DJI Mavic 2 Pro und Zoom vorgestellt© DJI

DJI Mavic 2 Pro und Zoom vorgestellt

von Jonathan Kemper
aktualisiert am 23. August 2018

Mehrfach hatte der chinesische Hersteller DJI die Präsentation seiner neuen Drohnen verschoben. Jetzt war es endlich soweit und in New York wurden die Mavic Pro 2 und die Mavic Zoom vorgestellt.

Die Präsentation der neuen DJI-Mavic-Generation fängt eher tragisch an. Es geht um einen K2-Bergsteiger, der auf seiner Expedition vom Weg abkam. Doch was hat das auf so einem Event zu suchen? Sein Kollege nutzte natürlich eine DJI Mavic Pro, um ihn ausfindig zu machen und sein Leben zu retten. DJI führt sogar eine Statistik, wieviele Menschen so vor dem Tod bewahrt worden seien und zählt bislang 144.

Vor wenigen Tagen hatten wir dir bereits eine Übersicht über die beiden neuen Drohnen gegeben, noch basierend auf den Gerüchten. Doch zeigt sich jetzt: Fast alle davon haben gestimmt. Die zweite Generation der Mavic führt ein neues Modell ein. Neben der Mavic 2 Pro ist jetzt nämlich auch eine Mavic 2 Zoom verfügbar.

Youtube-Video: DJI Mavic 2 Pro und Zoom vorgestellt

Beide Drohnen haben jeweils eine ganz besondere Neuerung. Während die Mavic 2 Pro erstmalig eine Kamera des schwedischen Machers Hasselblad verbaut, wartet die Mavic 2 Zoom mit einer variablen Brennweite auf. Die Kooperation mit Hasselblad kommt nicht von ungefähr. Nach der Veröffentlichung der ersten Mavic Pro vor etwa zwei Jahren hat DJI große Anteile an der Firma erworben und kann so optimal auf die hochwertigen Ressourcen zugreifen.

Erste Drohnenkamera im Vollformat

Daher wundert es nicht, dass ordentlich am Sensor geschraubt wurde. Die Mavic 2 Pro ist die welterste Drohne mit einem vollformatigen 1-Zoll-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 20 MP. Zudem ist eine variable Blende zwischen f/2.8 und f/11 an Bord. Die Bildqualität steigt auch dank höherer Datenraten. Statt Videos nur mit einer Tiefe von 8 Bit aufzunehmen, sind jetzt dank 10 Bit Dlog-M viermal mehr Farben möglich. Neu hinzugekommen ist auch der moderne H.265-Codec, der im Vergleich zum herkömmlichen H.264-Standard bis zu 50 Prozent mehr Bildinformationen speichern kann. Es bleibt bei der Wiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde im 4K-Format.

Die Mavic 2 Zoom hingegen setzt noch auf einen 1/2.3-Zoll-Sensor, kann dafür jedoch die Brennweite zwischen 24 und 48 Millimetern stufenlos variieren. Das bedeutet: Ganz automatisch ist ein sogenannter Dolly Zoom machbar, der einem Objekt wesentlich mehr Tiefe verleiht und ein Video deutlich aufwerten kann.

Um Funkstörungen zu vermeiden, wechselt OcuSync 2.0 ganz automatisch zwischen 2,4 und 5,8 GHz. Up- und Downlink sind außerdem auf verschiedenen Frequenzen angesiedelt. Mit der Mavic 2 ist jetzt eine Reichweite von bis zu acht Kilometern möglich. In Deutschland bist du per Gesetz allerdings dazu verpflichtet, die Drohne immer im Blick zu haben.

Youtube-Video: DJI Mavic 2 Pro und Zoom vorgestellt

Leiserer Betrieb, mehr Speed, längere Flugzeit

Die neuen Motoren sorgen für einen leiseren Betrieb, eine längere Flugzeit von bis zu 31 Minuten trotz erhöhtem Gewicht (907g) und eine maximale Geschwindigkeit von 72 km/h im Sportmodus, solange dir der Wind keinen Strich durch die Rechnung macht.

Das Thema Sicherheit nimmt DJI ebenfalls sehr ernst. Das Assistenzsystem „APAS“ erkennt Hindernisse nun vorne, hinten, rechts, links und per Infrarot sogar den Abstand nach oben. Noch immer sollte man sich als Pilot natürlich mit der Umgebung vertraut machen, da DJI auch keine Haftung übernimmt.

Mit Active Track 2.0, Point of Interest, Waypoint 2.0, Asteroid und Boomerang sind verschiedene Automatik-Aufnahmemodi vertreten, die Mavic 2 Zoom kann zusätzlich noch Dolly Zoom.

Jetzt erhältlich ab 1.249 Euro

Ab sofort können die Mavic 2 Pro, die Mavic 2 Zoom sowie eine Menge Zubehör im deutschen DJI-Store bestellt werden und der Hersteller verspricht eine schnelle Lieferzeit von maximal fünf Tagen. Die Zoom ist mit 1.249 Euro etwas günstiger, die neue Pro schlägt mit 1.449 Euro zu Buche. Ein Bundle mit den DJI Goggles RE packt nochmal 399 Euro oben drauf. Das beinah unerlässliche "Fly More"-Paket mit Zubehör wie weiteren Akkus, Ersatzrotoren und einer Tasche bietet DJI für 319 Euro an.