Dell XPS 13 (9370) im Test:
Handliches und edles Notebook

von Robert Kern
aktualisiert am 09. August 2018

Das neue Dell XPS 13 9370 ist wieder der kleinste Laptop seiner Leistungsklasse. Es trägt einen fantastischen 4K-Touchscreen und meldet dich mit Windows Hello an. Mit seiner Ausdauer und den Eingabegeräten landet es mühelos in unseren Favoriten - direkt neben seinem Vorgänger. In Sachen Style, Kompaktheit und mit dem erstklassigen Display übertrifft es ihn, der Akku wurde aber reduziert.

Ultrabook in Reinstform
Stylisch, kompakt, komfortabel

Schon immer gehörte das Dell XPS 13 zu den attraktivsten Notebooks. Es hat durch seine Andersartigkeit die Strahlkraft eines Sony Vaio Pro, Samsung Series 9 oder Lenovo Yoga Pro. Geräte dieser Klasse machen ihren Job nicht nur hervorragend, sie sind auch Jahre nach dem Kauf noch konkurrenzfähig sexy.

  1. Ultrabook in Reinstform
  2. Dells XPS 13 9360 vs. 9370
  3. Technische Daten
  4. Bequeme Eingaben
  5. Performance und Ausdauer
  6. Unser Fazit
  7. Preisvergleich

Das XPS 13 9370 erzielt seine Anziehungskraft durch den eleganten Material-Mix: Solides Aluminium mit Diamantschliff-Kanten, transparente Soft-Touch-Gummierung, Kohlefasergeflecht und Gorilla Glas. Für die aktuelle Generation kommt eine subtil rosegoldene Variante mit Glasfaser in Alpinweiß im Inneren dazu. Schlicht und elegant, aber auch funktional und hochwertig ist der Charakter dieses Ultrabooks. Dell hat Pionierarbeit geleistet mit der Reduzierung der Displayränder und frischt das zeitlose Design nur etwas auf.

Dell XPS 13 9370 mit Split-Screen View© Mopolis
Am auffälligsten wird das Design bei der Betrachtung der schmalen Displayränder. Durch sie erreicht das XPS 13 auch seine kompakten Abmessungen.

Bei den technischen Eckdaten leistet sich das Dell XPS 13 9370 keine Schwächen: 4K-Touchscreen, Intel Core i7-8550U Quad-Core der neuesten Generation, 16 GB Arbeitsspeicher, 512 GB SSD. Der Akku bringt nur noch 52 Wattstunden Kapazität unter - nicht mehr hervorragend aber ausreichend. An vielen Stellen hat Dell ein bisschen Ausstattung geopfert für die schlanke Linie des neuen XPS 13.

Neu ist immer besser?
Dells XPS 13 9360 vs 9370

Ist das Dell XPS 13 immer noch das beste Ultrabook? “Ja”, lautet die Antwort nach wie vor - Komplizierter wird nur die Frage, welches Modell für wen am besten passt. Der Vorgänger Dell XPS 13 9360 (Testbericht) des hier getesteten XPS 13 9370 trägt den gleichen Prozessor, bietet mehr Akkulaufzeit, vollwertige USB-Ports und SD-Kartenleser sowie matte Display-Optionen. Damit ist er ein Allrounder, den wir ebenso empfehlen wie das neue Modell.

Es gibt ein paar kleine Unterschiede: Dell hat das XPS 13 als kompaktestes Ultrabook nochmals um 24% geschrumpft, zwischen den kleineren Displayrändern zeigt nun ein sehr heller 4K-Touchscreen seine Schärfe und Brillianz. Mit seiner neuen Kühlung kitzelt das XPS 13 noch mehr Leistung aus dem Intel Core i7-8550U Quadcore-Prozessor.

Die Webkamera ist auch mittig noch weit von einer optimalen Position entfernt - meldet den Nutzer aber nun auch per Gesichtsscan an. Das neue XPS 13 hat zwar weniger Akkukapazität, lädt dafür schneller und per USB-C. Das Netzteil ist kleiner und das Notebook leichter. Zudem ist das XPS 13 9370 auch in einer weißen Farbvariante mit Glasfaser-Geflecht erhältlich.

Der Vorgänger: XPS 13 9360© Mopolis
Dell XPS 13 9370 im Test© Mopolis
Das kleine Arbeitstier Dell XPS 13 9370 begeistert mit seinem zeitlosen Design, einem klasse 4K-Touchscreen und seinem hohen Bedienkomfort.

Die Qual der Wahl

Mit dem XPS 13 9360 machst du nichts falsch - es ist noch erhältlich und günstiger. Die Ausstattung ist klasse und es bleibt unter unseren Favoriten. Dort wo Dell das neue XPS 13 9370 für ein kompakteres Format “verschlimmbessert”, kannst du mit Zubehör entgegenwirken.

In der Akkufrage kann sich der Wechsel auf USB-C zum Beispiel auch positiv auf dein Reisegepäck auswirken: Durch den Wegfall des proprietären Anschlusses funktionieren Smartphone und Notebook nun vielleicht am gleichen Netzteil. Wenn dir die Laufzeit von rund 6 Stunden für das Modell mit 4K-Touchscreen nicht reicht, kannst du den 52 Wattstunden (Wh) mit einer Razer Power Bank nochmal 46 Wh hinzufügen.

Youtube-Video: Dell XPS 13 (9370) im Test:

Fotografen, die das Display des neuen Dell XPS 13 aufgrund der 100-prozentigen Abdeckung des Farbraumes Adobe sRGB vorziehen, brauchen für Compact-Flash-Karten sowieso einen separaten Kartenleser. Falls du auf SD fotografierst, kannst du auch einfach eine Adapter-Karte mit microSD-Slot verwenden.

Das einzige Ausschlusskriterium bei der Gegenüberstellung ist der Wegfall der matten Display-Option. Wenn du ein entspiegeltes Display bevorzugst und dich trotz höherer Farbbrillianz, Helligkeit, Schärfe und Touchfunktion nicht mit dem neuen 4K-Panel anfreunden kannst, greifst du zur FHD-Variante des Dell XPS 13 9360. Nach dem Firmware-Fix für die dynamische Kontrastanpassung hast du mit dem Vorgänger einen starken Marathonläufer mit klasse Display im Gepäck.

4K-Touchscreen des XPS 13 9370© Mopolis
Für Fotoshows, Webseiten und Präsentationen bietet sich die Touchfunktion an, aber auch im Alltag ist sie eine willkommene Hilfe.

Technische Daten

  1. Prozessor:Intel Core i7-8550U / 4 GHz, Quad-Core 15W
  2. Grafikkarte:Intel UHD Graphics 620
  3. RAM:16 GB LPDDR3 2133 MHz
  4. Festplatte:512 GB M.2 SSD
  5. Display:13,3 Zoll (3840 x 2160 Pixel), Touchscreen
  6. Wireless:WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.2
  7. Schnittstellen:1x USB Typ-C 3.0, 2x USB 3.1 Typ-C inkl. Thunderbolt 3, 2-in-1 Audio Jack, microSD-Cardreader
  1. Eingabegeräte:Chiclet Tastatur (beleuchtet), Multi-Touch Touchpad, Fingerprint Reader
  2. Größe (BxTxH in cm):30,2 x 19,9 x 1,61
  3. Gewicht:1,21 kg
  4. Akku, Netzteil:52 Wh, Netzteil mit 45 Watt
  5. Material, Farbe:Aluminium, Kohlefaserverbund, Silber
  6. Service & Support:1 Jahr Garantie

Bequeme Eingaben
Windows Hello, Touchscreen und Tastatur

Dieses Notebook macht dir die Arbeit echt einfach: Es erkennt dich per Infrarot-Kamera als Nutzer und meldet dich automatisch an. Die Eingabegeräte des Dell XPS 13 9370 sind sehr komfortabel. Der Mix aus knackiger Tastatur mit Beleuchtung, präzisem Milchglas-Trackpad, brilliantem Touchscreen und Sprachassistentin Cortana (über 4 Mikrofone) lässt keine Wünsche offen.

Dell XPS 13 9370 Webcam mit Windows Hello© Mopolis
Dafür kann der Nutzer unkompliziert per Infrarot-Kamera mit Windows Hello angemeldet werden. Der Scan dauert nur einen kurzen Moment.

Nur mit der Webkamera musst du dich arrangieren. Die Qualität liegt auf dem üblichen Niveau, für Skype-Calls ist die Position aber gänzlich ungeeignet. Bei Video-Anrufen solltest du das leichte Notebook deswegen in der Hand halten - Für 5 Minuten geht das mal, sofern es nicht zu oft vorkommt. Auch hier heißt die Entscheidung: Entweder das kleinste Notebook seiner Klasse mit unbrauchbarer Webcam oder aber sinnvolle Kamera und dafür Einschnitte beim Design. Das Hauptargument der Kamera ist der unkomplizierte Login.

Falls der Bildschirmwinkel mal nicht passt, kannst du auch auf einen Fingerabdruckscanner im Powerknopf zurückgreifen. Kein langes Passwort mehr eintippen zu müssen ist schon ein Segen.

Dell Mobile Connect Software© Mopolis
Dell Mobile Connect erleichtert die Arbeit, weil Anrufe oder Messaging des Smartphones einfach auf dem Ultrabook getätigt werden können.

Dell Mobile Connect

So unmöglich Dell die Videocalls gestaltet hat - so gut gehen tatsächliche Anrufe mit der Dell Mobile Connect Software (XPS oder Alienware vorrausgesetzt). Damit kannst du Anrufe auf deinem Smartphone direkt über den Laptop annehmen, du kannst SMS schreiben oder aber dein Smartphone-Display spiegeln. Uns hat das das Arbeiten sehr erleichtert, Dell Mobile Connect ist eine prima Integration für dein Smartphone.

Performance und Ausdauer
Hohe Arbeitsgeschwindigkeit und Windows Hello

Das Dell XPS 13 9370 ist ein enorm schnelles Arbeitsgerät. Dank einer neuen Kühllösung holt es noch etwas mehr Power aus dem Intel Core i7-8550U Vierkernprozessor. Mit 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD haben wir eine potente Konfiguration, für die Bild- und Videobearbeitung kein Problem sind. Besonders der schnelle Bootvorgang beeindruckt, die SSD liest mit 3 GB/s und dank der Infrarot-Kamera für Windows Hello bist du ohne Zwischenschritt angemeldet.

Bei den Anschlüssen erzwingt Dell einen weiteren Kompromiss: Du solltest dir wie gesagt einen USB-C-Adapter zulegen. Links sitzen zwei USB-C-Ports mit voller Unterstützung für Thunderbolt 3 (PCIe X4), rechts nochmal USB-C mit DisplayPort, 3,5mm-Audio und microSD.

Netzteil des Dell XPS 13 9370© Mopolis
Da das Netzteil wirklich winzig ist, würden wir es einfach jederzeit mitnehmen, um die Akkuproblematik zu entschärfen.

Akkulaufzeit ist nur Durchschnitt

Wir erreichen im Test zwischen 6 und 7 Stunden Akkulaufzeit, das Aufgabengebiet umfasst dabei primär Surfen, Textverarbeitung und Bildbearbeitung. Das XPS 13 9360 hielt hierbei noch 2 bis 3 Stunden länger durch. Der kleinere Akku sowie mehr Auflösung und Helligkeit für das Display zehren einfach Energie. Angesichts der Ausstattung ist die Laufzeit wirklich nicht enttäuschend. Ein Indikator an der Seite zeigt dir den Ladestand, ohne dass du das XPS 13 9370 aufmachen musst.

Es gibt Möglichkeiten wie die erwähnte Power Bank von Razer, wie man sich arrangieren kann. Dass das Netzteil so kompakt ausfällt, hilft auch ein wenig über die nicht ganz so herausragende Laufzeit hinweg. Falls du einen Dauerläufer suchst, solltest du den Vorgänger XPS 13 9360 mit mattem FullHD-Display wählen.

Anschlüsse des Dell XPS 13 9370© Mopolis
Dell XPS 13 9370 inklusive optionalem Zubehör© Mopolis
Eine Maus lässt sich auch per Bluetooth anschließen, USB-Sticks jedoch erfordern Adapter. Unterwegs ist man oft gezwungen, die Anschlüsse mit Zubehör zu erweitern.

Unser Fazit: Kompakter gibt es diese Power nicht
Starke Leistung, super Display und hoher Komfort

Mit seinem Style, seiner Kompaktheit und High-End-Ausstattung schafft es das Dell XPS 13 9370 unter die besten Notebooks. Es verbaut ein fantastisches 4K-Display mit extrem schmalen Rändern im eleganten Material-Mix aus Aluminium, Kohlefaser und Glas. Das hochwertige Gehäuse beherbergt aktuelle Hardware in Verbindung mit einer starken Kühlung für einen kraftvollen Antrieb.

Beim Anschluss-Portfolio, der Webkamera und der Akkulaufzeit von 6 bis 7 Stunden müssen ein paar Kompromisse eingegangen werden - Dafür sind die Eingabegeräte erstklassig und eine schnelle Anmeldung mit Windows Helloerleichtert die Arbeit “on the go”. Wer sich in diesem Ultrabook in Reinstform nicht wiederfindet, greift einfach zum genauso empfehlenswerten Vorgänger.

Die Angebote
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