Gigaset erweitert sein Geschäftsfeld auf Smart Home© Gigaset

Gigaset erweitert sein Geschäftsfeld auf Smart Home

von Jonathan Kemper
aktualisiert am 08. Februar 2019

Der deutsche Hersteller Gigaset schafft sich mit Smart Home ein zweites Standbein, Festnetztelefonie und Smartphones bleiben aber weiterhin Kerngeschäft. Seit 2015 wurden bereits einige Personaländerungen vorgenommen, die die Ex-Siemens-Tochter wieder auf Kurs bringen sollen.

Gigaset rühmt sich damit, der erste Smartphone-Macher zu sein, der das Label „Made in Germany“ wirklich ernstnimmt. Der Markt ist aber hart umkämpft und die Konkurrenz vor allem aus Fernost riesig und günstig.

Smartphone-Markt schrumpft

Chef Klaus Weßing will die Preisspanne zwischen 200 und 400 Euro attackieren, die seiner Meinung nach einen kurzen Produktzyklus von etwa neun Monaten verzeichne. Jüngste Analysen haben allerdings gezeigt: Die Kunden sind bereit, für Premium-Smartphones mehr Geld auszugeben, tauschen dieses jedoch auch seltener aus.

Weltweit gehen die Smartphone-Absätze zurück. Für eine noch recht junge Marke ist es dementsprechend schwierig, sich zwischen den laut Weßling 1.200 Mitbewerbern durchzusetzen. In Deutschland bringt es Gigaset auf rund einen Prozent.

Smart Home soll neues Standbein schaffen

Geldbringer im Unternehmen ist und bleibt die Festnetztelefonie. In Europa ist Gigaset Marktführer, in 200 Millionen Haushalten steht ein Produkt. DECT hat aber keine große Zukunft mehr vor sich und darauf versucht Gigaset zu reagieren.

Eine solche Alternative könnte Smart Home sein. Und hier geht Gigaset in die Vollen, ein kompletter Dienstleister soll die Firma werden. Zudem soll es nicht nur für die Industrie, sondern auch für den Normalverbraucher Hard- und Software-Lösungen geben.

Quelle: ComputerBase