B&O Beoplay A1 im Test:
Stylisches kleines Basswunder aus Aluminium

von Robert Kern
aktualisiert vor 3 Wochen

Bang & Olufsens Beoplay A1 erreicht einen brillianten Sound, den man einem derart kompakten und eleganten Bluetooth-Lautsprecher nicht zugetraut hätte. Der freche Däne ist klanglich beeindruckend und zeigt die ganz große Kunst skandinavischen Designs.

Mehr Bass geht nicht
Überraschende Tiefe des Ultraportablen

Der B&O Beoplay A1 liefert trotz handlicher Abmessungen einen satten, erstklassigen Sound. Klang und Optik des minimalistischen und hochwertigen Bluetooth-Speakers machen aus ihm einen Begleiter, den man nicht mehr vermissen möchte. Mehr Performance lässt sich in einem so kleinen Paket mit einem Gewicht von 600 Gramm kaum unterbringen.

  1. Kompakt aber klangstark
  2. Modische Farbvarianten
  3. Dänisches Design
  4. Technische Daten
  5. Sound: Klassenbester
  6. Akkulaufzeit
  7. Anschlüsse & Software
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich

Bang & Olufsens Beoplay A1 ist vielseitig einsetzbar: Er liegt entweder flach auf dem Tisch oder kann an seiner Lederschnur aufgehängt werden und zieht sofort die Blicke auf sich. Man kann ihn an der Schnur tragen oder an einer Tasche befestigen. Zuhause ersetzt er durchaus eine kleine Stereoanlage, die mit auf den Balkon oder die Terrasse genommen werden kann.

Es gibt keine Problem mit Spritzwasser vom Pool oder Regen. Bei Grillpartys, die ins Wasser fallen, muss die Musik deswegen nicht gleich aufhören. Die stabile Aluminiumkuppel schützt die Innereien bei Stürzen und Stößen. Einer Outdoor-Nutzung beim Wandern, Skaten oder Fahrradfahren steht nichts im Weg.

B&O Beoplay A1© Mopolis
Das dänische Designteam hat auf einen hochwertigen Materialmix aus Aluminium, Softtouchgummierung und Leder zurückgegriffen.

Für größere Veranstaltungen im Freien bringt die Kompaktklasse der portablen Bluetooth-Lautsprecher dann aber doch zu wenig Leistung und Ausdauer mit. Kleine Speaker wie den Beoplay A1 hat man immer dabei und kann so Musik zum flexiblen Begleiter machen und die eigenen vier Wände platzsparend mit gutem Sound füllen. Für den Zumba-Kurs oder Beachvolleyball-Turniere braucht es jedoch noch stärkere Bluetooth-Lautsprecher.

Weitere Varianten
Viele Farben, aber stets schlicht

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Dänisches Design
Ein solider Handschmeichler

Selten ist ein Bluetooth-Lautsprecher ein solch optisches und haptisches Erlebnis. Bei der runden und flachen Form vermutet man nicht gleich einen portablen Lautsprecher. Die Oberseite aus der perforierten Aluminiumkuppel ist thermisch sehr aktiv. Ruht der edel verarbeitete Speaker, greift man auf kühles, solides Metall. Spielt er aber, dann erwärmt sich das Gehäuse etwas und der Beoplay A1 wird zum weichen Handschmeichler. Litte der Sound nicht darunter, dürfte es so den meisten schwer fallen, den A1 aus der Hand zu geben.

Die Marketing-Abteilung von Bang & Olufsen wollte einen Lautsprecher kreieren "der persönlicher ist und dazu einlädt, ihn auf- und mitzunehmen". Hier und da übertreibt es die Werbung, aber in diesem Punkt trifft das voll und ganz zu.

B&O Beoplay A1© Mopolis
Die Verarbeitung des Beoplay A1 ist exzellent.

Mit Softtouch-Gummierung auf der Unterseite bietet der Beoplay A1 ein rundum hochwertiges Design. Ein Knopf am Lederband verrät die Herkunft dieses eleganten und robusten Lautsprechers. Bang & Olufsen verspricht einen Schutz gegen Staub und Spritzwasser, gibt aber keine IP-Zertifizierung an. Wir haben ein Glas Wasser über dem Beoplay A1 ausgeschüttet und bis auf zeitweise beeinträchtigten Klang gab es keine Probleme. Für den Outdoor-Einsatz finden sich bei Drittanbietern günstige, akustisch durchlässige Cases aus Silikon und Kunstleder.

Nicht ganz so elegant ist die Bedienung. Die Tasten für Power, Lautstärke, Bluetooth und Anrufe sind sehr versteckt und schwer zu drücken. Am besten du schaltest den Beoplay A1 einfach nur ein und die restliche Steuerung erfolgt per Smartphone, Tablet oder PC.

B&O Beoplay A1© Mopolis
B&O hat auf Details geachtet und ein dezentes Design gewahrt.

Technische Daten

  1. Abmessungen:133 x 133 x 48 mm
  2. Gewicht:600 Gramm
  3. Farbe:Schwarz
  4. Anschlüsse:3,5 mm AUX, Bluetooth 4.2, USB-C
  1. Akkulaufzeit:24 Stunden (2200 mAh)
  2. Leistung:2x 30W Woofer, 2x 140W Peak Power
  3. Frequenzbereich:60 Hz - 24 kHz

Sound: Kräftig, voll und warm

Das von Bang & Olufsen erklärte Ziel, so viel wie möglich Sound in so wenig wie möglich Volumen zu packen, haben die Audio-Ingenieure erreicht. Der B&O Beoplay A1 ist für uns einer der besten Bluetooth-Lautsprecher, weil er guten Klang so portabel gestaltet.

Der A1 überzeugt mit einem tiefen und kontrollierten Bass, der bei 50 Prozent und höherer Lautstärke nur leicht heruntergeregelt wird. Er macht den Beoplay A1 in Verbindung mit voluminösen Mitten und klaren Höhen sowie zuverlässiger Wiedergabe über den kompletten Frequenzbereich hinweg zu einem der am besten klingenden Bluetooth-Speaker in der Gewichtsklasse bis 700 Gramm. Mehr muss man dazu nicht sagen, nur die wenigsten Lautsprecher in der Größe werden nicht komplett deklassiert. Es gibt aber Bluetooth-Lautsprecher, die uns klanglich noch einen winzigen Tick besser gefallen. Zum Beispiel der Vifa Reykjavik (Testbericht) und der Bose Soundlink Revolve (Testbericht).

B&O Beoplay A1© Mopolis
Mit nur 600 Gramm Gewicht ist der Beoplay A1 sehr mobil und handlich.

Bei höherer Lautstärkeeinstellung lässt der Beoplay A1 ein leises Grundrauschen vernehmen, wenn man ganz nah mit dem Ohr rangeht. Für uns kein Dealbreaker, für die meisten wahrscheinlich auch nicht.

Wir haben Android-Smartphones, iPads, einen Windows PC und ein iPhone als Zuspieler getestet und auch ohne Unterstützung für den AptX-Codec produziert der Beoplay A1 seinen tollen Sound. Bei der Abspiel-Quelle sollte auf eine hohe Bitrate geachtet werden. Spotify bietet hier beispielsweise „Extrem“ mit 320 kbit/s, der Konkurrent Tidal lierfert sogar unkomprimierte Musik. Der Beoplay A1 begeistert jedoch nicht nur mit seiner Lautstärke, sondern auch mit den Details, die er unabhängig von der Quelle herausholt.

B&O Beoplay A1© Mopolis
Dezentes Design gepaart mit einer hohen Verarbeitungsqualität.

Die Power fordert ihren Tribut
Akkuleistung ist nur Durchschnitt

Bei der Ausdauer hinterlässt der Beoplay A1 nicht nur bei uns gemischte Gefühle. B&O versprechen eine gigantische Laufzeit von 24 Stunden und da ist der A1 leider sehr weit von entfernt. Begleitet der Beoplay A1 einen verregneten Sonntag auf der Couch bei 30 Prozent Lautstärke, dann ist ein Lese-Marathon von 20 Stunden drin. Immer noch moderate Zimmerlautstärke von 50 Prozent reduziert die Laufzeit auf 9 Stunden.

Im Freien verlangt es nach mehr Lautstärke und da kommt jede Stufe die Batterie teuer zu stehen. Hören mit 80 Prozent Lautstärke zieht den 2200 mAh Akku in unter 3 Stunden leer. Basslastige Musik bei voller Power schafft das sogar in etwas mehr als 2 Stunden. Dann sind 15 Prozent Akkustand erreicht und der B&O Beoplay A1 spielt nur noch sehr leise.

B&O Beoplay A1© Mopolis
Der Beoplay A1 hat einen ganz eigenen, frechen Charakter.

Über USB-C wird der Akku geladen und die Laufzeiten lassen sich mit Power Banks (auf 3A Ladestrom achten) verlängern. Uns ist es zwar nicht passiert, aber Bang & Olufsen warnt vor Überhitzung, wenn an heißen Tagen gleichzeitig laute Musik abgespielt und geladen wird. Auch dann wird die Lautstärke reduziert oder das Gerät streikt, um für kurze Zeit abzukühlen.

Wir haben den Beoplay A1 bei 22°C Raumtemperatur auf voller Lautstärke spielen lassen und mit einem Anker PowerCore+ 26800mAh Akku gleichzeitig von 50 Prozent auf 100 Prozent aufgeladen - ohne dass der Speaker zu warm wurde. Rein theoretisch kann dieses Setup fast zwei Tage durchspielen, wenn das Smartphone ebenfalls an der Powerbank hängt.

Überraschenderweise liegt dem B&O Beoplay A1 auch kein Netzteil bei, nur ein Kabel mit USB-A- und USB-C-Anschluss. Ein 5-Watt-Ladegerät, wie das was den Apple iPhones beiliegt, braucht rund 3 Stunden um den Beoplay A1 voll aufzuladen. Mit Schnellladegeräten (18W, bis zu 3A Ladestrom) kann die Ladezeit auf 90 Minuten halbiert werden.

Anschlüsse und Software
Schnellladen über USB-C

Der Beoplay A1 kann über Bluetooth 4.2 gekoppelt oder mit der 3,5-Millimeter-Audiobuchse angeschlossen werden. Es gibt kein NFC, mit dem die Kopplung von Android-Smartphones per Berührung ausgelöst werden kann. Dafür spendieren die Dänen dem Beoplay A1 eine Taste für den Pairing-Modus. Am PC oder Mac kann der Bluetooth-Lautsprecher auch mit dem USB-C-Kabel genutzt werden. Nicht selten haben wir den Laptop-Ton über Kabel ausgegeben, aufgeladen und den Beoplay A1 dann für die Pirsch abgezogen und mitgenommen.

B&O verzichtet auf den AptX-Codec wie auch auf Apples AAC. Mit AptX können einige wenige Bluetooth-Lautsprecher in CD-Qualität (16 Bit und 44.1kHz) effizienter und weniger hörbar komprimiert als mit dem Standard-Codec SBC übertragen. Vergleichbar mit dem was über Klinkenstecker oder USB-C vom PC auf dem Beoplay A1 ankommt.

B&O Beoplay A1© Mopolis
Geladen wird der 2200 mAh Akku über USB-C, auf hoher Lautstärke muss der Beoplay A1 schon nach ein paar Stunden wieder ans Netz.

Es gibt einen kleinen Unterschied, aber eben nur einen kleinen, den man mit einem durchschnittlichen Bluetooth-Speaker wahrscheinlich akustisch noch nicht einmal darstellen kann. Wenn über USB-C abgespielt und gleichzeitig geladen wurde, tauchten zudem gelegentlich Artefakte auf. Bluetooth 4.2 mit einer Reichweite von bis zu 10 Metern und 3,5mm-Klinke erwiesen sich als verlässlicher.

Die Beoplay-App für iOS und Android würden wir nur gelegentlich für Firmware-Updates anwerfen – es sei denn, es kommt ein zweiter Beoplay A1 für den Stereo-Modus ins Spiel. Wir konnten es selber nicht testen, im Netz sind jedoch genug Anwender zu finden, die den Sound ausnahmslos als „Wahnsinn“ beschreiben. Dann braucht es die App zur Einrichtung und der enthaltene Equalizer kann volle Wirkung entfalten.

Unser Fazit zum B&O Beoplay A1
Charakterstark in der Kompaktklasse

Es ist keinesfalls übertrieben, wenn wir dem B&O Beoplay A1 mehr Persönlichkeit zuschreiben als anderen Bluetooth-Lautsprechern. Er kann uns begeistern, wir haben ihn gern dabei und er darf uns auch ein wenig mit seinen Eigenheiten und kleinen Schwächen nerven.

Der Bang & Olufsen Beoplay A1 ist ein Erlebnis. Er besitzt tatsächlich ein besonderes, einladendes und nachvollziehbares Design. Bei vielen anderen Lautsprechern entpuppt sich derartige Poesie als hohle Phrase – der Beoplay A1 hebt sich einfach ab. Normalerweise packt man portable Bluetooth-Speaker ein und stellt sie irgendwo auf – nichts Besonderes. Bang und Olufsen schafft es, dass die Nutzung des Beoplay A1 immer einen Tick Außergewöhnlichkeit besitzt. Das macht sich nicht nur beim Klang bemerkbar.

B&O Beoplay A1© Mopolis
Im Test haben wir unsere Lieblingsmusik gern mit dem Beoplay A1 herumgetragen.

Auch dieser Speaker ist leider nicht perfekt, aber wir lieben ihn wie er ist: Einer der besten Bluetooth-Lautsprecher seiner Klasse. Er hört sich gut an, er fühlt sich gut an und er sieht gut aus. Dass er seinen Wunder-Sound nicht wie versprochen 24 Stunden lang produziert, damit können wir leben. Neben ihm klingt jeder andere Bluetooth-Speaker dieser Größe, als würde etwas fehlen. Auch der Bose SoundLink Revolve, eine weitere Empfehlung in der Kompaktklasse, kommt mit dem Bass nicht so tief herunter. Für den B&O Beoplay A1 gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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