Huawei Matebook X Pro im Test:
Geniales Display, überzeugende Hardware

von Robert Kern
aktualisiert vor mehr als 3 Wochen

Mit 14-Zoll-Touchscreen im 3:2-Format, 9 Stunden Akkulaufzeit und hoher Performance kommt das Huawei Matebook X Pro dem perfekten Notebook sehr nahe. Wir vermissen nur einen Kartenleser und die unter einer Taste versteckte Webcam schaut leicht schräg. Dafür ist das Aluminiumgehäuse sehr edel verarbeitet und die schmalen Displayränder sind ein echter Hingucker.

Starker Newcomer
Der Frischling am Markt baut das beste Ultrabook

Huawei ackert sich nicht nur mit Smartphones auf die oberen Ranglistenplätze, das Matebook X Pro unterstreicht als eleganter Alleskönner die Ambitionen des Konzerns. Als eine der wenigen Alternativen zu Microsofts Surface-Familie mit 3:2-Displayformat sticht das Notebook aus der Masse heraus.

  1. Starker Newcomer
  2. Das 3:2 Verhältnis
  3. Aluminium & Glas
  4. Anschlüsse
  5. Technische Daten
  6. Quad-Core & GPU
  7. 8 Stunden Akkulaufzeit
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich

Dazu ist der Touchscreen auch noch sehr groß, scharf, hell und kontraststark. Bei Performance und Akkulaufzeit lässt das Matebook X Pro auch nichts anbrennen. Wir finden einen traditionellen USB-Port und für weitere Anschlussmöglichkeiten legt Huawei einen Adapter mit Anschlüssen für HDMI, VGA, USB-A und USB-C bei. Mit LAN-Port, SIM-Slot und SD-Kartenleser wäre das Portfolio perfekt.

Der Sound ertönt kraftvoll aus vier Lautsprechern, im Netzschalter sitzt ein Fingerabdruckscanner für schnelle Anmeldungen und bei all der Ausstattung kostet das Matebook X Pro vergleichsweise wenig. Huawei macht erst seit knapp drei Jahren mit im Geschäft für mobile Windows-10-PCs und dafür verdammt viel richtig mit dem Matebook X Pro.

Youtube-Video: Huawei Matebook X Pro im Test:

Das 3:2 Seitenverhältnis
Produktiv, entertaining, begeisternd

In unserer Bestenliste für 2-in-1 Convertible Laptops prägt Microsoft das Geschehen nicht zuletzt, weil immer sehr gute Displays mit einer kleinen Besonderheit verbaut werden: Höhe und Breite der Touchscreens stehen nicht im traditionellen 16:9-Format, sondern das Seitenverhältnis ist 3:2. Das HP Spectre x2 hat ein auch solches Format, bei Laptops ist Huawei neben Microsoft und Googles Pixelbook sonst aber allein auf weiter Flur. Warum eigentlich? Für uns und alle, denen wir einen Vergleich ermöglichten, hat sich 3:2 aus einem simplen Grund im Test durchgesetzt: Es zeigt mehr Inhalt.

Webseiten, Dokumente oder zwei Fenster nebeneinander fühlen sich nicht so gedrungen an. Da im Grunde eigentlich nur der Platz genutzt wird, der bei der 16:9-Konkurrenz für Displayrahmen verschwendet wird, muss auch bei Videos oder Games nicht auf Darstellungsfläche verzichtet werden und die Gesamtabmessungen werden eher durch Batterie, Tastatur, Touchpad und Mainboard in der Basiseinheit bestimmt, als durch die Displaygröße. Bei einem Arbeitsgerät empfinden wir 3:2 als perfektes Format. Dass Huawei mit 13,9 Zoll Diagonale auch noch viel und eine besonders gute Darstellung bietet, macht die Sache rund.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 5)© Mopolis

Unglaublich schmale Ränder um den Touchscreen

Nicht nur das Format begeistert uns, an dem Bildschirm des Matebook X Pro gefällt uns alles. Schon auf den ersten Blick zeigt Huaweis Display im Test Klasse mit einem extrem dünnen Rahmen. Wie beim Dell XPS 9370 (und anders als beim neuen Dell XPS 9380) musste dafür die Webcam weichen, was im wahrsten Sinne des Wortes einen schrägen Winkel ergibt. Die Ingenieure packten die Kamera unter eine ausklappbare Taste, was die Paranoia, durch das Gerät unbemerkt beobachtet zu werden, deutlich senkt. Für Videotelefonate sollte das Huawei Matebook X Pro einfach etwas erhöht platziert werden, dann ist das Problem mit der Kamera kein Dealbreaker.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 4)© Mopolis

Unser Testgerät ist die Variante mit Intel Core i7, 16 GB RAM und 512 GB SSD. Die Kollegen von Notebookcheck hatten auch die Einstiegsvariante mit Intel Core i5 im Test, wo augenscheinlich ein leicht schlechteres Display verbaut wird. Mit weit über 500 Nits wird das Display von JDI in unserem Testgerät deutlich heller als das Tianma XM in der Einstiegsvariante (450 Nits). Auch letzteres ist ein sehr gutes LTPS-Panel. Beide Varianten sind kontraststark und decken 100 Prozent des sRGB-Farbraums ab. Mit 3000 x 2000 Pixel Auflösung ist die Darstellung scharf und geräumig.

Wir sind zudem große Fans der Touchbedienung. Bist du ein traditionelles Notebook gewöhnt, sieht das vielleicht noch nicht so attraktiv aus, aber die meisten, die den Schritt wagen, bereuen es nicht.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 9)© Mopolis

Aluminium und Glas
Edles Design mit erstklassiger Verarbeitung

Das Huawei Matebook X Pro ist mit einem Gewicht von 1,33 Kilogramm für ein 14-Zoll-Notebook sehr leicht und aus stabilem Aluminium gefertigt. Abgesehen vom Display-zu-Gehäuse-Verhältnis ist das Design nicht bahnbrechend neu. Mattierte Oberflächen in Space Gray (Grau), diamantgeschliffene Kanten und leichter Komponenten-Zugang über die Bodenplatte. Angesichts der geringen Bauhöhe wirkt der vollwertige USB-Port etwas gequetscht und das spiegelnde Logo auf dem Deckel ist etwas plakativ.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 1)© Mopolis

Ansonsten ist der Look sehr edel und an der Verarbeitung ist nichts auszusetzen. Das Matebook X Pro ist ein Premium-Laptop, der sich wenig Schwächen leistet. Eine davon ist ein geringfügiges Rattern, wenn man auf das Touchpad tippt (nicht klickt). Wer das als Fehler anerkennt, kann ein Stück Papier zur Lösung einkleben. Die Seite Bradshacks.com präsentiert auch eine Armada an Tricks für Bastler und Tweaker, um die Performance zu verbessern. Für uns ist der kleine Makel im Testbericht kein K.O.-Kriterium, weil man ihn im Grunde kaum wahrnimmt.

Die Kühlung macht sich auch selten bemerkbar und selbst unter Last - wie in Games - bleibt das Matebook X Pro noch im Rahmen. Aufgrund der Nvidia-Grafik sind die Lüfter natürlich hörbar und auf dem Schoß spielt es sich wegen steigenden Temperaturen (bis 50°C) nicht sehr lange. Das ist in dieser Leistungsklasse aber auch zu erwarten und nicht ungewöhnlich.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 12)© Mopolis

Super komfortable Tastatur

Bis auf den gelegentlichen Ton beim Tippen auf das Touchpad (Clickpad) präsentiert das Huawei Matebook X Pro im Test sehr bequeme Eingabegeräte. Das Touchpad selber ist geräumig, präzise und schnell. Bei der Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung streifen die Finger über große Tasten mit knackigem Feedback und viel Tastenhub. Huawei verbaut hier eine der besten Notebook-Tastaturen.

Der Netzschalter speichert Fingerabdrücke im BIOS für Windows Hello, was einen bequemen Login beim Einschalten ermöglicht. Die 10 Sekunden für den Kaltstart werden überbrückt und der Nutzer automatisch über den Fingerabdrucksensor angemeldet.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 10)© Mopolis

Vier starke Lautsprecher

Rechts und links neben der Tastatur sitzen Lautsprecher-Grills für Hochtöner, an der Unterseite finden sich die Schlitze für den Bass. Von diesem darf man nicht zu viel erwarten, aber insgesamt vier Lautsprecher liefern im Test einen verblüffend vollen Sound mit Dolby Atmos ab, der Youtube, Netflix und Co. in Verbindung mit dem brillanten Display zu einem Erlebnis macht.

Anschlüsse
USB-C mit Thunderbolt 3, auch USB-A an Bord

Bei der Anschluss-Ausstattung vermissen wir einen Kartenleser, sowohl am Gerät als auch beim USB-C-Adapter-Hub (Matedock), den Huawei dem Matebook X Pro löblicherweise beilegt. Damit hätten wir im Grunde alles abgedeckt. Am Notebook gibt es eine 3,5-mm-Audiobuchse, einen USB-C-Port (3.1 Gen2) und einen weiteren Anschluss mit Thunderbolt 3 für Peripherie mit hoher Bandbreite wie Displays und eGPUs. Beide USB-C-Ports können zum Laden genutzt werden. Da es immer noch genügend herkömmliche USB-Hardware gibt, quetscht Huawei einen traditionellen USB-Port in die minimal höhere Basiseinheit, über den auch 10W-Ladestrom für Smartphones ausgegeben werden kann.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 16)© Mopolis
Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 16) (Bild 13)

Ein weiterer USB-A-Port sitzt im mitgelieferten Adapter-Hub, der aus einer USB-C-Buchse am Notebook HDMI, VGA und einmal USB-C aufsplittet. Man merkt dem Huawei Matebook X Pro die großen Ambitionen an vielen Stellen an, ein LAN-Port und ein Kartenleser hätten hier im Testbericht die Chance zum Sahnehäubchen gehabt.

Technische Daten

  1. Prozessor:Intel Core i7-8550U / 4 GHz, Quad-Core 15 W
  2. Grafikkarte:Nvidia GeForce MX150 + Intel UHD 620
  3. Arbeitsspeicher:16 GB LPDDR3 RAM (2133 MHz)
  4. Festplatte:512 GB NVMe PCIe SSD
  5. Display:13,9 Zoll (3000 x 2000 Pixel), Touchscreen
  6. Wireless:WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.1
  7. Schnittstellen:1x USB-A 3.0, 2x USB-C (davon 1x Thunderbolt 3), 2-in-1 Audio Jack
  1. Eingabegeräte:Chiclet Tastatur (beleuchtet), Multi-Touch Touchpad, Fingerprint Reader
  2. Größe (BxTxH in cm):30,4 x 21,7 x 1,46
  3. Gewicht:1,33 kg
  4. Akku, Netzteil:57,4 Wh (7565 mAh), Netzteil mit 65 Watt
  5. Material, Farbe:Aluminium, Grau
  6. Service & Support:2 Jahre Garantie

Quad-Core Prozessor & GPU
Mit separater Nvidia-Grafik als Allrounder tauglich

Unter der riesigen, kupfernen Heatpipe über dem Mainboard des Huawei Matebook X Pro sitzen ein Intel Core i7-8550U (In unserem Fall, es gibt auch eine Core i5-Version) sowie eine dedizierte Grafikkarte in Form der Nvidia GeForce MX150. Es ist nicht die schnelle 25-Watt-Variante mit 4 GB Videospeicher, die im neuen Razer Blade Stealth sitzt, aber auch mit 10 Watt und 2 GB Videospeicher ist die MX150 deutlich schneller als die Prozessorgrafik Intel UHD Graphics 620.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 8)© Mopolis

Damit kannst du Fortnite, CS:GO, League of Legends und jede Menge ältere Titel zocken. Für Büroarbeit, Browsing und Streaming reicht die Power allemal. Unser Testgerät hat 16 GB Arbeitsspeicher (RAM), mit dem wird gut für die Zukunft gerüstet sind. Die 512 GB SSD kommt von Toshiba und ist sehr schnell, sie liest mit 3.100 MB/s und schreibt mit knapp 500 MB/s. Im Auslieferungszustand erwartet dich nur eine etwas komische Partitionierung: Volume C hat 80 GB und für Daten gibt es eine weitere Partition mit dem Rest.

Da mit Windows 10, der Adobe Suite und ein paar weiteren Programmen schnell die Kapazität des Laufwerks C erreicht ist, haben wir im Test die beiden Volumes zu einem zusammengefasst. In der Datenträgerverwaltung müsst ihr dafür die größere Partition löschen und C: um den freigewordenen, nachgelagerten Speicher auf 461 GB erweitern.

8 Stunden Akkulaufzeit
Das Matebook X Pro macht einen Arbeitstag mit

Bei gemischter Nutzung kommt der 57-Wattstunden-Akku auf mindestens 8 Stunden Laufzeit, was in dieser Leistungsklasse und bei der Displayauflösung ausdauernd ist. Dafür darf das hochauflösende Display aber nicht die volle Helligkeit verbraten und die separate Nvidia-Grafik sollte auch nur sparsam eingesetzt werden.

Surfst du bei maximal 50 Prozent Helligkeit mit dem Edge-Browser, kannst du gute 12 bis 13 Stunden erreichen, mit höherer Helligkeit und dem Chrome-Browser fällt der Wert auf 8 bis 10 Stunden. Die kannst du auch in etwa für die Videowiedergabe erwarten. Je nach Nutzung gibt es eine große Spanne, aber wir erleben das Huawei Matebook X Pro im Test als sehr verlässlich.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 14)© Mopolis

Der PC-Manager schont die Batterie

Neben dem ansonsten sauberen Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home ohne nervig vorinstallierte Testversionen eines Virenscanners, kommt ab Werk noch ein übersichtliches Tool namens PC Manager. Er kümmert sich um Treiber-Updates, enthält Links zu Service und Garantie-Abwicklung, kann Smartphones einbinden und hat noch verschiedene Einstellungen für die Schonung des Akkus.

Das 65-Watt-Netzteil nutzt USB-C und braucht in etwa 2,5 Stunden, um den Akku voll aufzuladen. Er kommt in den ersten 40 Minuten auf die Hälfte und stoppt je nach Einstellung im PC-Manager bei einem bestimmten Wert. Zusammengefasst: Der Akku ist stark, die Software nützlich.

Huawei Matebook X Pro im Test: (Bild 3)© Mopolis

Unser Fazit zum Huawei Matebook X Pro
Macht fast alles richtig und begeistert

Mit dem Matebook X Pro hat Huawei ein richtig geniales Notebook im Angebot. Der größte Trumpf ist der hochauflösende 13,9-Zoll-Touchscreen, von dessen 3:2-Seitenverhältnis wir sehr angetan sind. Unglaublich schmale Displayränder und das edle Aluminiumgehäuse machen auf den ersten Blick deutlich, wie hochwertig dieses Ultrabook ist.

Ein Intel Vierkern-Prozessor gepaart mit einer Nvidia GeForce MX150 und einer schnellen SSD liefern die passende Performance für den Büroalltag und auch gelegentliche Gaming-Sessions. Im Alltagsbetrieb glänzt das Matebook X Pro mit einer starken Laufleistung, bequemer Anmeldung per Fingerabdruck und Anschlussvielfalt inklusive Thunderbolt 3 und traditionellem USB. Der stimmige Sound der Lautsprecher sowie das helle, kontraststarke Display unterstreichen die Entertainment-Qualitäten.

Das Huawei Matebook X Pro ist nicht nur schick und verlässlich, es macht auch noch Spaß und bekommt dafür nach unserem Testbericht unsere absolute Kaufempfehlung.

Die Angebote
zum Huawei MateBook X Pro, Intel Core i7, 16 GB RAM, 512 GB SSD, Grau

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