Acer: Gaming-Thron und neue Predator Zocker-Hardware© Mopolis

Acer: Gaming-Thron und neue Predator Zocker-Hardware

von Jonathan Kemper
aktualisiert am 30. August 2018

Acer hat auf der IFA 2018 in Berlin nicht nur neue Produkte für unterwegs vorgestellt. Die portablen Notebooks werden flankiert von Hardware, die eher im Wohnzimmer, Büro oder "Mancave" zum Einsatz kommen. Die Predator-Serie wird um neue Tower-PCs, einen Monitor und einen Gaming-Sessel erweitert.

Acer ist auch bei der zweiten Mixed-Reality-Generation wieder pioniermäßig unterwegs und stellt mit dem OJO 500 den jüngsten Ableger in diesem wachsenden Genre. Die Auflösung ist im Vergleich zum Vorgänger aber nicht gestiegen. Die beiden 2,89 Zoll großen LCDs bieten jeweils 2.880 x 1.440 Pixel. Wer mal schnell wieder einen Blick aus der virtuellen in die reale Welt braucht, kann sie im Betrieb nach oben klappen.

Acer OJO 500 IFA 2018 Press Kit© Acer

Mit dem sogenannten IPD-Rad lässt sich der Abstand der Linsen zu deinen Pupillen individualisieren, sodass du immer das schärfstmögliche Bild hast. Dazu gibt es sogar eine App, die das vereinfachen soll. Wenn dir die Polster der Stütze übrigens zu hart oder weich sind, kannst du sie ganz einfach austauschen.

Über Bluetooth verbinden sich die beiden Motion-Controller für die Hände. Nichtsdestotrotz ist ein rechenstarker Gaming-PC vonnöten, der über USB 3.0 und HDMI mit dem Headset verbunden wird. Die Kabel haben eine Länge von vier Metern und sollten damit für genügend Bewegungsspielraum sorgen. Der Preis scheint angemessen: Ab November soll das Acer OJO 500 für 499 Euro in Europa landen.

Die Acer-Tochter Star VR One hat sich nach einer ersten Präsentation im August mit der Star VR an ein größeres Publikum getraut. Die Brille wiegt lediglich 450 Gramm und orientiert sich über Sensoren im Raum. Die Displays sind mit 5K noch schärfer als bei der OJO 500.

Acer Predator Thronos IFA 2018© Mopolis

Zockerparadies: Gaming auf Thronos

Einen Preis hat Acer zwar nicht genannt, doch ein bisschen Kleingeld muss man für den Acer Predator Thronos bestimmt mitbringen. Für Zocker das Paradies auf Erden bietet der Sessel Platz für bis zu drei 27-Zoll-Monitore, die sich an der Overhead-Halterung befestigen lassen. Die Sitzschale lässt sich um bis zu 140 Grad verstellen und bietet so immer die richtige Position. Und sogar ein Vibrations-Motor ist an Bord und sorgt für absolute Immersion.

Acer: Gaming-Thron und neue Predator Zocker-Hardware (Bild 6)© Mopolis

Gaming auf dem 21 Zoll Predator-Notebook

Das Gaming-Notebook Predator Triton 900 führt die Dynastie des zwei Jahren alten Predator 21 X weiter. Von dem gebogenen Display hat man sich dieses Mal aber verabschiedet. Der 21-Zoll-Bildschirm kann allerdings um 360 Grad gedreht werden, bietet 4K-Auflösung und unterstützt G-Sync. Dabei befindet sich die Aufhängung in der Mitte, sodass der Touchscreen auch näher an den Nutzer herangeholt werden kann. Nicht nur für Zocker, sondern auch für Vielschreiber ist die mechanische Tastatur mit flachem Profil interessant.

Acer Predator X IFA 2018© Mopolis

Predator X: Die vorkonfigurierte Workstation

Mit zwei Xeon-Prozessoren trumpft der Predator X über das komplette Lineup von Acer. Der Computer ist für vermögende Gamer gedacht, die nebenbei noch Videos rendern oder live ins Internet streamen. Die verbauten Prozessoren sind eigentlich eher für Server- oder Workstation-Anwendungen geeignet.

Acer gibt noch keine genauen Informationen zu den verbauten Chips. Sollten zwei günstige Prozessoren verbaut sein, würde das Gesamtsystem immerhin trotzdem mit acht physischen Kernen arbeiten. Durch das unterstützte Hyperthreading werden mindestens 16 Threads parallel laufen.

Auch zur verbauten Grafik gibt es noch keine klare Ansage: Wahrscheinlich lassen sich im Inneren des schicken Gehäuses zwei Nvidia GeForce RTX 2080 im SLI-Verbund finden. Die neuen Grafikkarten sind noch einmal deutlich schneller als der Vorgänger GTX 1080. Preise für den Predator X verschweigt Acer. Aufgrund der verbauten Hardware ist aber eines klar: Der PC wird in der besten Ausstattung mindestens einen hohen vierstelligen Betrag kosten.

Acer Predator XB273K IFA 2018 Press Kit© Acer

Predator XB237K: Ultrascharfes Gaming-Erlebnis

4K UHD, G-Sync, 144 Hertz, IPS-Panel, HDR und hohe Farbgenauigkeit: Der XB273K will die eierlegende Wollmilchsau der Monitore werden. Das Panel mit einer Displaydiagonale von 27 Zoll löst mit 3.840 x 2.160 Pixeln auf und soll eine Helligkeit von mindestens 400 Candela pro Quadratmeter erreichen. Damit gehört das Display zu den hellsten Modellen auf dem Markt. Deswegen ist es ebenfalls HDR400-zertifiziert, kann also Videos mit 10 Bit Farbtiefe verarbeiten.

Acers neuer Monitor kommt mit zusätzlichen Sichtschutzblenden daher, die neben mehr Privatsphäre auch ein besseres Bild garantieren sollen. Reflektionen gehören damit der Vergangenheit an. Andererseits fallen Multi-Display-Setups dadurch weg.

Acer Predator XB273K IFA 2018 Press Kit Side© Acer

Mit G-Sync ermöglicht der Acer-Bildschirm eine sehr schnelle Reaktionszeit mit Nvidia-Grafikkarten. Die Latenz liegt bei maximal 4 Millisekunden, damit liegt der Screen im besseren Mittelfeld. Der XB273K zeigt maximal 144 Einzelbilder pro Sekunde.

Die ganzen technischen Finessen sind nicht besonders günstig: Für das Display werden 1.500 Euro fällig. Es ist ab Januar 2019 verfügbar. AMD-Fans sollten sich den Nitro XV273K genauer ansehen: Der Bildschirm ist technisch fast identisch ausgestattet, bietet allerdings Unterstützung zu AMDs Alternative von G-Sync, FreeSync 2. Dieser Monitor soll 1.000 Euro kosten.