Google Pixel 3 XL im Test:
Das smarteste Smartphone

von Kamal Nicholas
aktualisiert vor mehr als 1 Woche

Das Google Pixel 3 XL ist eines der wenigen Smartphones mit einer "reinen" Android-Experience. Dazu kommen eine erstklassige Kamera und starke Hardware. Für das unverfälschte Software-Erlebnis, die vielen cleveren Features, das brillante OLED-Display und ein hochwertiges, wasserdichtes Gehäuse bekommt Google unsere Empfehlung.

Intelligenz im Alltag
Was macht das Pixel 3 XL so smart?

Das Google Pixel 3 und das Pixel 3 XL dienen als Technologie-Schaufenster für den Software-Riesen. Künstliche Intelligenz und gut durchdachte neue Features sichern dem Premium-Smartphone eine Platz unter unseren Favoriten. Im Pixel 3 XL steckt ein assistierender Fotograf, der auch bei "Schnappschießern" für eine hohe Erfolgsquote sorgt. Er hilft bei der Erkennung von Produkten, auf die du die sehr leistungsstarke Kamera richtest und liefert einen Shopping-Link. Im Englischen nimmt der Assistent mit dem Call-Screen-Feature sogar unliebsame Anrufer an und "dämpft" auf Textform.

  1. Intelligenz im Alltag
  2. Ein starkes Display
  3. Grandiose Kamera
  4. Technische Daten
  5. Schlichtes Erscheinungsbild
  6. Ansprechende Hardware
  7. Reines Android
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich

Bei der Hardware ist das Google Pixel 3 XL ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Das hochwertig verarbeitete, wasserdichte Pixel 3 XL spielt in der obersten Preisliga. Unbegrenzter Cloud-Speicher (zumindest bis zum Jahr 2022) für Fotos und Videos, ein erstklassiges Display, die lange Akkulaufzeit und die prinzipiell hohe Zufriedenheit von Käufern rechtfertigen aber den Preis. Mit dem bei der günstigeren Version der Geräte auf 64 GB begrenzten internen Speicher hadern wir allerdings.

Rein von den Specs her ist es eine schwierige Entscheidung für Google. Nimmt man allerdings das Feeling des Pixel 3 XL und die hohe Zufriedenheit, die es wie sein Vorgänger Pixel 2 XL (Testbericht) mit sich bringt, dann sieht die Sache schon anders aus. Das Pixel 3 XL wird dir wirklich Spaß machen, es ist ebenfalls ein unkompliziertes Smartphone, auf das man aus dem iPhone-Universum wechseln kann.

Youtube-Video: Google Pixel 3 XL im Test:

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Ein starkes Display
Hohe Kontraste, dynamische Farben

Im Pixel 3 XL kommt ein großformatiges, erstklassiges OLED-Display unter. Beim Pixel 2 hatte Google mit einigen Display-Problemen zu kämpfen. Die Farben wirkten etwas blass, was für manche am sonst tollen Gesamtbild kratzte. Mit dem Pixel 3 XL wurde dies nun behoben. Die OLED-Panels der neuen Google-Flaggschiffe liefern dynamische, leuchtende Farben, die teilweise zwar etwas übernatürlich, nicht aber verfälscht wirken.

Ob Netflix oder YouTube, die eigenen Fotos oder Videos, visuelle Inhalte sind auf diesem Display wirklich schön anzusehen. Mit einer Helligkeit von etwas mehr als 400 Nits schwächelt es allerdings in der grellen Sonne. Das Samsung Galaxy Note 9 (Testbericht) oder das Apple iPhone XS Max (Testbericht) sind mit 660 bis 700 Nits deutlich heller.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 16)© Mopolis

Bei der Display-Darstellung kannst du drei Farbmodi auswählen: natürlich, verstärkt und adaptiv. Letzterer Modus ist voreingestellt und am ausgewogensten. “Natürlich” ist weniger gesättigt, “verstärkt” macht alles knalliger. Das Display ist übrigens auch das erste Indiz dafür, warum das Pixel 3 (XL) so teuer ist, denn hier steht es den Flaggschiffen anderer Hersteller kaum in etwas nach. Mit 6,3 Zoll Bildschirmdiagonale (mit einer Auflösung von 2960 x 1440 Pixeln, entspricht 523 ppi) gehört es bei Smartphones zu den derzeit größten auf dem Markt. Allerdings wirkt das 3 XL dadurch auch wuchtig und die Bedienung mit einer Hand fällt ohne Googles integrierte Kniffe und Tricks nicht besonders leicht.

Die große Notch

Tja, die Notch. Ein Detail, das die Gemüter spaltet. Der Hauptgrund einer Notch ist, dass mehr Display zur Inhaltsdarstellung bereit steht. Google hat beim neuen Pixel eine Weitwinkel-Selfie-Kamera und nach vorne gerichtete Stereo-Lautsprecher eingebaut, die teilweise in der Notch eingebettet sind. Doch wie man es auch dreht: die Notch ist hässlich, was vor allem an ihrer Form und Größe liegt. Gelungen ist dafür die Darstellung der Icons neben der Notch, die wichtige Informationen wie Netzverfügbarkeit, Akku und mehr darstellen.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 2)© Mopolis

Über die Entwicklereinstellungen lässt sich die Notch zwar “entfernen” (hierzu wird ein Ausschnitt des Displays digital nachgeahmt) allerdings ist das wiederum sinnlos verschenkter Platz. Wir haben die Notch deshalb so gelassen wie sie ist und sie als essentiellen Bestandteil des Pixel akzeptiert.

Druckvolle Stereo-Lautsprecher

Wie beim Vorgänger sitzen zwei Lautsprecher auf der Front. Google erwähnt, dass diese um 40% lauter sein sollen als beim Vorgänger, uns ist das allerdings nicht aufgefallen. Was wir aber bemerken konnten ist, dass der Klang sich insgesamt verbessert hat. Ein Smartphone mit 6,3 Zoll Display darf gerne mal beim Frühstück zum Anschauen von Nachrichten und anderen Videos genutzt werden. Und dank kleiner Stereo-Lautsprecher macht das Ganze dann akustisch auch gleich noch mehr Spaß, als wenn der Klang nur aus einem Ende des Smartphones trötet.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 5)© Mopolis
Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 5) (Bild 13)© Mopolis

Grandiose Kamera
Beeindruckende Bilder und praktische Features

Googles harmlos und aus der Zeit gefallen wirkende Einzelkamera hat uns begeistert. Während mehr und mehr Hersteller sich dazu entscheiden, immer mehr Kameras auf die Rückseite ihrer Flaggschiffe zu packen, entschied sich Google auch beim Pixel 3 bzw. Pixel 3 XL für den klassischen Weg und "nur" eine Linse mit einer Auflösung von "nur" 12,2 MP. Doch siehe da: die geschossenen Fotos können trotzdem überzeugen und lassen die Konkurrenz teilweise sogar blass aussehen.

Die Stärke der neuen Hauptkamera liegt dabei nicht nur in der Hardware - wie etwa dem leicht überarbeiteten Pixel Visual Core Chip für die Bildverarbeitung, dem optischen (und elektronischen) Bildstabilisator oder dem integrierten Spektral- und Flickersensor - sondern vor allem in der leistungsfähigen Software. So sind auch sehr stabile Videoaufnahmen möglich. Dabei werden 4K-Aufzeichnungen mit max. 30 fps unterstützt (60 fps sind bei dieser Auflösung leider nicht möglich), auch Slow Motion Aufnahmen von 120 fps bei 1080p sind machbar. Bereits beim Pixel 2 hat Google sehr gute Arbeit bei der Kamera und der dazugehörigen Technologie geleistet, mit dem Nachfolger wurden diese Features nun merklich verbessert.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 12)© Mopolis

Googles smarte Kamera-Features wie HDR+ bieten tatsächlich echten Nutzen, der Software gelingen überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Besonders deutlich wird das bei “Super Res Zoom”, bei der die KI nicht vorhandene Pixel für eine digitale Vergrößerung erahnt. Google nutzt dabei Daten, die beim Wackeln während des Fotografierens entstehen und hat sich bei der Methode von der NASA inspirieren lassen. Wir reden hier zwar immer noch von digitalem Zoom, die Ergebnisse können sich aber durchaus sehen lassen.

Kein Licht? Kein Problem.

Was wirklich beeindruckt, ist Googles Nachtsicht-Modus, der Aufnahmen von sehr guten Bildern ermöglicht, selbst wenn kaum Licht vorhanden ist. Mehr noch: Mit Nachtsicht bringt das Pixel 3 Licht in Bilder, wo eigentlich gar keines ist. Um zu solchen Ergebnissen zu gelangen, setzt Google nicht auf eine klassische Langzeitbelichtung, denn dazu müsste das fotografierte Objekt stillhalten, während die Kamera ebenso still auf einem Stativ steht. Nein, solche Fotos können tatsächlich mit einem in der Hand gehaltenen Pixel 3 (XL) geschossen werden.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 21)© Mopolis
Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 21) (Bild 22)© Mopolis

Möglich ist das durch hochkomplexe Berechnungen schon vor Auslösung des Bildes und einem neuartigen und lernfähige Algorithmus, der von der Kamera aufgenommene Segmente eines Fotos neu zusammenfügt. Das Ergebnis sind Bilder, die sonst eigentlich nur mit einer zusätzlichen Lichtquelle oder einem Stativ möglich waren.

Mehr Platz im Selfie

Vielleicht ist die Notch im Pixel 3 XL so füllig, weil Google neben der klassischen Tele- noch eine Weitwinkelkamera für Selfies einbaut. Beide auf der Front angebrachten Kameras schießen Fotos mit 8 MP, die Blendenzahl der Weitwinkellinse liegt bei f/2.2, die der Telebereich-Linse bei f/1.8. Aber warum überhaupt eine zusätzliche Weitwinkelkamera? Natürlich um bessere Gruppenselfies zu machen. Im Bild, vor allem am Rand, kommt es dabei zu leichten Verzerrungen. Dafür finden mehr Leute oder mehr vom spannenden Hintergrund im Bild Platz.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 20)© Mopolis

Alles in allem ist die Weitwinkel-Selfie-Kamera damit zwar eher eine Spielerei, allerdings eine solche, die man im Alltag dann doch auch benutzt. Die Telebereich-Kamera auf der Front sorgt für scharfe, detailreiche Bilder, die selbst bei schwierigeren Lichtverhältnissen sehr gute Ergebnisse mit hohen Details erzielt. Der Porträt-Modus, mit dem der Hintergrund automatisch unscharf gezeichnet wird, um mehr Dynamik und Lebendigkeit in ein Bild zu bringen, funktioniert übrigens bei allen Kameras des Pixel 3 (XL).

Technische Daten

  1. Prozessor:Qualcomm Snapdragon 845
  2. Arbeitsspeicher:4 GB RAM (LPDDR4X)
  3. Speicher-Kapazität:64 GB
  4. Display:6,3 Zoll OLED (2960 x 1440 Pixel), HDR, Notch
  5. Hauptkamera:12,2 MP (f/1.8), Dual Pixel AF, OIS, EIS
  6. Frontkamera:8 MP (f/1.8), 8 MP (f/2.2)
  7. Anschlüsse:USB-C 3.0
  1. Akku:3430 mAh, fest verbaut
  2. Wireless:WLAN-ac, Bluetooth 5.0, NFC, A-GPS, 4G LTE
  3. Betriebssystem:Google Android 9.0 Pie
  4. Größe (HxBxT in cm):15,8 x 7,67 x 0,79
  5. Gewicht:184 Gramm
  6. Besonderheiten:IPX8 Zertifizierung (wasserdicht), Fingerprint Reader, Fast Charging, Wireless Charging, Google Lens, Google Fotos
  7. Material & Farbe:Glas, Aluminium, Schwarz

Schlichtes Erscheinungsbild
Aluminium und Glas

Es ist wie bei vielen Sachen: Gewohnheit schafft Attraktivität. Abgesehen von der gewöhnungsbedürftigen Notch sieht das Pixel 3 XL sehr ansprechend aus und fühlt sich hochwertig an. Zu verdanken ist dies der Kombination aus Aluminium und Glas und deren sehr guter Verarbeitung. Mit der gläsernen Rückseite kann das Pixel 3 XL kabellos geladen werden. Der Nachteil ist hier, dass die verwendeten Materialien recht anfällig für Kratzer sind, vor allem das Aluminium schreit regelrecht nach einer schützenden Hülle. Verfügbar ist das Gerät in drei verschiedenen Farbvarianten, nämlich in “Just Black” (Schwarz), “Clearly White” (Weiß) und “Not Pink” (Hellrosa).

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 3)© Mopolis
Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 3) (Bild 15)© Mopolis

Die Rückseite besteht vorwiegend aus Glas im Dual-Tone-Design. Im oberen glänzenden Bereich sind Kamera und Blitz untergebracht. Der Bereich darunter besteht aus mattem Glas. Das sorgt nicht nur für ein hübscheres Erscheinungsbild, sondern hat auch praktische Auswirkungen: Es fühlt sich sehr angenehm in der Hand an, ist deutlich weniger rutschig und gleichzeitig abweisend gegen Fingerabdrücke. Sehr gut und zentral im oberen Bereich der Rückseite befindet sich der Fingerabdrucksensor, der in Sachen Funktionalität keine Wünsche offen lässt. Schnell, präzise, zuverlässig, so soll es sein.

Das Gerät ist aufgrund seiner Größe traditionell nicht ganz so einfach mit nur einer Hand zu bedienen, was allerdings bei Geräten dieses Umfangs quasi normal ist. Die Breite von knapp 7,7 cm und das Gewicht von 184 Gramm machen die Bedienung mit einer Hand oft zum Balance-Akt, vor allem wenn man den seitlichen oder oberen Rand berühren will. Über die Einstellungen lässt sich die Benachrichtigungsleiste aber auch ganz praktisch mit einem Wisch nach unten auf dem Fingerabdruckscanner ausfahren - so musst du seltener umgreifen. Außerdem kannst du die Seitenränder des Gerätes drücken, um den Google Assistant zu starten und das Pixel so per Sprache bedienen.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 17)© Mopolis

Ein weiteres Manko ist der - leider immer häufiger - fehlende 3,5-mm-Anschluss für Kopfhörer. Ja, ein recht anständiger USB-C Kopfhörer ist auch dabei, ebenso gehört ein Adapter von USB-C auf 3,5 mm zum Lieferumfang. Dennoch stört es, denn entweder muss man nun Googles Kopfhörer nutzen, sich einen anderen USB-C-Kopfhörer kaufen (wenn man z.B. lieber Over-Ear mag) oder eben immer an den Adapter denken, um seinen bereits teuer gekauften Kopfhörer anschließen zu können. Leider ist der Mensch vergesslich und so bleibt auch gerne mal genau dieser Adapter zuhause, wenn man gerade unterwegs ist.

Ansprechende Hardware
Solide Performance und Akkulaufzeit

Dank des unverbastelten Androids fühlt sich das Google Pixel 3 XL sehr flüssig an. Die Rechenleistung kommt von Qualcomms aktuellem Prozessor-Flaggschiff namens Snapdragon 845, was in dieser Preisklasse aber auch ein Muss ist. Selbst anspruchsvolle Tasks erledigt das Smartphone ohne Murren und Stottern. Nur 4 GB Arbeitsspeicher könnten langfristig betrachtet allerdings etwas knapp werden. Wie für die Batterie auch greift Googles KI in die Ressourcen-Nutzung ein und gleicht eventuell fehlenden Speicher mit intelligentem RAM-Management aus.

Beide Modelle des Pixel 3 gibt es mit jeweils 64 und 128 GB internem Speicher, eine externe Speicherkarte kann nicht eingesetzt werden. Für uns ein Knackpunkt, denn eine reine 64 GB Variante wirkt kaum noch sinnvoll. Daten von Fotos, Videos, aber auch Musik und Spielen werden immer größer, interner Speicher ist schnell belegt.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 11)© Mopolis

Google bietet zwar für den größten Verbrauch durch Fotos und Videos kostenlosen, unlimitierten Speicher in der eigenen Cloud, allerdings sollte man hier unbedingt den Hinweis beachten, dass dieses Angebot derzeit nur bis 2022 gilt. Die Vorteile einer Cloud sind uns bewusst, ebenso aber auch deren Nachteile. Wer einen großzügigen Tarif hat, kann so ein permanentes Backup anlegen. Mit dem Verlust des Telefons sind die Bilder also nicht auch gleich weg. Andererseits ist beim Ablegen von Bildern und Videos in der Cloud statt auf dem Gerätespeicher dann aber immer eine Internetverbindung nötig, um diese anzuzeigen.

Der Service Google Fotos durchsucht auf Anfrage auch nach Inhalten: “Hey Google, zeige mir meine Fotos mit Bäumen”. Mit Google One kannst du dir den Speicher und die Online-Bibliothek auch teilen. Fotos der Kids landen so automatisch auch beim Partner, falls gewünscht. Wer seine Fotos/Videos etc. lieber nicht in der Cloud speichert, wird vor allem bei einem im Bereich Fotografie so starken Gerät wie dem Pixel 3/3 XL schnell an die Speicher-Grenzen stoßen. Wir empfehlen deshalb direkt die große Speichervariante mit 128 GB, die aber abseits des Google Stores mit UVP-Preis nur schwer erhältlich ist.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 7)© Mopolis
Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 7) (Bild 18)© Mopolis

Ausdauer, kabellos Laden, Assistant Mode im Stand

Der integrierte Akku ist 3430 mAh stark und hält damit bei normalem Nutzen problemlos einen Tag durch, in Screen-on-time gerechnet sind das zwischen 4 und 5 Stunden. Das ist eigentlich ok - Samsungs Note 9, das iPhone XS Max und vor allem das Huawei Mate 20 Pro halten aber zwischen 15 und 20 Prozent länger durch.

Mit dem mitgelieferten 18-Watt-Netzteil ist das Google Pixel 3 XL nach einer Stunde bei 70 Prozent Ladestand, die volle Ladung ist zur Schonung des Akkus nach 2 Stunden erreicht. Kabellos lädt das Pixel mit bis zu 10 Watt und braucht im optional erhältlichen Pixel Stand dann insgesamt etwas 2,5 Stunden. Beim Wireless Charging spielt das allerdings weniger eine Rolle, da das Smartphone darüber in der Regel auf dem Nacht- oder Schreibtisch aufgeladen wird, du dir über die längere Ladedauer also keine Gedanken machen musst.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 8)© Mopolis

Der Pixel Stand empfiehlt sich auch mit einer zweiten Funktion: Er aktiviert einen Modus für den Google Assistant und dient als Wecker, zeigt das Wetter oder Termine und auf Wunsch auch eine Diashow deiner Lieblingsfotos. Für die knapp 80 Euro erhält man bei Ikea aber auch schon eine Schreibtischlampe mit integriertem Charger und ein separates Ladepad noch dazu.

Reines Android
Drei Jahre direkte Updates

In allen Bereichen des aktuellen Android 9 Pie verschafft Google ein übersichtliches Gefühl. Man vermisst keine Optionen und es gibt auch wenig Überflüssiges. Da es sich hier um ein Smartphone aus dem Hause Google handelt, kommt natürlich auch Android in seiner reinsten Form als Betriebssystem zum Einsatz. Die unveränderte Software bietet gegenüber den von vielen anderen Herstellern modifizierten Versionen keine Bläh-Software.

Mit der neuen Android-Version hält eine Gestensteuerung Einzug: Die App-Übersicht ist jetzt eine Leiste, auf der man swipen kann. Du kannst natürlich auch zu den traditionellen Software-Buttons zurück. In den App-Icons findet sich jetzt ein Quickmenu, was je nach Nutzung schnelle Aktionen vorschlägt.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 24)© Mopolis
Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 24) (Bild 25)© Mopolis
Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 24) (Bild 25) (Bild 26)© Mopolis

Viel wichtiger aber noch ist, dass Google Updates für seine Geräte garantiert. Beim Pixel 3 XL sind dies mindestens drei Jahre, mit etwas Glück gibt es aber auch danach noch Aktualisierungen, je nachdem, ob die Hardware dann auch noch mitspielt. Ein Punkt, den die meisten anderen Hersteller nicht gewährleisten können.

Mit "Digital Wellbeing" will Google fördern, dass du dein Smartphone gesünder nutzt und die Technik weniger invasiv auftritt. Das fängt beim SHHH-Feature an, das den Nicht-Stören-Modus aktiviert, wenn du das Pixel 3 XL mit Display nach unten ablegst. Du kannst Benachrichtigungen für bestimmte Tageszeiten deaktivieren und hast auch eine übersichtliche Darstellung deiner Nutzung, um Zeitfresser zu erkennen. Auch die Farben und Helligkeit des Displays lassen sich so automatisch reduzieren, um z.B. beim Lesen im Bett weniger blaues Licht abzubekommen.

Google Pixel 3 XL im Test: (Bild 6)© Mopolis

Unser Fazit zum Google Pixel 3 XL
Harmonisches Paket aus Hard- und Software

Mit dem Google Pixel 3 XL hast du ein Gerät wie aus einem Guss, das mit seiner sehr gut durchdachten Umsetzung beeindruckt. In Sachen Kamera spielt das Pixel 3 XL ganz weit vorne mit und bietet hier einige sehr praktische Funktionen und nette Spielereien für beeindruckende Fotos. Dazu kommen das überzeugende QHD+ Display, reines Android und ein wasserdichtes Gehäuse, die das Pixel 3 XL durchaus konkurrenzfähig machen. Natürlich gibt es aber auch Einschränkungen.

Der fehlende Steckplatz für microSD-Karten sowie kein 3,5mm-Anschluss für Kopfhörer sind zwar zu verkraften, aber dennoch ernüchternd. Die Notch ist einfach nicht hübsch und die Größe des Pixel 3 XL wirkt sich auf dessen Handhabung aus: Oftmals müssen zwei Hände zur Bedienung genutzt werden. Eine Kaufempfehlung bekommt das Pixel 3 XL aber trotzdem für alle, die ihr Smartphone primär für Fotos und Videos nutzen möchten. Die vielen smarten Features aus dem Google-Universum machen das Pixel 3 XL zu einem der smartesten Smartphones.

Die Angebote
zum Google Pixel 3 XL, Just Black, 64 GB

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