Im Test: Bose SoundLink Revolve & Revolve+ Lautsprecher© Bose

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Im Test: Bose SoundLink Revolve & Revolve+ Lautsprecher

Stefan Trunzik, vom

Wir machen den Test: Die neuen Bose SoundLink Revolve & Revolve+ Bluetooth Speaker versprechen satten 360° Sound und Party-Feeling für unterwegs. Zudem sollen die tragbaren Lautsprecher besonders stabil, wasserabweisend und einfach zu bedienen sein. Haben wir hier etwa unseren Audio-Favoriten für den anstehenden Sommer?

Ich bin schon länger auf der Suche nach einem 360 Grad Lautsprecher, der meine Anforderungen an einen sehr guten Klang und eine gleichzeitig hohe Mobilität erfüllt. JBL und Ultimate Ears haben dafür gute Kandidaten im Rennen, die allerdings klanglich nicht mit meinem „all time favorite“ SoundLink Mini 2 mithalten können. Der Zuwachs in der SoundLink-Familie kommt mir also gerade recht. Schließlich verspricht Bose mit den neuen Revolve und Revolve+ Speakern seine „leistungsstärksten tragbaren Bluetooth-Lautsprecher aller Zeiten“ auf den Markt zu bringen.

Ich gehe mit meiner Laterne

Das Design trifft genau meinen Geschmack, obwohl vor allem der Revolve+ in der Bose Community oft mit einer Laterne verglichen wird. Haptik und Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses spielen auf hohem Niveau und durch den IPX4 Schutz kann auch ein Regenschauer überstanden werden. Weniger habe ich bei einem Preis von 230 bis 330 Euro aber auch nicht erwartet. Die gummierte Bedienfläche mit seinen sechs Tasten ist dabei selbsterklärend, verdreckt aber beim täglichen Gebrauch schneller als gedacht. Ähnlich sieht es bei der anthrazitfarbenen Metall-Beschichtung mit Kratzern aus. Die SoundLink Revolve Lautsprecher zum Schlüssel und zu anderen scharfkantigen Gegenständen in den Rucksack zu werfen, kann ich dir nicht empfehlen.

Bose SoundLink Revolve+© Bose

Bevor du dich entscheidest, stehst du vor der gleichen Frage wie ich. Welchen Speaker wähle ich: Revolve oder Revolve Plus? Der normale Revolve ist mit 660 Gramm deutlich leichter als sein großer 900 Gramm Bruder. Dafür bietet der Revolve+ mit bis zu 16 Stunden etwa vier Stunden mehr Akkulaufzeit, besitzt den praktischen Tragegriff und bringt klanglich mehr „Wumms“ mit. Du musst dich also zwischen leicht sowie kompakt oder langlebiger und lauter entscheiden. Ich persönlich würde zum Bose Revolve+ greifen, da ich öfter mein Wohnzimmer und die Terrasse beschalle, als unterwegs im Park die Party zu starten.

Starker 360° Sound mit ordentlich Bass

Die Bewertung des Klangs ist natürlich vergleichsweise subjektiv. Während ich mich in meiner Freizeit gerne durch die Billboard Top 100 höre, hast du vielleicht speziellere Wünsche. Also habe ich mich für dich durch Pop, Rock, Elektro, Klassik und Jazz gehört und kann am Ende meines Tests ein durchweg positives Fazit in Sachen Sound ziehen. Die Revolve und Revolve+ Bluetooth Lautsprecher legen im Vergleich zum SoundLink Mini 2 noch einmal eine kraftvolle, lautere und ausgeglichene Sound-Schippe oben drauf. Bässe kommen hervorragend zur Geltung und die Balance zwischen Mitten und Höhen ist auch bei hohen Lautstärken gegeben.

Auf mehr als 85-90% Volume würde ich jedoch nicht hochfahren. Das ist laut genug, ohne das die Qualität leidet. Außerdem kommt es darauf an, wo du die Speaker im Raum positionierst und auf welcher Oberfläche sie stehen. Da gibt es in Sachen Resonanz und Reflektion schon deutliche Klangunterschiede. Wirklich negativ kann ich aber bisher über kein Szenario berichten, da schwankt es eher zwischen guter und sehr guter Positionierung.

Bose SoundLink Revolve© Bose

Überzeugen konnten mich die Bose SoundLink Revolve und Revolve+ Lautsprecher auch in Sachen Anschlüsse. Am einfachsten funktioniert es natürlich über den kabellosen Bluetooth-Weg, der auch mit NFC erreichbar ist und in der Praxis eine maximale Reichweite von 10-15 Meter bietet. Die 3,5 Millimeter Klinken-Buchse nutze ich aber zum Beispiel in Kombination mit dem stationären Amazon Echo Dot und die Micro-USB-Verbindung zum Anschluss an meinem Desktop PC, der kein Bluetooth-Modul besitzt. Der Quellen-Wechsel ist dabei sogar mit nur einem Knopfdruck erledigt und ich kann schnell zwischen den unterschiedlichen Eingängen entscheiden.

Die Software braucht besseres Feintuning

Die empfohlene Bose Connect App benötigst du eigentlich nur für das Aktualisieren der Firmware und die einfachere Kopplung zweier Revolve Lautsprecher. Denn im so genannten Party Mode oder Stereo-Betrieb kannst du deine Fete noch besser aufpeppen. Die Kombination von Revolve und Revolve+ ist dabei problemlos möglich, einen SoundLink Mini 2 kannst du hingegen nicht einbinden. Laut Bose soll die Paarung zwar auch manuell ohne App durch Tastendruck möglich sein, doch im Test hat das kein einziges Mal funktioniert. Gescheitert bin ich auch am Versuch Revolve Speaker mit unterschiedlichen Firmware-Versionen im Party Mode zu betreiben. Da schon die Vorbereitung eines Firmware-Updates über die App 1-2 Stunden in Anspruch nimmt, stößt das bei mir sauer auf.

Bose Connect App© Mopolis

Wirklich überrascht hat mich das integrierte Mikrofon. Ich telefoniere selten mit einer Freisprecheinrichtung, aber die Qualität konnte mich und auch meinem Anrufpartner überzeugen. Somit könnte ein Bose SoundLink Revolve oder Revolve+ auch gerne mal in einem Konferenzraum Platz finden. Davon profitieren natürlich auch deine Sprachassistenten. Mit einem Tastendruck kannst du Apples Siri oder den Google Assistent aktivieren und Befehle ausführen. Die klassischen Worte „Ok Google“ oder „Hey Siri“ musst du dabei aber vergessen, denn dann reagiert nur dein Smartphone, ohne das die Bluetooth-Lautsprecher angesprochen werden.

Bose SoundLink Revolve & Revolve+© Mopolis

Ein nettes Gimmick ist das Universalgewinde an der Unterseite der Speaker. So kannst du dein Bose Revolve einfach auf ein herkömmliches Stativ schrauben und zum Beispiel im Garten platzieren. Aber egal ob fest platziert oder mobil unterwegs, auf die Akkulaufzeit solltest du stets achten. Die Angaben von Bose sind mit 12 Stunden (Revolve) und 16 Stunden (Revolve+) etwas hoch gegriffen. Je nach eingestellter Lautstärke solltest du eher mit 8-12 Stunden rechnen. Das kann die eingangs erwähnte Konkurrenz von JBL und Ultimate Ears deutlich besser, dafür steht Bose mit einem herausragenden Klang einfach höher in der Nahrungskette der Bluetooth Lautsprecher.

Fazit: Fast perfekt, für mich optimal!

Bose kann sein Versprechen halten und mich mit den neuen SoundLink Revolve und Revolve+ überzeugen. Der 360 Grad Sound ist wunderbar ausgeglichen, laut und der Bass kommt nicht zu kurz. Schön das Bose den beliebten SoundLink Mini 2 klanglich toppen konnte, denn so lohnt sich auch das Upgrade auf die neuen Bluetooth-Speaker. Optisch gut verpackt gefällt mir zudem der Party Mode zweier Revolve-Geräte, die zusätzlichen Anschlüsse sowie die anständige Freisprechfunktion. Und durch den Schutz gegen Spritzwasser kann ich den Speaker auch problemlos im Bad platzieren oder durch den Regen tragen.

Bose SoundLink Revolve© Bose

Perfektion hätte Bose erreicht, wären die Revolve komplett wasserdicht (IPX7) und hätten sie mehr Durchhaltevermögen. Auch an der Software muss Bose noch ordentlich feilen. Firmware-Updates nehmen über die Bose Connect App zu viel Zeit in Anspruch, der Party-Modus ist nur bei gleicher Software-Version möglich und der zusätzliche Funktionsumfang hält sich in Grenzen. Hier hat Bose noch ordentlich Luft nach oben, ohne die Hardware verändern zu müssen.

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