Razer Blade Stealth:
Der Ninja unter den Notebooks im Test

von Robert Kern
aktualisiert vor 2 Wochen

Exzellente Verarbeitung, ein starkes Display und performante Hardware verhelfen dem Razer Blade Stealth zu unserer Empfehlung. Dieses 13,3 Zoll Notebook ist schnell, leise, vielseitig und macht wirklich Spaß als Arbeitstier oder auch nur zum Surfen.

Design und Verarbeitung
Das Arbeitsgerät vom Gaming-Hersteller

Razer ist vor allem in der Gaming-Welt ein Begriff. Peripherie wie Mäuse, Headsets oder Tastaturen haben den Hersteller großgemacht. Die Laptop-Familie Razer Blade macht das Spielen seit 2012 mobiler. In die flachen, schwarzen Aluminium-Notebooks packt der Hersteller dafür brachiale Leistung und schrumpfte das Gehäuse als erster Hersteller auf Minimalmaße.

  1. Design und Verarbeitung
  2. Display, Sound und Eingaben
  3. Technische Daten
  4. Performance und Ausdauer
  5. Razer Core und Power Bank
  6. Fazit: Unschlagbar als Teamplayer
  7. Preisvergleich
  8. Das sagen die Kollegen

Das Razer Blade Stealth ist ebenfalls performant, als Ultrabook kommt es allerdings ohne separate Grafikkarte und ist damit nicht direkt zum Spielen gedacht. Es hat sich viel von den größeren Geschwistern abgeschaut und landet aufgrund dieser Qualitäten auch unter unseren Favoriten: Hervorragende Verarbeitung, hochwertige Materialien, starke Kühlung, gute Eingabegeräte samt hochauflösendem Touchscreen. Das Razer Blade Stealth ist ein beeindruckendes kleines Stück Technik, mit dem man auch unterwegs hervorragend arbeiten kann. Einen kleinen Wermutstropfen mussten wir bei der Akkulaufzeit ausmachen: Bei der Ausdauer ist das Blade Stealth nur Durchschnitt.

Razer Blade Stealth Logo© Mopolis
Zieht die Blicke auf sich: Die Beleuchtung für Razers grünes Logo lässt sich für einen subtileren Look abschalten.

Flach, leicht, leise und kühl

Dass das Blade Stealth kein Notebook von der Stange ist, sieht man auf den ersten Blick. Mit seinem mattschwarzen Aluminium-Chassis bereitet es die Bühne für starke Akzente: Das grün leuchtende Razer-Logo auf dem Displaydeckel und die bunte Chroma-Tastaturbeleuchtung fallen sofort ins Auge. Ebenso die tadellose Verarbeitung, Razer will an luxuriöse Sportwagen erinnern.

Razer Blade Stealth© Mopolis
Razer Blade Stealth© Mopolis

Das Razer Blade Stealth überzeugt uns mit seinem 1,35 Kilogramm leichten und hochwertigen Unibody. Es ist super dünn und trotzdem stabil. Die matte Metalloberfläche fühlt sich die meiste Zeit sehr kühl an, wenn das Notebook nicht gerade unter hohe Last gesetzt wird. Dann helfen die Oberflächen der starken Kühlung. Im Gegensatz zu anderen Notebooks mit neuestem Intel Quad-Core-Prozessor arbeitet das Blade mit zwei Lüftern. Was doppelt so laut klingt ist tatsächlich sehr leise, weil die beiden mit niedrigen Drehzahlen schon ausreichend kühlen. Das Stealth macht seinem Namen alle Ehre und ist die meiste Zeit unhörbar.

Display, Sound und Eingaben
Der hochauflösende Touchscreen ist hell und knackig

Filme, Fotos und Webseiten sehen fantastisch aus auf dem IGZO-Touchscreen des Razer Blade Stealth. Das 13,3-Zoll-Display löst mit 3.200 x 1.800 Pixeln auf und ist damit knackscharf. Die hohe Helligkeit verhilft dem Display auch im Freien zu einer guten Lesbarkeit, der Bildschirm zeigt hohe Blickwinkelstabilität und die Farben wirken aus jeder Perspektive satt und kräftig.

Wir sind ausgesprochene Fans von Multitouch und nehmen für die bequemen Scroll-, Swipe- und Pinch-Gesten gern in Kauf, öfter mal mit dem Microfasertuch im Lieferumfang über das Display zu wischen. Gerade in Deutschland gibt es jedoch auch noch jede Menge Vorbehalte, was berührungsempfindliche Displays angeht. Touch-Laptops sind teurer, etwas schwerer und die Ausdauer leidet. Unsere Empfehlung: Probier es trotzdem aus. Nach ein paar Monaten wollen nur noch wenige zurück.

Razer Blade Stealth© Mopolis
Razer Blade Stealth© Mopolis

Breite Bühne für die kraftvollen Dolby-Speaker

Für ein Ultrabook präsentiert das Razer Blade Stealth mit seinen Stereo-Lautsprechern einen kraftvollen Klang, der sich mit der Dolby-App gut anpassen lässt. Wir wählten das Preset Musik, weil alle anderen zu stark verzerrten. Übertreibt man es nicht mit dem Equalizer, so bietet das Razer Blade Stealth einen runden und warmen Sound. Wenn du abends noch eine Folge einer Serie schauen willst, spielt das Stealth gern mit. Weder beim Bass noch bei der Lautstärke hebt sich das Blade Stealth sonderlich von der Konkurrenz ab, es klingt jedoch angenehmer und ausgewogener als viele andere 13-Zoller.

Wenn du den Sound trotzdem direkt auf die Ohren möchtest: Es findet sich zudem ein 3,5mm-Kopfhöreranschluss, in Zeiten des MacBooks keine Selbstverständlichkeit mehr.

Klasse Touchpad und komfortable Tastatur

Bei den Eingabegeräten macht das Razer Blade Stealth fast alles richtig. "Fast", weil bei der Chroma-Beleuchtung der geräumigen Tastatur die Zweitbelegungen wie Sonderzeichen der Tasten nicht illuminiert sind.Dadurch musst du mitunter nach bestimmten Funktionen suchen. Ansonsten zeigt sich ein fester Druckpunkt, genug Tastenweg und ein geräumiges Layout. Wir schreiben sehr gern auf dem Blade. Auch mit dem geräumigen Multitouchpad sind wir sehr zufrieden, durch den Touchscreen kommt es allerdings eher selten zum Einsatz.

Razer Blade Stealth© Mopolis
Klasse Eingabegeräte: Touchscreen, Touchpad und RGB-beleuchtete Tastatur.

Technische Daten

  1. Prozessor:Intel Core i7-8550U / 4 GHz, Quad-Core 15W
  2. Grafikkarte:Intel UHD Graphics 620
  3. RAM:16 GB LPDDR3 2133 MHz
  4. Festplatte:512 GB SSD
  5. Display:13,3 Zoll (3200 x 1800 Pixel), Touchscreen, IGZO
  6. Wireless:WLAN-ac, Bluetooth 4.1
  7. Schnittstellen:2x USB 3.0, 1x USB 3.1 Typ-C inkl. Thunderbolt 3, 2-in-1 Audio Jack, HDMI 2.0a
  1. Eingabegeräte:Chiclet Tastatur (Chroma-RGB beleuchtet), Multi-Touch Touchpad
  2. Sicherheit:Kensington Lock Slot
  3. Größe (BxTxH in cm):32.1 x 20.6 x 1.38
  4. Gewicht:1,35 kg
  5. Akku, Netzteil:53,6 Wh, USB-C-Netzteil mit 65 Watt
  6. Material, Farbe:Aluminium, Schwarz
  7. Service & Support:1 Jahr Garantie

Performance und Ausdauer
Rasend schnell mit Quadcore-Prozessor und SSD

Das Blade Stealth fühlt sich rasend schnell an. Das liegt einerseits an der 512 GB SSD, die mit 3.200 MB/s liest und 1.600 MB/s schreibt. Andererseits aber auch an Intels neuem 15-Watt-Quad-Core. Bis zur 7. Generation verbaute Intel nur zwei CPU-Kerne in der U-Serie. Der neueste Intel Core i7-8550U im Blade Stealth trägt doppelt so viele und taktet unter Last mit bis zu 4 GHz. Der Basistakt wurde dafür von den 2,7 GHz des Vorgängers auf 1,9 GHz heruntergeschraubt. Dem sparsamen Vierkerner werden 16 GB Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Damit kommt das Blade Stealth mit allem zurecht, was man an Workload auf ein Ultrabook wirft. Videoschnitt, Office, Streaming, Bildbearbeitung - alles kein Problem.

Abseits der Steckdose ist das Razer Blade Stealth nicht so ein Dauerläufer wie andere Kollegen. Das Dell XPS 13 oder das Apple MacBook Pro 13 halten deutlich länger durch. Die 53,6-Wattstunden-Batterie im Blade Stealth erlaubt dir etwas mehr als 6,5 Stunden Office und Surfen bei halber Displayhelligkeit. Mit Chroma-Beleuchtung für die Tastatur sind es etwas weniger.

Razer Blade Stealth© Mopolis
Geladen wird das Blade Stealth per Universalschnittstelle USB-C. Das kann auch von der hauseigenen Power Bank erledigt werden.

Das zum Notebook gehörige 65-Watt-Netzteil, das mit Blick aufs Detail super handlich ausfällt und einen hochwertigen Textilmantel um das Kabel trägt, lädt den Akku in 90 Minuten sehr schnell wieder auf. Wenn du viel mit dem Blade Stealth unterwegs bist, solltest du es auf jeden Fall einpacken. Es gibt da auch noch eine zweite Option, die Laufzeit zu verlängern.

Razer Core und Power Bank
Mit Zubehör zum ultimativen Setup

Für sich genommen ist das Razer Blade Stealth schon ein schickes mobiles Kraftpaket. Was uns bei dem Notebook jedoch besonders gefällt, sind die Möglichkeiten, die sich mit Razers Zubehör eröffnen. Wenn du viel unterwegs bist und lange unabhängig bleiben möchtest, ist die Razer Power Bank einen Blick wert. Es gibt sicher günstigere portable Akkus, mit 170 Euro für 12.800 mAh Kapazität sieht das Preis-Leistungs-Verhältnis erstmal etwas komisch aus.

Das große Aber: Mit den 46 Wh in der Power Bank kannst du die 53,6 Wh des Razer Blade Stealth fast verdoppeln. Diese Power Bank lädt nicht nur Smartphones oder Tablets, sondern kann auch genügend Saft für das Blade Stealth liefern und sich der nur durchschnittlichen Akkulaufzeit widmen. Sie lässt sich selber per USB-C oder microUSB laden und hat mit zwei USB und einem USB-C insgesamt drei Ausgänge. Du kannst den Akku einfach an das Netzteil des Blade hängen und es als Ladestation für Smartphone, Fitness-Tracker oder Bluetooth-Kopfhörer nutzen. Wenn du länger unterwegs bist, packst du die Power Bank einfach mit ein.

Der Ninja unter den Notebooks im Test (Bild 4)© Mopolis
Razers Grafikgehäuse Core empfängt Gaming-Grafikkarten für Desktop-PCs. Wir haben mit dem Blade Stealth so aktuelle Top-Games in 4K gespielt.

Grafikpower zum Anstecken

Mit dem Razer Core V2 gibt es noch ein zweites, sattes Upgrade im Angebot: Das kleine Aluminiumgehäuse fasst eine externe Grafikkarte und bietet vier zusätzliche USB-Ports sowie einen LAN-Anschluss. Unterwegs ist das Blade Stealth ultraportabel, zuhause wird es zur Gaming-Maschine. Du musst es nur über ein einziges Kabel mit Thunderbolt 3 verbinden – Monitor, Tastatur, Maus und Co. können auch am Core angeschlossen werden. Wir haben eine Nvidia Geforce 1070 Ti Grafikkarte in den Core gepackt. Damit zauberte das Blade Stealth aktuelle Toptitel wie Assassin's Creed Origins und Star Wars Battlefront II in 4K auf den Fernseher.

Razer Core GTX 1070 Ti© Mopolis
Razer Core Gaming© Mopolis

Gegenüber den gleichen GPUs in Desktop-PCs fuhr der Razer Core V2 einen Leistungsverlust von 11 Prozent ein, das ist der Thunderbolt-3-Verbindung geschuldet. Müssen die Daten hin und hergeschickt werden, weil das interne Notebook-Display genutzt wird, sinken unsere Benchmark-Werte um 23 Prozent. Der Zuwachs an Grafikpower ist trotzdem immens. Aber das Gaming fordert seinen Tribut: Nicht nur unter Last, auch im Leerlauf hört man die Lüfter im Core schon deutlich. Nichts für die Arbeit am Schreibtisch also, zum Spielen haben wir dann einfach Kopfhörer genutzt oder die Anlage aufgedreht. Durch das maximal 50 cm lange Verbindungskabel hat man auch Schwierigkeiten, den Core zu verstecken. Hinter den Monitor oder samt Blade ins TV-Rack verbannt, ist es schon deutlich weniger laut.

Fazit: Alleine stark, im Team unschlagbar
Der Ninja unter den Ultrabooks

Das Razer Blade Stealth beeindruckt uns mit seiner herausragenden Verarbeitung, dem klasse Display und der performanten aber leisen Hardware. Tastatur, Touchscreen und Touchpad sind komfortabel, der Sound ist gut – Arbeit und Entertainment machen Spaß mit dem Blade. Könnten wir jetzt noch eine überdurchschnittliche Akkulaufzeit verbuchen, wäre das Blade Stealth rundum Spitzenklasse. Nobody is perfect, leider. Für lange Tage und Ausflüge empfehlen wir die Power Bank.

Razer Blade Stealth© Mopolis
Unser Fazit: Das Blade Stealth ist ein Top-Ultrabook mit hervorragender Verarbeitung, starkem Display und schneller Hardware. Der Akku könnte länger halten, ansonsten Spitzenklasse.

Dafür haben wir mit dem Core sehr viel Potential freigegeben, das mobile Arbeitsgerät wird so am Schreibtisch oder im Wohnzimmer zur Gaming-Maschine. Die Einrichtung gelingt problemlos und die Kombination erlaubt auch Zocker-Sessions, die mit einem Mobilgerät nicht möglich wären.

Für sich genommen spielt das Razer Blade Stealth schon in der Luxusklasse, es wird aber erst als Team-Player überragend.

Die Angebote
zum Razer Blade Stealth mit Core i7-8550U & 512 GB SSD

Das sagen die Kollegen

Das Razer Blade Stealth ist mit seiner aktuellen Ausstattung ein noch sehr frisches Notebook, daher gibt es neben unserem noch nicht viele Reviews. Ein paar wenige Redaktionen konnten das Ultrabook aber auch schon genauer ansehen, meist in Englisch.

Notebookcheck: „Mit einem Laptop auf zwei Hochzeiten tanzen“
Gewohnt ausführlich nehmen die Kollegen von Notebookcheck das Blade Stealth unter die Lupe. Der Redakteur Daniel Puschina sieht nur eine kleine Zielgruppe für das Ultrabook, weil es für Gaming zwingend den Core braucht. Für den Arbeitseinsatz werden die Akkulaufzeit und die Anschlüsse bemängelt. Auch für die Tastatur wünscht sich Notebookcheck ein bisschen mehr Feedback. Positiv bewertet werden das hochwertige Metallgehäuse, das Display, Chroma, HDMI und Thunderbolt 3.

Laptopmag: „Nah dran an großartig“
Sherri L. Smith mag die bekannten Stärken des Blade Stealth: Das leichte, dünne und zurückhaltende Gehäuse sowie den hellen und lebhaften Touchscreen. Der kräftige Quadcore gehört auch zu den Vorteilen. Neben dem Preis wird nur die Akkulaufzeit moniert.

Dave2D: „Großes CPU Upgrade“
Für den Youtuber Dave Lee, der fast alle bisherigen Razer Blade Stealth Notebooks im Test hatte, ist auch das neueste ein „fantastisches Gerät“. Im Test-Video zeigt er die Farbvariante Gunmetal Grey mit subtilerem Logo und weißer Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur. Er stört sich an der fehlenden Beleuchtung für die Zweitfunktionen, und „kritisiert“ die Lautsprecher als „nur ok“.
Die Akkulaufzeit ist für ihn in Ordnung. In seinem Test erhält er rund 7 Stunden Laufzeit und damit etwas mehr als wir.

Weitere Varianten
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Die Alternativen
Zu dem Razer Blade Stealth

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