Android-Trojaner stiehlt Geld von PayPal-Konten© PayPal

Android-Trojaner stiehlt Geld von PayPal-Konten

von Jonathan Kemper
aktualisiert am 15. Dezember 2018

IT-Sicherheits-Experten haben einen neuen Trojaner gefunden, der auf Android-Smartphones unbemerkt hohe Geldbeträge via PayPal verschiebt. Vorsicht ist geboten, wenn du aufgefordert wirst, deine Zahlungsdaten einzugeben.

Ganz schön perfide, was sich die Cyber-Kriminellen von heute so ausgedacht haben. Die Daten werden jetzt nicht mehr aus Datenbanken gestohlen, wie es erst Ende November beim größten Datenraub der Geschichte in Verbindung mit diversen Hotelketten der Fall war. Bei einem neuen Android-Trojaner verschickt dieser selbstständig Geld über PayPal.

App Stores von Drittanbietern solltest du ohnehin nicht benutzen, da sie nicht wie bei Google oder Apple üblich von Mitarbeitern geprüft werden. So gelangt auch schnell mal virenverseuchte Software in das Angebot. Doch nicht nur hier wurde der Trojaner gesichtet, selbst im Play Store treibt sie ihr Unwesen. Die App „Optimization Android“ scheint eine der Quellen zu sein, die es zu meiden gilt.

Berechtigungen im Auge behalten

Die zunächst harmlos scheinende Anwendung fordert tiefgreifende Berechtigungen über das Gerät ein, die du stets überprüfen solltest. Wenn du der Meinung bist, dass eine bestimmte App über einzelne Informationen nicht verfügen sollte, kannst du diese unter Android einzeln ein- und ausschalten. Das kann allerdings dazu führen, dass die App nicht mehr im vollen Funktionsumfang zu benutzen ist.

Die IT-Experten der Firma ESET haben den Schädling entdeckt und die ungewollte Transaktion von 1.000 Euro auf fünf Sekunden bemessen. In dieser Zeit könne der Nutzer kaum reagieren, schreibt ESET in seinem Blog. Die amerikanische Firma PayPal wurde inzwischen über den Trojaner informiert.

Youtube-Video: Android-Trojaner stiehlt Geld von PayPal-Konten

Fake-Formulare stehlen Kreditkartendaten

Es gibt noch eine zweite Hintertür: Phishing-Masken über echten Apps wie dem Google Play Store, WhatsApp, Skype, Viber und Gmail, wobei sie sich nicht auf diese fünf beschränken müssen. Hier werden Formulare fingiert, in denen der Nutzer Kreditkartennummern oder seinen Google-Account eintragen soll. Selbst Banking-Apps wurden kompromittiert.

Bewertungen verraten Malware-Apps

Sich vor solchen Gefahren zu schützen, fängt schon bei kleinen Dingen an. Schau dir die Apps genau an, die du dir installierst und lies dir Bewertungen durch. Oft gibt es hier schon erste Hinweise, wenn etwas mit der App nicht stimmt. Auch solltest du dein Betriebssystem und besonders Apps, die mit sensiblen Daten umgehen, stets auf dem aktuellsten Stand halten.

Quelle: ESET

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