Nikon Z6 und Nikon Z7 präsentiert © Nikon

Nikon Z6 und Nikon Z7 präsentiert

von Jonathan Kemper
aktualisiert am 24. August 2018

Nikon hat die beiden spiegellosen Vollformatkameras Z6 und Z7 endlich der Weltöffentlichkeit gezeigt und legt damit den Grundstein für eine neue DSLM-Generation. Daran gekoppelt ist auch ein neues Bajonett. Ab sofort kannst du sie vorbestellen.

Lange hat es gedauert, bis jetzt die beiden Kameras Nikon Z6 und Nikon Z7 präsentiert worden sind. Möchte man einen Vergleich zu den Modellen von Sony ziehen, entsprächen sie der Sony A7 III und der Sony A7r III. Mit der neuen Produktreihe wurde auch das Z-Bajonett eingeführt, welches mit einem Durchmesser von 55 mm gegenüber dem alten F-Bajonett mit 47 mm deutlich gewachsen ist. Doch keine Sorge: Nikon hat natürlich auch schon einen passenden Adapter parat.

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Die Nikon Z6 hat eine Auflösung von 24,5 MP und bietet ISO-Werte zwischen 100 und 51.200. Gepowert wird der Sensor von dem neuen Expeed-6-Prozessor, der mit bis zu elf Serienbildern pro Sekunde und 273 Messfeldern im Autofokus zu beeindrucken weiß. Des Weiteren deckt der Fokus 90 Prozent der Sensorfläche ab.

Noch besser ist die Nikon Z7 mit einer Auflösung von 45 MP. Im erweiterten ISO-Bereich kannst du zwischen 32 und 102.400 die Kamera an die aktuellen Lichtverhältnisse sehr genau anpassen. Während die Serienbildfunktion auf maximal neun Bilder pro Sekunde beschränkt ist, steigt die Anzahl der AF-Messfelder auf 493. Neben dem QVGA-Sucher ist auch hier ein 3,2-Zoll-Touchdisplay verbaut, zusätzlich ist die Steuerung im Übrigen über einen Joystick möglich.

Die Sensoren sind im Übrigen beweglich gelagert, daher vertraut der japanische Hersteller auf eine Bildstabilisierung auf fünf Achsen, die auch noch mit dem FTZ-Adapter funktioniert.

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Vorabtester sind begeistert

Ersten Erfahrungsberichten nach, basierend auf Vorserienmodellen, halten die beiden Kameras, was sie versprechen. Tester stellen ihnen ein erstklassiges Gehäuse mit „echtem Nikon-Feeling“ aus, was vor allem am Griff liegen soll. Mit kleineren Händen habe man jedoch Probleme die Funktionstasten zu erreichen, so das Branchenmagazin DPReview.

Der elektronische Sucher bietet eine QVGA-Auflösung und ist den Testern zufolge „klar, präzise und einfach phänomenal“. Der Unterschied zu einem optischen Sucher sei kaum merkbar. Der Touchscreen leiste ebenfalls gute Arbeit. Nicht nur für Fotografen sollen sich die Nikon Z6 und die Nikon Z7 eignen. Erstmalig merke man Nikon an, dass sie auch die Bedürfnisse von Videografen ernstnehmen.

Nikon hat für die nähere Zukunft bereits konkrete Pläne veröffentlicht. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen 20 neue Objektive in den Handel gebracht werden. Das weitet das Angebot, das bisher nur aus drei Objektiven und einem Adapter besteht, massiv aus. Noch in diesem und nächsten Jahr kannst du dich auf vier Objektive mit variablen Brennweiten zwischen 14 und maximal 200 mm freuen, fünf weitere sind mit Festbrennweiten und einer Blendenöffnung von bis zu f/0.95 geplant.

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Paketpreise sparen dir 500 Euro

Ab sofort kannst du die Nikon Z6 und die Nikon Z7 vorbestellen, laut Hersteller wird ab dem 20. September geliefert. Die Nikon Z6 mit dem FTZ-Adapter kostet dich 2.449 Euro, mit dem Kit-Objektiv (24-70 mm, f/4) werden 2.899 Euro fällig. Body, Objektiv und Adapter im Pakt werden für 3.049 Euro angeboten.

Noch etwas teurer kommt dich die Nikon Z7 mit einem Grundpreis samt Adapter von 3.849 Euro. Zusammen mit dem Objektiv ist die Z7 für 4.299 Euro gelistet, das Gesamtbundle mit Objektiv und Adapter kostet 4.449 Euro.

Solltest du dir eine der beiden Kameras kaufen wollen, empfehlen wir dir, das Objektiv direkt dazuzukaufen. Separat wird es nämlich etwa 1.100 Euro kosten, dementsprechend sparst du 500 Euro gegenüber dem Einzelpreis. Mit einer Brennweite zwischen 24 und 70 mm bist du auch schonmal für vielfältige Einsatzzwecke bestens gerüstet.