Apples Zukunft: FaceID für alle Geräte & faltbare Displays?© Apple

Gerüchte
Apples Zukunft: FaceID für alle Geräte & faltbare Displays?

Johannes Schaller, vom

Apple ist nach der Vorstellung des iPhone X womöglich ambitionierter mit den Planungen für die nächste iPhone-Generationen als die Experten vermuten. So soll sich das kalifornische Unternehmen zügig vom Fingerabdrucksensor Touch ID zugunsten der Gesichtserkennung Face ID verabschieden wollen, und zum anderen die möglichst rasche Verwendung besonders fortschrittlicher Display-Technologien anstreben.

Face ID als wichtiges Differenzierungsmerkmal

Überraschend zeitnah wird Apple, einer aktuellen Notiz des Analysten Ming-Chi Kuo an Anleger nach, das Schicksal von Touch ID besiegeln. Laut Kuos Angaben, die MacRumors vorliegen, will sich der Hersteller bereits mit Ankunft der 2018er iPhone-Generation vollständig von Touch ID verabschieden. Alle iPhone-Modelle des nächsten Jahres sollen demnach eine TrueDepth-Kamera mit 3D-Erfassungssensoren für Face ID bieten.

Laut dem für gewöhnlich hervorragend über Apples Zukunftspläne informierten Analysten fokussiert sich Apple so entschieden auf TrueDepth beziehungsweise Face ID, da das Unternehmen hier augenblicklich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz im Smartphone-Markt sieht. Zusätzlich zur Gesichtserkennung an sich sieht Kuo anhand der TrueDepth-Technologie außerdem über Jahren hinweg klare Vorteile für Apple bei der Entwicklung von Smartphones mit praktisch randlosem Display.

Apples Zukunft: FaceID für alle Geräte & faltbare Displays? (Bild 1)© Apple

Von der Android-Konkurrenz erwartet Kuo im Jahr 2018 zwar die ersten Smartphone-Modelle mit einem Fingerabdrucksensor unter dem Display, doch der Analyst prognostiziert dieser Technologie keinen anhaltenden Erfolg - vorrangig wegen zu hoher Herstellungskosten und den daraus resultierenden Verkaufspreisen. Aufgrund der von Apple mit dem iPhone X gestarteten Initiative für die 3D-Erkennung sieht er auch das Android-Lager mittelfristig auf entsprechende Technologien umschwenken.

Wenige Tage vor seiner aktuellsten Anlegernotiz hat Kuo im Übrigen bereits prophezeit, dass Apple auch die nächste iPad Pro Generation ausschließlich mit Face ID Sensor ausliefern werde. Sofern der Analyst also im Moment nicht mit völlig falschen Informationen gefüttert wird, scheint Apple so schnell wie möglich sein gesamtes Mobilgeräteportfolio vom erst jüngst auch auf der MacBook Pro Reihe Einzug erhaltenden Touch ID Sensor befreien zu wollen.

Ob nun zur iPad- oder zur iPhone-Generation des nächsten Jahres, leider lassen sich zu beiden Produktreihen noch keine verlässlichen Aussagen machen. Ein vages Gerücht besagt derzeit etwa, dass es 2018 ausschließlich iPhones mit OLED-Display geben könnte, von denen eines ein 5,85 Zoll und eines ein 6,46 Zoll großes Display besitzen soll. Im kommenden November steht nun aber ohnehin erst einmal die Markteinführung des iPhone X an, dem aber aufgrund eines komplizierten Herstellungsprozesses für Teile der verbauten TrueDepth-Kamera nach wie vor eine ziemlich schlechte Verfügbarkeit bis Anfang 2018 nachgesagt wird.

Faltbare iPhone-Display im Jahr 2020

Mit Technologien für iPhones deutlich über das Jahr 2018 hinaus beschäftigt sich ein anderer aktueller Bericht, der von der koreanischen Publikation The Investor veröffentlicht wurde. Diesem nach hat Apple damit begonnen, zusammen mit LG an einem faltbaren Display für zukünftige iPhones zu arbeiten. Dabei sollen sich die Kalifornier ganz bewusst für LG und gegen Samsung, die aktuell unter anderem das OLED-Panel für das iPhone X fertigen, entschieden haben, aus Angst der Erzrivale auf dem Smartphone-Markt könnte dadurch an sensible Informationen über bestimmte Technologien gelangen.

Apples Zukunft: FaceID für alle Geräte & faltbare Displays? (Bild 2)© Apple

LG hat in den vergangen beiden Jahren schon mehrere Prototypen eines faltbaren beziehungsweise biegbaren Displays öffentlich gezeigt, kämpft aber eigenen Angaben nach noch mit der Stabilität von diesen sowie der Möglichkeit, derlei Panels in Serie produzieren zu können. Laut dem Investor-Bericht soll das Unternehmen nun aber ganz speziell für Apple an einem faltbaren OLED-Panel sowie einer dazu passenden flexiblen Hauptplatine arbeiten.

Klar ist aber auch, dass nicht nur LG (zusammen mit Apple), sondern auch Samsung faltbare OLED-Panels für den Smartphone-Markt vorbereitet. Branchenkenner gehen inzwischen davon aus, dass diese in den kommenden Jahren massenmarkttauglich sein werden. Um jedoch für ein Produkt mit der erwarteten Absatzmenge eines iPhones in Frage kommen zu können, wird es wohl 2020 werden.

Die Kooperation zwischen Apple und LG soll im Übrigen noch mehr beinhalten als die Fertigung eines faltbaren Displays. Die Kalifornier haben in LG vorliegenden Informationen nach kräftig investiert, um von dem südkoreanischen Unternehmen spätestens ab 2019 passende (flache) OLED-Panels einkaufen zu können und damit den Zeitraum, in dem Samsung der alleinige Lieferant von OLED-Panels für die iPhone-Familie ist, so klein wie möglich zu halten.

Quellen: MacRumors, The Investor

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