Oculus Connect: Zwei autark arbeitende VR-Headsets vorgestellt© Oculus

Virtual Reality
Oculus Connect: Zwei autark arbeitende VR-Headsets vorgestellt

Johannes Schaller, vom

Zu seiner Hausmesse Oculus Connect hat VR-Spezialist Oculus mehrere wichtige Hard- und Software-Ankündigungen vorgenommen. Unter anderem enthüllte die Facebook-Tochter das eigenständig funktionierende Virtual Reality Headset Oculus Go, das ab November als Entwicklerversion für 199 US-Dollar erhältlich sein wird.

Auf der Hardware-Seite waren die zwei wichtigsten Präsentationen die über neue VR-Headsets, die autark arbeiten, sprich kein zusätzliches und teureres Gerät mit Rechenleistung, wie etwa Desktop-PC oder High-End-Smartphone, benötigen. Im Bereich Software wurden Neuerungen für die bestehende Oculus Rift Plattform, aber auch brandneue Entwicklungen präsentiert.

Oculus Go

Mit dem Oculus Go enthüllte Oculus ein neues, relativ kostengünstiges Headset, welches einen ähnlichen Qualitätsgrad erreichen soll wie bekannte Mobile-VR-Lösung, wie zum Beispiel die GearVR von Samsung oder Googles DayDream View, ohne dafür jedoch ein Smartphone zu benötigen. Das funktioniert, indem direkt im neuen Headset ein bislang nicht näher bestimmtes SoC verbaut ist, das die Berechnungen übernimmt.

Oculus Go© Oculus

Interessant am Oculus Go ist auch, dass die dafür verwendeten Linsen und das Display laut Hersteller hochwertiger sind als beim teureren Rift. Die Display-Auflösung des Go beträgt 2.560 × 1.440 Pixel. Zudem sind die Schaltzeiten niedriger und der Pixelfüllfaktor höher als beim PC-Headset. Lautsprecher sind direkt im Headset integriert, was alles zusammengenommen das Nutzererlebnis deutlich aufwerten soll.

Um die Kosten niedrig zu halten, weist das neue Go-Headset von Oculus aber natürlich auch einige Limitierungen auf. So ist beispielsweise keine Positionsbestimmung des Nutzers im Raum möglich, das gesamte Tracking ist analog zu GearVR oder DayDream View auf Rollen, Drehen und Neigen beschränkt und der dazugehörige Controller ist exakt derselbe, wie er bereits bei GearVR zum Einsatz kommt.

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Oculus wird vom neuen Go-Headset ab November eine Entwicklerversion zum Preis von 199 US-Dollar anbieten. Damit einhergehen wird außerdem die Verfügbarkeit eines Software-Kits für Entwickler. Für den Endverbrauchermarkt breit verfügbar soll das Headset dann im Laufe des nächsten Jahres sein. Laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird Oculus Go ein wichtiger Schritt hin zum großen Hauptziel des Konzerns sein, nämlich 1 Milliarde Nutzer für Virtual Reality Erfahrungen zu gewinnen.

Project Santa Cruz

Das zweite autark arbeitende Headset ist streng genommen keine Neuvorstellung, sondern der zweite Prototyp des bereits vor einem Jahr erstmals erwähnten „Project Santa Cruz“. Dabei handelt es sich um ein neues High-End-Headset, das besonders spektakuläre Reisen in virtuelle Welten ohne verbundenen Gaming-PC ermöglichen soll und damit gewissermaßen die Zukunftsvision der VR-Erfahrung von Oculus verkörpert.

Oculus Project Santa Cruz© Oculus

Der überarbeitete Santa Cruz Prototyp ist rein äußerlich unmissverständlich viel näher an einem serienreifen Produkt als die im letzten Jahr gezeigte Version und präsentierte sich deutlich abgespeckt. Das Headset beherrscht fortschrittliches Inside-out-Tracking mit vier Kameras und der Nutzer erhält mit den dazugehörigen Controllern, die im Gegensatz zu den bekannten Touch-Controllern anstelle eines Analogsticks ein Touchpad aufweisen, vollen 360-Grad-Bewegungsspielraum.

Aus technischer Sicht gibt es leider nach wie vor nicht mehr zu Project Santa Cruz zu vermelden, da sich Oculus diesbezüglich sehr verschwiegen gibt. Vor einer Markteinführung müssen also noch besonders wichtige offene Fragen wie die nach der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der integrierten Prozessoren und nach der Akkulaufzeit oder der Art und Qualität des Displays beantwortet werden.

Neuer Preis für Oculus Rift plus Touch

Nach der in den vergangenen Monaten als vorübergehende Rabattaktion beworbenen Preissenkung des Pakets bestehend aus Oculus Rift Headset und Touch-Controllern auf 399 US-Dollar macht Oculus diesen Betrag nun zum dauerhaften Verkaufspreis. Hierzulande dürfte der Preis des VR-Komplettsets damit weiterhin bei 449 Euro liegen.

Oculus Rift Bundle© Oculus

Rift Core 2.0

Oculus hat auch hinsichtlich der eigenen Software ein paar Änderungen vorgestellt. So wird mit Rift Core 2.0 demnächst das bislang größte Update für die VR-Umgebung von Oculus Rift erscheinen. Die wichtigsten Verbesserungen dieser Aktualisierung bekommt die zentrale Anlaufstelle Oculus Home spendiert, die dadurch persönlicher und sozialer werden soll. Nutzer können den Angaben des Unternehmens nach somit bald beispielsweise virtuelle Bilder oder Möbel frei in Home platzieren und Freunde zu sich ins virtuelle Wohnzimmer einladen.

Oculus Home© Oculus

Dank dem neuen Interface „Dash“ wird es darüber hinaus möglich sein, klassische Desktop-Anwendungen inmitten der VR-Umgebung in schwebenden Fenstern auszuführen. Die Anwendungen sollen dabei ähnlich wie in einem „echten“ Multi-Monitor-Setup behandelt werden. Den aktuellen Plänen von Oculus nach wird Rift Core 2.0 als Beta-Version ab Dezember 2017 für Rift-Nutzer weltweit erhältlich sein.

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