Dell XPS 13 (9360):
Das kleinste Ultrabook im Test

von Robert Kern
aktualisiert am 04. Januar 2018

Seit Jahren zählt das Dell XPS 13 zu den besten Ultrabooks. Es packt 13,3 Zoll in einen extrem kleinen Fußabdruck und trumpft mit Leistung, Konnektivität und Ausdauer auf. Nun findet sich ein Intel Quad-Core Prozessor im Aluminium-Gehäuse, der eines der besten Notebooks noch besser macht.

Never change a winning system
Winzig, robust und hochwertig mit Traditionsbewusstsein

Im Januar 2012 hat Dell das erste XPS 13 auf der CES in Las Vegas vorgestellt, das seither zur Spitzenklasse in dieser Kategorie zählt. Samsung und Sony haben sich aus dem Markt verabschiedet, Lenovos Yoga, HPs Spectre und mittlerweile auch Razers Blade Stealth stießen dazu. Kein Konkurrent liefert allerdings so beständig wie Dell. Auch die 7. Generation des XPS 13 überzeugt als sichere Kaufempfehlung.

  1. Design & Verarbeitung
  2. Die verschiedenen Varianten
  3. Display, Tastatur & Touchpad
  4. Technische Daten
  5. Performance & Akkulaufzeit
  6. Unser Fazit
  7. Preisvergleich
  8. Das sagen die Kollegen

Im Wesentlichen handelt es sich nur um eine Verfeinerung eines Erfolgsrezeptes: Dell packt zeitgemäße Hardware in ein äußerst handliches und robustes Sandwich aus Aluminium. Im Innenraum findet sich eine Softtouch-Gummierung, die Kohlefaser mit High-Tech-Look durchschimmern lässt. Die schmalen 5,2-Millimeter-Ränder um den farbenfrohen 13,3-Zoll-Touchscreen sorgen dafür, dass der Fußabdruck des kompletten Geräts kaum größer als das Display ist. Mit einem Gewicht von 1,29 kg ist das XPS 13 zudem sehr leicht.

Wir müssen die Leistung anerkennen, dass das drei Jahre alte Design immer noch modern aussieht, die Haptik sich immer noch so gut anfühlt und die Verarbeitungsqualität perfektioniert wurde.

Dell XPS 13© Mopolis
Mit 15mm Bauhöhe an der dicksten Stelle ist das XPS 13 nicht das dünnste Ultrabook. Dafür ist es dank dünner Displayränder an den Seiten 1 bis 2 cm schmaler als die Konkurrenz.

Es sind nur Kleinigkeiten auszusetzen

Nicht nur, dass das Design auch nach Jahren noch begeistert, das XPS 13 macht auch mit der Hardware fast alles richtig. Fast, weil es die Webcam gezwungenermaßen unvorteilhaft platziert und zumindest in dieser Generation noch auf einen proprietären Ladeanschluss setzt. Die Kamera muss unters Display, um die kompakten Abmessungen zu ermöglichen – wir verstehen den Kompromiss und würden das genauso machen.

Dell XPS 13© Mopolis
Das bewährte und mehrfach ausgezeichnete Design hat sich in den letzten Jahren nur wenig verändert.

Dass nicht über einen Thunderbolt-fähigen USB-C-Anschluss geladen werden kann, ist zwar auch nur eine Kleinigkeit aber weniger nachvollziehbar. Dafür bringt das XPS 13 einen SD-Kartenleser mit und empfiehlt sich so als Arbeitsmaschine, wenn unterwegs viel fotografiert wird.

Wir steigen hier gleich mit diesen spezifischen Aspekten ein, weil das XPS 13 ansonsten jeden Punkt der Checkliste abhaken kann. Wer ohne weitere spezifische Ansprüche einfach nur auf der Suche nach „dem Besten“ für unterwegs ist, nimmt das XPS 13 von Dell.

Weitere Varianten
Prozessor, SSD- und RAM-Größe sind variabel

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Starkes Display und geschmeidige Tasten
Das XPS 13 will angefasst werden

Hell, scharf, knackig und fast randlos präsentiert das Dell XPS 13 seinen hochauflösenden Touchscreen. Das Display zeigt 3200 x 1800 Pixel und der hohe Kontrast sowie die satten Farben bleiben auch erhalten, wenn du etwas schräg auf das Display schaust. Zum Arbeiten, Surfen, für Netflix oder Youtube ist der 13-Zoller prima geeignet. Im Freien solltest du dich mit dem spiegelnden Gorilla Glass nicht unbedingt in die knallige Sonne setzen, das gilt aber auch für ein deutlich helleres 13-Zoll MacBook Pro (550 Nit vs 380 Nit).

Dell XPS 13© Mopolis
Dell war der erste Hersteller mit "Infinity Display", einer radikalen Schrumpfkur für den Rahmen.

Auch beim Sound packt das XPS 13 für seine Größe ordentlich zu, der Lautstärkeregler darf nur nicht ganz auf Anschlag gedreht werden. Dann weicht das ausgewogenen Klangbild mit satten Bässen und klaren Höhen den übertönten Mitten und Verzerrungen stellen sich ein.

Dell XPS 13© Mopolis
Dell XPS 13© Mopolis
Für hochwertige Videotelefonate ist das XPS 13 zwar weniger gut geeignet, dafür überzeugen die kleinen Lautsprecher mit einem satten Klang.

Ein Softie bei der Bedienung

Ein Grund für das angenehme Arbeiten mit dem Dell XPS 13 sind die Oberflächen im Innenraum. Die gummierten Tasten sind umringt von einem Softtouch-Überzug, Tippen und Klicken ist beim Dell XPS 13 sehr weich und leise. Das Feedback reicht trotzdem aus, auch das Touchpad ist präzise. Für entspanntes Arbeiten in dunkler Umgebung gibt es eine Hintergrundbeleuchtung – die ist bei Premium-Notebooks allerdings auch Standard.

Bei der Bedienung über den Touchscreen stellt sich ein ähnlich weiches Gefühl ein, weil Dell das Scharnier straff angezogen hat. Du kannst das XPS 13 nicht mit einer Hand öffnen, dafür wippt der Touchscreen bei Fingereingaben aber auch nicht nach.

Dell XPS 13© Mopolis
Die Eingabegeräte sind komfortabel und leise, wie auch der Lüfter des XPS 13.

Technische Daten

  1. Prozessor:Intel Core i7-8550U / 4 GHz, Quad-Core 15W
  2. Grafikkarte:Intel UHD Graphics 620
  3. RAM:16 GB LPDDR3 2133 MHz
  4. Festplatte:512 GB SSD
  5. Display:13,3 Zoll (3200 x 1800 Pixel), Touchscreen, IGZO
  6. Wireless:WLAN-ac, Bluetooth 4.1
  7. Schnittstellen:2x USB 3.0, 1x USB 3.1 Typ-C inkl. Thunderbolt 3, 2-in-1 Audio Jack, SD-Cardreader
  1. Eingabegeräte:Chiclet Tastatur (beleuchtet), Multi-Touch Touchpad
  2. Größe (BxTxH in cm):30,4 x 20,0 x 1,5
  3. Gewicht:1,29 kg
  4. Akku, Netzteil:60 Wh, Netzteil mit 45 Watt
  5. Material, Farbe:Aluminium, Kohlefaserverbund, Silber
  6. Service & Support:1 Jahr Garantie

Performance und Akkulaufzeit
Schwächen bei der SSD, dafür hohe Ausdauer

Die großen Stärken des Dell XPS 13 liegen bei seinem Intel Quad-Core-Prozessor und der hohen Laufzeit von mehr als 10 Stunden. Mit Office-, Multimedia- und Grafikprogrammen hat der Intel Core i7-8550U keine Probleme. Satte 16 GB Arbeitsspeicher lassen sich auch mit mehreren parallelen Anwendungen und unzähligen Chrome-Browser-Tabs nur schwer auslasten.

Bei der SSD offenbart das Dell XPS 13 Schwächen, zumindest theoretischer Natur. An der sequentiellen Leserate von 1,6 GB/s ist wenig auszusetzen – mit knapp 500 MB/s beim Schreiben hinkt der Speicher anderen Konkurrenten allerdings hinterher. In der Praxis fällt das so gut wie nie auf. Das System startet trotzdem schnell in 15 Sekunden und sehr selten verschieben wir so große Dateien, als dass die Schreibperformance auffallen würde. Dass der Prozessor bei längerer Belastung seinen Turbo nicht mehr voll ausfährt, merkst du auch nur bei Video-Renderings.

Dell XPS 13© Mopolis
Das XPS 13 bringt als eines der wenigen Ultrabooks einen SD-Kartenleser mit.

Mehr als 10 Stunden Surfen und Video

Von der Akkulaufzeit des XPS 13 sind wir begeistert. Dell verbaut einen 60 Wattstunden Akku, der einen ganzen Arbeitstag locker mitmacht. Er packt auch eine Staffel der Lieblingsserie auf einem Langstreckenflug, bei 50 Prozent Display-Helligkeit sind 10 Folgen mit 60 Minuten drin. Solange darfst du auch über WLAN surfen. Ist der ausdauernde Akku doch einmal leer, kannst du ihn in weniger als 2 Stunden wieder aufladen. Das 45-Watt-Netzteil ist so klein, dass du es getrost mit einpacken kannst.

Wenn du wirklich mal im Outback unterwegs sein solltest, also lange ohne Steckdose auskommen musst, kannst du dir einen Dell Power Companion mit 12.000 oder 18.000 mAh zusätzlicher Kapazität kaufen. Letzterer verdoppelt die Laufzeit des XPS 13. Beim Ladeport setzt Dell immer noch auf eine hauseigene Lösung, ein USB-C-Anschluss würde hier mehr Möglichkeiten eröffnen. Das fällt weniger ins Gewicht, weil der Companion auch zusätzliche USB-Ports mitbringt und so Tablet, Smartphone oder Bluetooth-Lautsprecher parallel laden kann.

Noch eleganter wäre eine Lösung wie beim Dell XPS 13 2-in-1, das mit einem Hybrid-Adapter geladen werden kann. Dieser integriert Netzteil und Power Bank.

Dell XPS 13© Mopolis
Dass Dell anstelle eines zweiten USB-C-Ports einen proprietären Ladeanschluss verwendet, ist auch ein Kritikpunkt.

Kühl und leise im Betrieb

Im normalen Alltagsbetrieb erlebst du das Dell XPS 13 als äußerst leisen Begleiter. Bei Office-Anwendungen oder Browsing bleibt der Lüfter unter der 30-Dezibel-Marke. Während eines Windows Updates kann die Unterseite des XPS 13 schon mal warm werden und der Lüfter kontinuierlich drehen. Ansonsten bleibt das Ultrabook nicht nur unhörbar, sondern auch angenehm kühl.

Wie viele Notebooks der Dell-XPS-13-Familie „leidet“ auch das aktuelle unter geringem Spulenfiepen. Im linken Bereich der Basis, in etwa unter der „Q-Taste“, sitzt der Prozessor, dessen Stromversorgung elektronische Störgeräusche abgibt. Um das Knistern und Piepsen wahrzunehmen, muss man schon ganz nah herangehen mit dem Ohr. Für den Arbeitsalltag spielte das keine Rolle.

Dell XPS 13© Mopolis
Ein einfaches Erfolgsrezept: Das robuste Gehäuse, eine lange Akkulaufzeit, ein starkes Display und schnelle Hardware zeichnen das Dell XPS 13 aus.

Fazit: Winziges Kraftpaket mit höchster Ausdauer
Erstklassiger Allrounder unter den Ultrakompakten

Das Dell XPS 13 zählt zu den besten Ultrabooks aufgrund seiner unschlagbaren Mobilität. Es ist super kompakt und ausdauernd – die perfekte Mischung für den Arbeitseinsatz unterwegs. Dell hat einen hochauflösenden 13,3-Zoll-Touchscreen in die winzigen Abmessungen gepackt, verlässt sich auf einen hochwertigen Material-Mix und leistet sich keinen großen Schnitzer bei der Hardware. Wenn Benchmarks auch Schwächen aufzeigen, so ist die Performance im Alltag sehr hoch.

An diesem Ultrabook gibt es nur Kleinigkeiten auszusetzen, in allen wichtigen Punkten ist das XPS 13 ein verlässlicher Begleiter. Das Aluminium-Gehäuse ist robust und spitze verarbeitet. Ein Kritikpunkt ist der proprietäre Ladeanschluss. Dafür schmeichelt der Softtouch-Innenraum mit gummierter Tastatur deinen Händen und der leise Lüfter bleibt unaufdringlich. Dass die Webkamera ein unvorteilhaftes Bild macht, musst du verschmerzen.

Die Angebote
zum Dell XPS 13 mit Core i7-8550U & 512 GB SSD

Das sagen die Kollegen

„Besser denn je“ lautet das Fazit vieler Tests zum Dell XPS 13. Die Kollegen von Notebookcheck haben wie immer ausführlich Messwerte gesammelt und vergeben eine Note von 89 von 100 Prozent. Design, Akku, Display, Leistung und der leise Lüfter zeichnen das XPS 13 aus, kritisiert wird unter anderem die Temperaturentwicklung und die SSD.

Im deutschsprachigen Bereich sind Tests der aktuellen Generation rar, dafür gibt es jede Menge englische Reviews. TechnoBuffalo hat eine gute Zusammenfassung zur Top-Ausstattung.

„Auch wenn wir schon diverse Male zu dem Schluss kamen, das Dell XPS 13 ist wieder das Beste, ernsthaft“, ist bei PCWorld zu lesen. Wie Techradar, CNET und laptopmedia wurde auch bei PCWorld die Variante mit mattem Bildschirm anstelle des Touchscreens getestet – Die Akkulaufzeiten fallen dabei noch etwas höher aus. Die Version mit entspiegeltem Display ist in der Mehrheit der Tests zu finden.

Bis auf kleine Unterschiede bei der Akkulaufzeit durch die höhere Auflösung des Touchscreens gilt das Urteil jedoch im Wesentlichen für alle 2017er Notebook-Modelle des XPS 13.

Das Mopolis-Prinzip

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