue Produkte in der Pipeline, die selbst in dünnen Ultrabooks Platz finden könnten. Mit Polaris Refresh sollen GPUs kommen, die im 14-nm-Verfahren gefertigt wurden. Unter Umständen folgt mit Vega eine Grafikkarte, die für Notebooks deutlich energiesparender getrimmt wurde. Sie soll vorerst nämlich nur eine Konkurrenz zur GTX 1080 darstellen. Nvidia lockt hingegen bereits jetzt mit Max-Q: Hinter diesem Codenamen verstecken sich zwar bekannte Grafikkarten, die aber zusätzlich auf einen niedrigen Stromverbrauch optimiert sind.

Und vielleicht hat auch der Außenseiter Intel grafisch etwas Interessantes zu bieten: Die integrierten Grafiklösungen waren bisher meist nicht für richtiges Gaming oder Videoschnitt zu gebrauchen. Aber die Leistung des Chips, der direkt neben dem Prozessor liegt, steigt von Generation zu Generation mit 20 bis 30 Prozent. High-End-Ambitionen wird Intel dabei (noch) nicht hegen, dafür aber die Casual Gamer befriedigen. Man darf in jedem Fall gespannt sein.

Das Mopolis-Prinzip

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  2. Transparente Empfehlungen
    Wir legen alle Quellen offen. So kannst Du den Spuren unserer Erkenntnisse bis hin zur Empfehlung klar folgen.
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  4. Über 14 Jahre Erfahrung
    Das gründliche und ausführliche Beraten, konnten wir schon seit 2003 mit Notebookinfo.de und unseren erfahrenen Redakteuren üben.