Vifa Reykjavik im Test:
Natürlich klingender Design-Speaker

von Robert Kern
aktualisiert vor 3 Wochen

Mit dem Vifa Reykjavik genießt du deine Musik auch unterwegs mit Style und klarem Sound. Für das Premium-Design, starke Akkulaufzeiten und einen verzerrungsfreien Klang küren wir den Vifa Reykjavik zu einem der besten Bluetooth-Lautsprecher.

Minimalistisches Angebot
Vifa steht für nordisch-kühles Understatement

Vifa hat genau fünf Produkte im Angebot: Die Soundbar Stockholm 2.0, den WLAN-Lautsprecher Copenhagen 2.0 und die drei Bluetooth-Speaker Helsinki, Oslo und Reykjavik. Der kleinste kabellose Lautsprecher der dänischen Audio-Manufaktur hat einen turbulenten Start hinter sich und steigt durch ein Software-Update klanglich in die erste Liga auf. Das neue Tuning sorgt für mehr Bass und rundet den kleinen Speaker ab, so dass wir bedenkenlos eine Empfehlung aussprechen.

  1. Minimalistisches Angebot
  2. Design und Sound
  3. Technische Daten
  4. Reykjavik vs. Beoplay A1
  5. Ausdauer und Aufladen
  6. Unser Fazit
  7. Preisvergleich

Der Vifa Reykjavik klingt beeindruckend präzise, voll und transparent. Mit seinem stylischen Design und der hochwertigen Verarbeitung beeindruckt er auch optisch und sorgt mit einfachem Handling sowie langer Akkulaufzeit für sorgenfreien Musikgenuss.

In den Wochen, die uns der kleine Bluetooth-Lautsprecher begleitete, erwies er sich als sehr verlässlich und er wird überall auf Anhieb gemocht. Seinen Sound wirst du beim ersten Anblick sicher unterschätzen - die Power ist durch das nordisch-kühle Understatement nicht gleich ersichtlich.

Dabei zählt der Vifa Reykjavik zu den am besten klingenden Bluetooth-Lautsprechern und wird dich sicher nicht enttäuschen.

Vifa Reykjavik mit Transportbeutel© Mopolis
Als kleinster Speaker im Angebot der dänischen Audio-Manufaktur teilt er die Stärken der Größeren: Akustisch und optisch Spitzenklasse.

Design und Sound
Klingt gut in Nebel und schwarzer Lava

Oft ist skandinavisches Design sehr clean gehalten, mit seinen beiden minimalistischen Varianten Sandstein-Grau und Lava macht der Vifa Reykjavik da keine Ausnahme. In Grau ziert die Oberseite des an einen Kieselstein erinnernden Lautsprechers eine Textilummantelung des dänischen Labels Kvadrat. Bei der schwarzen Variante greifst du auf raues, eloxiertes Aluminium. Du wirst den kleinen Reykjavik gern in die Hand nehmen. Auf der Unterseite sorgt eine Softtouch-Gummierung für den nötigen Grip. Eine Lederschlaufe komplettiert die dezente aber hochwertige Erscheinung.

Optisch fügt der Vifa Reykjavik sich zuhause und unterwegs gern ein, klanglich sticht er hervor. Wie bei unseren anderen Favoriten verblüfft der kleine Lautsprecher mit seinem Sound. Zwei 19-Millimeter-Hochtöner und ein mittig platzierter 70-Millimeter Woofer liefern einen kraftvollen und trotzdem bis in hohe Lautstärken präzisen Sound ab.

Vifa Reykjavik Oberseite Aluminium© Mopolis
Im Inneren arbeiten zwei 19-Millimeter Tweeter und ein 70-Millimeter-Woofer für den detaillierten und transparenten Klang mit großer Räumlichkeit.

Flexibel, aber mit Vorlieben für den Standort

Nicht nur die Power des Reykjavik sorgt für den Wow-Faktor, es sind auch seine Surround-Qualitäten. Am besten klingt er für uns, wenn wir ihn an einer Türklinke oder einem Fenstergriff aufhängen – auch wenn dann das Parkett nicht mitbebt. Klasse finden wir auch, wie der Reykjavik seinen präsenten Klang bis in hohe Lautstärken beibehält. Naturgemäß regelt der DSP den Bass zurück, so harsche Mitten und Höhen sind mitunter auch nicht jedermanns Sache. Unterhalb 80 Prozent Lautstärke bleibt Vifa natürlich im Klangbild.

Bei eher sphärischen Soundtracks wie zu Blade Runner 2049 oder A Thought of Ecstasy zeigt der Reykjavik seine Stärke mit detailreichen Mitten. Borders von M.I.A. oder Haul von Christian Löffler verlangen bassmäßig alles ab und zeigen die Tiefe, aber im Falle des EDM-Tracks ab 75 Prozent Lautstärke auch die Grenzen des kleinen Bluetooth-Lautsprechers.

Prinzipiell klingt der Vifa Reykjavik sehr unaufgeregt und natürlich. Das macht vor allem HiFi-Freunden Spass, die sich durch zu schrille Höhen oder übertriebene Bässe schnell gestört fühlen.

Die Telefonfunktion ist wie bei der Konkurrenz nur bedingt zu empfehlen. Man kann zwar Gespräche führen, wird verstanden und hörten den Gesprächspartner auch. Nur ist das nichts im Vergleich zum Hörer und Mikro direkt am Ohr. Telefonkonferenzen würden wir mit dem Reykjavik nicht führen.

Vifa Reykjavik in Hand© Mopolis
Mit nur 600 Gramm zählt der Vifa Reykjavik zu den mobilsten Bluetooth-Lautsprechern, du musst unterwegs weder auf guten Sound noch ansprechendes Design verzichten.

Technische Daten
Geringes Gewicht, starker Akku

  1. Abmessungen:139 x 139 x 65 mm
  2. Gewicht:599 Gramm
  3. Farbe:Lavastone (Schwarz) oder Sandstone Grey (Grau Textil)
  4. Anschlüsse:3,5 mm AUX, Bluetooth 4.2, USB-C
  1. Akkulaufzeit:10 Stunden (2600 mAh, 19 Wh)
  2. Leistung:150 Watt Peak (2x 19mm Tweeter, 70mm Woofer)
  3. Frequenzbereich:62 Hz - 20 kHz

Vifa Reykjavik vs. B&O Beoplay A1
Es kann nur einen geben?

Für viele wird der Vergleich des Vifa Reykjavik mit dem B&O Beoplay A1 (Testbericht) von besonderem Interesse sein: Unser Favorit ist der Vifa Reykjavik. Er hat kein IP-Rating, sollte also nicht so viele Spritzer abkriegen. Und er fällt, wenn auch gleich schwer mit 600 Gramm, etwas wuchtiger aus als der Beoplay A1. Aber das war es auch schon an Nachteilen beim Vifa Reykjavik.

Ansonsten entwickelt er denselben Punch für den Bass, setzt aber noch deutlich präsentere Mitten und Höhen oben drauf. Dadurch fühlt er sich auch etwas lauter an. Dazu kommt noch die längere Akkulaufzeit bei einem ansonsten ähnlich schnörkellosen und hochwertigen Design. Die Bedienelemente sind zudem weniger fummelig. Es hat uns überrascht, aber der Beoplay wird entthront.

Ausdauer und Aufladen
Den ganzen Tag Musikgenuss

Der Vifa Reykjavik hat nicht nur seinen Klang gut im Griff, auch die Akkulaufzeit beeindruckt uns. Bei hoher Lautstärke zwischen 70 und 100 Prozent kriegst du mindestens 6 Stunden Musik aus dem Speaker. Wir haben im Test überwiegend voll aufgedreht, bei mittlerer Lautstärke sind auch 10 Stunden drin.

Über USB-C wird der Akku in etwas mehr als 2 Stunden wieder vollständig aufgeladen, auf ein eigenes Netzteil im Lieferumfang verzichtet der Reykjavik. Man kann jetzt monieren, dass das Paket wie beim B&O Beoplay A1 gar nicht alles enthält, was zum Betrieb nötig ist – Andererseits kann Vifa davon ausgehen, dass sie meisten Kunden ein bis mehrere Netzteile zuhause haben und verzichtet so auf ein weiteres, im Grunde überflüssiges Teil.

Vifa Reykjavik neben Smartphone und Objektiv© Mopolis
USB-C Ladeport des Vifa Reykjavik© Mopolis
In etwas mehr als 2 Stunden ist der Akku über USB-C wieder aufgeladen. Mit Power Bank kannst du deine Ausflüge auch für ein Wochenende in der Natur verlängern.

Bluetooth mit AAC-Codec, 3,5mm und USB-Anschluss

Normalerweise können die meisten Bluetooth-Lautsprecher die Grenzen des Low Complexity Subband Codec (SBC) nicht wirklich darstellen. Man hört bei vielen Speakern einen feinen Unterschied zwischen dem Standard-Bluetooth und dem 3,5-Millimeter-Kabel-Anschluss – allerdings nur im Direktvergleich. In der Gewichtsklasse des Vifa Reykjavik oder B&O Beoplay A1 sind Codecs wie AptX daher nicht so bedeutend, die Unterstützung für AAC ist aber trotzdem "nice to have".

Das bedeutet nicht, dass die Klinken-Buchse fehlen darf. Bei mobilen Speakern ist die Kabelverbindung durchaus noch wichtig. Gerade Aufnahmegeräte wie der Zoom H5 nutzen diese Verbindung. So hören wir uns zum Beispiel Vorträge, Jam Sessions oder Interviews noch einmal an.

Du kannst den Reykjavik aber auch einfach per USB an den Laptop, PC oder dein MacBook hängen. Er wird als Lautsprecher erkannt, lädt und spielt deine Musik ab.

Unser Fazit zum Vifa Reykjavik
Präzise im Klang mit HiFi-Allüren, Ausdauer und Stil

Mit seiner Räumlichkeit, seiner Finesse, seinem Punch und der Ausdauer verdient der Vifa Reykjavik unsere Empfehlung in seiner Gewichtsklasse. Er spielt so unaufgeregt und hochwertig wie er auch aussieht. Ein portabler Lautsprecher, den man einfach gern haben muss. Im Vergleich zum größten Konkurrenten Beoplay A1 von Bang & Olufsen liefert Vifa mehr Präsenz, Batterielaufzeit und eine freundlichere Bedienung.

Im Outdoor-Einsatz musst du ein wenig mehr auf den Reykjavik aufpassen, der Däne ist nicht so ruggedized und spritzwassergeschützt wie viele Konkurrenten. Das heißt nicht, dass er mit Samthandschuhen angefasst werden will, der Reykjavik ist trotzdem ein verlässlicher Begleiter. Klanglich, haptisch, optisch – alles Spitzenklasse. Bravo!

Vifa Reykjavik per Bluetooth mit Smartphone verbunden© Mopolis
Der Vifa Reykjavik ist für uns einer der besten portablen Bluetooth-Lautsprecher: Stylisch, portabel und klangstark.

Die Angebote
zum Vifa Reykjavik, Schwarz (Lavastone)

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