Coffee Lake: Intel stellt Desktop-CPUs der 8. Core Generation vor© Intel

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Coffee Lake: Intel stellt Desktop-CPUs der 8. Core Generation vor

Johannes Schaller, vom

Intel hat einige Tage früher als zuvor geplant, die ersten Desktop-Prozessoren der 8. Core Prozessor Generation offiziell enthüllt. Ab dem 5. Oktober 2017 werden sechs neue CPU-Modelle des US-Chipriesen für den Mainstream-PC-Markt erhältlich sein, die mit bis zu sechs physikalischen Kernen und 4,7 Gigahertz Taktfrequenz aufwarten.

Nach der Ankündigung von ein paar neuen Mobil-Prozessoren mit vier Kernen – Codename „Kaby Lake Refresh“ - im vergangenen August hat Intel nun eine Reihe brandneuer Desktop-CPUs vorgestellt, die ebenfalls zur 8. Core Generation gehören. Diese wurden allerdings unter dem Codenamen „Coffee Lake“ entwickelt und werden in dem bislang fortschrittlichsten Intel-Herstellungsverfahren produziert, das der US-Chipgigant als „14++nm“ bezeichnet.

Die bedeutendste Änderung, die Intel an den Coffee Lake Desktop-CPUs im direkten Vergleich zu den Kaby Lake Vorgängern vorgenommen hat, ist die Erhöhung der Anzahl der physikalischen Kerne quer durch die Bank. Die günstigsten Core i3 Modelle haben nun vier anstatt nur zwei und die Core i5 Modelle sowie die Core i7 Topmodelle sechs anstelle von vier Kernen zu bieten. Bei den Core i7 Chips ist außerdem zu beachten, dass diese wie bisher gewohnt exklusiv Hyper-Threading unterstützen und somit bis zu 12 Threads parallel verarbeiten können.

Intel Core 8. Generation Coffee Lake© Intel

Insbesondere dank der erhöhten Kernanzahl, aber auch wegen des weiter optimierten Herstellungsprozesses und daraus resultierenden, hohen Taktraten sowie fein abgestimmten Turbo-Boost-Frequenzen verspricht Intel für seine neuen Desktop-Chips eine Leistungssteigerung in fordernden Anwendungen zur Inhaltserstellung oder ähnlichem von bis zu 32 Prozent verglichen mit entsprechenden CPUs der 7. Core-Generation sowie bis zu 65 Prozent im Vergleich zu drei Jahre alten Core-Prozessoren. Davon abgesehen sollen die Coffee Lake CPUs auch wahre Gaming-Monster sein und in diesem Bereich bis zu 25 Prozent mehr leisten können als die Vorgängergeneration. Der Flaggschiff-Chip Intel Core i7-8700K wird von dem Unternehmen gar vollmundig als „bester Gaming Desktop Prozessor aller Zeiten“ beworben.

Intels Portfolio von Desktop-CPUs der 8. Core Generation wird sich zum Marktstart aus insgesamt sechs Modellen zusammensetzen:

  • Core i3-8100 mit 4 Kernen / 4 Threads, 3,6 GHz Basistakt für rund 117 US-Dollar
  • Core i3-8350K mit 4 Kernen / 4 Threads, 4,0 GHz Basistakt für rund 168 US-Dollar
  • Core i5-8400, mit 6 Kernen / 6 Threads, 2,8 GHz Basistakt und bis zu 4,0 GHz Turbo für rund 182 US-Dollar
  • Corei5-8600K, mit 6 Kernen / 6 Threads, 3,6 GHz Basistakt und bis zu 4,4 GHz Turbo für rund 257 US-Dollar
  • Core i7-8700, mit 6 Kernen / 12 Threads, 3,2 GHz Basistakt und bis zu 4,6 GHz Turbo für rund 303 US-Dollar
  • Core i7-8700K mit 6 Kernen / 12 Threads, 3,8 GHz Basistakt und bis zu 4,7 GHz Turbo für rund 359 US-Dollar

Alle Coffee Lake CPUs haben gemein, dass sie eine Intel UHD 630 Grafikeinheit integrieren und DDR4-Speicher sowie ein Mainboard mit neuem Intel Z370 Chipsatz benötigen. Letzteres wurde laut Intel aufgrund veränderter Stromversorgung nötig, obwohl die Desktop-Prozessoren der 8. Generation weiterhin in den bekannten Sockel LGA1151 passen. Unterschiede zwischen den Core i3, i5 und i7 Modellen gibt es abgesehen von Kern-Anzahl und Taktfrequenz auch hinsichtlich der Größe des L3-Caches, der unterstützten RAM-Geschwindigkeit sowie natürlich der TDP (Thermal Design Power). Das Flaggschiff Core i7-8700K beispielsweise wartet mit 12 Megabyte L3-Cache, Unterstützung für DDR4-2666-RAM und einer TDP von 95 Watt auf. Ebenfalls zu beachten ist, dass in bekannter Intel-Tradition nur die mit einem „K“ gekennzeichneten Modelle einen freien Multiplikator aufweisen und sich so unkompliziert übertakten lassen sollen.

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Die neuen Desktop-CPUs der 8. Core Generation sind von Intel für den Mainstream-Markt entwickelt worden, bieten also nicht ganz die Feature-Liste, die das High-Performance-Segment im Grunde verlangt. Dafür ist beim Chip-Spezialisten nämlich die Core X Plattform zuständig. Mit Blick auf die versprochenen Leistungswerte der übertaktbaren Coffee Lake Sechskerner dürften sich aber einige Core X Modelle demnächst - insbesondere hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses - warm anziehen müssen.

Wie genau sich Intels Desktop-Prozessoren der 8. Core Generation im Alltagseinsatz sowie in den unterschiedlichsten PC-Spielen schlagen, das müssen die ersten unabhängigen Tests in den kommenden Wochen zeigen. Den offiziellen Marktstart der Chips hat Intel für den 5. Oktober 2017 angesetzt.

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