Bixby kommt auf Deutsch und wird offen für Entwickler© Mopolis

Bixby kommt auf Deutsch und wird offen für Entwickler

von Robert Kern
aktualisiert am 21. Dezember 2018

Auf der Samsung Developer Conference in San Francisco hat Samsung große Neuigkeiten verkündet. Der smarte Assistent Bixby soll endlich gleichziehen mit Google, Alexa und auch Siri. In Kürze startet er in vier neuen Sprachen, darunter endlich auch Deutsch.

Als eine "gigantische Sandbox" und eine "blanke Leinwand" stellt Samsung das offene Developer Kit für Bixby vor, das Programmierer mit den nötigen Tools versorgt, um die Künstliche Intelligenz bestmöglich auszunutzen. Das soll sogar die gleiche Software sein, die auch Samsung selbst verwendet.

Aus Entwicklersicht programmiert sich Bixby fast von selbst, das für Programmierer vorgeführte Interface ist enorm einfach.

Bixby läuft nicht nur auf Tablet und Lautsprecher, sondern zum Beispiel auch auf dem Kühlschrank. Das soll aber noch längst nicht alles gewesen sein, deutet Head of Software Eui-Suk Chung an. Smart Home ist einer der wichtigsten Anwendungspunkte eines solchen Assistenten - und Samsung weiß das.

Youtube-Video: Bixby kommt auf Deutsch und wird offen für Entwickler

Samsung geht in die KI-Offensive

“Jetzt ist die Zeit für die KI-Revolution gekommen”, kündigt Samsung massive Schritte und Investitionen an. Wer früh in diesen Markt einsteigt, habe einen großen Vorteil. Angesichts der fortgeschrittenen KI “Alexa” von Amazon und auch Apples Pionierin Siri wirkt Samsungs Engagement fast etwas spät. Mit umfassender Kompatibilität und Partnerschaften mit der Tochter Harman oder Spotify soll das wettgemacht werden. Bisher erwiesen sich die Tasten für Bixby am Galaxy S9+ oder dem Note 9 in unserer Bestenliste noch als weitestgehend nutzlos.

Schon auf der IFA gab es jedoch erste Zeichen auf einen baldigen Deutschlandstart. Die Demoversion dort war nämlich bereits in deutscher Sprache. Und endlich bekommt auch der Bixby-Button einen Zweck, der schon seit dem Samsung Galaxy S8 verbaut wird. Neben Deutsch gehört zu der neuen Welle auch Französisch, Italienisch und Spanisch.

Dazu kommt außerdem noch der Bixby Marketplace, zu dem noch keine weiteren Informationen veröffentlicht wurden. Dort wird es dann vermutlich eine Möglichkeit geben, seine eigenen Skills anderen Nutzern anzubieten, wie man es von Amazon Alexa kennt.

Bixby kommt auf Deutsch und wird offen für Entwickler (Bild 6)© Samsung

Smart Things - Samsung IOT-Plattform

Der Markt für das Internet of Things soll bis zum Jahr 2021 auf 500 Milliarden US-Dollar anwachsen. Noch gibt es laut Samsung zu viel Fragmentierung, die Standards entwickeln sich erst noch. Mit der SmartThings Cloud, einer Smart-Things-App, die alle kompatiblen Geräte zusammenfasst und Partnerschaften will Samsung den Markt übersichtlicher gestalten.

Auch auf Geräteebene arbeitet Samsung an der Vereinfachung: Der SmartThings-Wifi-Router von Plume erkennt Nutzungsmuster und optimiert seine Leistung dementsprechend. Nicht nur die Audio-Tocherfirma Harman wird “connected”, Licht und Klima im Auto sollen ebenfalls per Smartphone gesteuert werden. Den Anfang macht die Luxusmarke Maserati.

“Das Zuhause ist uns natürlich wichtig”

Der SmartThings Button kann mehrere Aktionen auf einen Schlag erledigen. Das Licht dimmen, die Jalousien herunterfahren, die Kamera einschalten - der SmartThings Button sei das beste Beispiel für ein tief vernetztes Zuhause. Benachrichtigungen, wenn das Essen fertig ist, jemand an der Tür klingelt und vor allem Smart TV sind die Anwendungen, auf die Samsung im Zuhause zielt.

“Bixby kann deutlich mehr für die Nutzer tun”, verspricht Samsung neue Möglichkeiten für die Smart TVs. Mit Netflix, Hulu, HBO Now und Spotify hat sich Samsung auch hier starke Partner gesucht. Der Fernseher dient aber auch als Display für alle möglichen Smart-Home-Funktionen.

Bixby kommt auf Deutsch und wird offen für Entwickler (Bild 5)© Samsung

One UI - Ein neues, natürlicheres Android

Auch das Telefon sei noch lange nicht am Ende seiner Möglichkeiten. “Wir entwickeln eine komfortablere Smartphone-Erfahrung für unsere Nutzer”, kündigt Samsung die neue Android-Oberfläche? “One UI” an.

Alle Infos sollen auf den ersten Blick ersichtlich sein. Seit dem Galaxy S7 wurden die Optionen in den System Settings von 36 auf 17 reduziert, demonstriert Samsung die Umsetzung. Ein cleanerer Look, eine flüssigere Bedienung und adaptive Elemente sind wesentliche Komponenten. Wenn der Nutzer einen Anruf machen will, zeigt Samsung nur dafür wichtige Funktionen zum Beispiel.

Bixby kommt auf Deutsch und wird offen für Entwickler (Bild 4)© Samsung

Die Einhandbedienung soll auch bei großen Displays wieder ermöglicht werden. “Bei den großformatigen Smartphones muss man bei traditioneller Software schon die Beweglichkeit eines Pianisten haben”. Samsung verschiebt Elemente mit informationellem Charakter nach oben und beschränkt die Interaktionen der Nutzer auf den unteren Teil des Bildschirms.

Mit einem augenschonendem Nachtmodus, einer klareren Farbgebung undwird der Umgang mit den Galaxy-Smartphones ebenso spürbar bequemer. Der Beta-Test von One UI startet noch im November unter anderem in Deutschland, den USA und Korea. Das S9+ und das Note 9 aus unserer Bestenliste gehören zu den ersten Smartphones mit dem One-UI-Update.

Das faltbare Display, noch dünnere Ränder

Amoled ist dünner, leichter und flexibler. Wir waren die ersten und haben es stets verbessert. Jetzt sind wir die besten mit dem Infinity-Display und 1000% mehr Auflösung seit den Anfängen. 2011 galaxy note created whole new category, “wir hatten Recht, jetzt wollen alle Großformat”.

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Dafür hat Samsung die Bildschirmränder auf ein Minimum reduziert, um mit einer hohen Display-to-Body-Ratio die Handhabung der Smartphones zu garantieren. Mit kommenden Smartphones will Samsung das Infinity-Display auf die Spitze treiben. “Wir können es kaum erwarten, euch die bahnbrechenden Neuerungen zu zeigen.

Das Infinity-Flex-Display zeigt Samsungs Technologie für die Smartphone-Zukunft. “Endlich ist es da” zeigt Samsung den Prototypen bei abgedunkeltem Licht. Alles will der Hersteller noch nicht zeigen und die Umrisse lassen ein eher klobiges Design erahnen. Die zweite Generation “Faltbar” wird wahrscheinlich tatsächlich stylisch. One UI ist auf das Dual-Display abgestimmt. Im Smartphone-Modus wird das Wesentliche gezeigt, zum Tablet aufgefaltet erweitert sich die Darstellung natürlich.

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