Huawei Mate 10 Pro:
Ausdauerndes Android-Multitool im Test

von Robert Kern
aktualisiert vor mehr als 1 Woche

Zu seinen Stärken bei Display, Akku und Performance addiert das Huawei Mate 10 Pro eine umfassende Funktionalität. Es ist nicht seine Künstliche Intelligenz, sondern es sind zahlreiche smarte Kleinigkeiten, die Huaweis neues Android-Flaggschiff zu einem der besten Smartphones machen.

Das KI-Smartphone?
Spezial-Prozessor, Glasgehäuse und smarte Tricks

Von den Vorzügen im Bereich künstlicher Intelligenz bekommt man als Nutzer am Anfang nicht viel mit. Das System möchte von deinen Gewohnheiten lernen, um sich zu beschleunigen - und das braucht Zeit. Im Test überzeugte das Mate 10 Pro im genau umgekehrten Szenario: Wir lernten kleine Funktionen kennen und schätzen, die den Alltag vereinfachen.

  1. Überblick
  2. Design & Verarbeitung
  3. Technische Daten
  4. Display & Audio
  5. Akkulaufzeit
  6. Performance & Software
  7. Kamera mit KI-Funktion
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich
  10. Das sagen die Kollegen

Das Mate 10 Pro hat Features wie den schnellen Fingerabdruckscanner, ein zweites Nutzer-Profil, eine passwortgeschützte Fotogalerie, neben Dual-SIM auch zweimal die gleiche App mit unterschiedlichen Nutzern installieren, Screenshots, die von allein eine komplette Webseite aufnehmen. Die Liste der Extras, die Huawei als eines der ersten Smartphones mit angepasstem Google Android 8.0 Oreo abhakt, ist lang.

Das Ganze setzt auf exzellente Hardware: Im wasserdichten Glasgehäuse mit Top-Verarbeitung sitzt ein 18:9 OLED-Display mit schmalen Rändern, der hauseigene Kirin 970 Prozessor ist eine Arbeitsmaschine und mit 4.000 mAh Akkukapazität kommt man fast schon über zwei Tage.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 4)© Mopolis
Das Mate 10 Pro verwendet ein Glasdesign und eine Dual-Kamera mit Leica-Linsen.

Der Fingerprint-Reader sitzt gut erreichbar an der Rückseite und die Dual-Kamera darüber knipst sehr detailreich und scharf. Im Test des Huawei Mate 10 Pro sind uns nur Kleinigkeiten als Kritikpunkte aufgefallen. Der Verzicht auf einen 3,5mm-Kopfhöreranschluss könnte einige Nutzer treffen, die Lautstärkewippe, der Startknopf und die Kameraumrandungen sind etwas scharfkantig. Kabelloses Laden fehlt auch – nichts, womit man sich nicht arrangieren kann.

Formfaktor und Verarbeitung
18:9 Formfaktor in schwungvolles Glas gebettet

Mit 178 Gramm Kampfgewicht ist Huaweis Glassandwich sehr leicht für ein 6-Zoll-Smartphone. Dank langgezogenem 18:9-Format bietet es den in unseren Augen perfekten Kompromiss aus Darstellungsfläche und Gehäusebreite. Schon beim Google Pixel 2 XL, Apple iPhone X und HTC U11 Plus fiel die Stärke dieses Formfaktors auf. Es braucht schon sehr gute Gründe, wie die Stereo-Lautsprecher des Razer Phones, um von diesem Rezept abzuweichen.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 2)© Mopolis
Das 6-Zoll-OLED-Display ist im 18:9-Format sehr groß geraten und trotzdem bleibt das Mate 10 Pro handlich in den Abmessungen.

Glas in drei spannenden Varianten

Dass Huawei auf Gorilla Glass 5 setzt, hat vor allem ästhetische Gründe. Die Ingenieure und Designer haben mit dem Huawei Mate 10 Pro ein Schmuckstück mit hervorragender Verarbeitung abgeliefert. Das zu den Rändern hin gebogene Glas geht fließend in die Fase des Aluminiumrahmens über. Das verleiht einerseits festen Halt, aber auch eine spannende Optik.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 7)© Mopolis
Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 7) (Bild 17)© Mopolis

Glas sieht toll aus bei einem Smartphone, ist aber auch empfindlich, glatt und sammelt Fingerabdrücke. Vielleicht ist das ein Grund für die besonders scharfen, hervorstehenden Kameraringe. Sie verhindern ein Rutschen des Geräts von unebenen, gleichfalls glatten Oberflächen. Das Mate 10 Pro gibt es in den eher untypischen Farben Mocha Brown, Midnight Blue und Titanium Grey. Aufgrund der besseren Verfügbarkeit empfehlen wir die graue Farbvariante.

Wasserdicht und handlich

Mit der IP67-Zertifizierung übersteht das Gehäuse einen kurzen Tauchgang von bis zu 30 Minuten in Süßwasser bei 1 Meter Tiefe. Wir haben das ausprobiert und konnten keinerlei Einschränkungen feststellen. Die Schutzklasse beschreibt allerdings nur die Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Druck bei Laborbedingungen. Wer mit voller Absicht baden geht, läuft Gefahr, die Dichtungen durch Bewegungen zu überfordern und endet womöglich mit einem Desaster.

Das Mate 10 Pro sitzt nicht nur gut in der Hand, es lässt sich im auch prima einhändig bedienen. Ein Wisch über die Navigationsleiste verkleinert das Display, so dass auch die äußersten Ecken erreicht werden können. Ein Tippen in die leere Fläche und es ist wieder vollflächig. Smart! Ebenso einfach konnten wir die verschiedenen Wischgesten des Fingerabdruckscanners in unseren Alltag einfließen lassen.

Youtube-Video: Ausdauerndes Android-Multitool im Test

Technische Daten
Große Batterie und viel Arbeitsspeicher

  1. Prozessor:HiSilicon Kirin 970
  2. Arbeitsspeicher:6 GB LPDDR4
  3. Speicherkapazität:128 GB
  4. Display:6 Zoll AMOLED (2160 x 1080 Pixel)
  5. Hauptkamera:12 MP (f/1.6) RGB, OIS, AF / 20 MP (f1.6) Monochrom, EIS, AF
  6. Frontkamera:8 MP (f/2.0), AF
  7. Anschlüsse:USB-C 3.1
  1. Akku:4000 mAh, fest verbaut
  2. Wireless:WLAN-ac, Bluetooth 4.2, NFC, A-GPS, 4G LTE Dual-SIM
  3. Betriebssystem:Android 8.0, EMUI 8
  4. Größe (HxBxT in cm):15,42 x 7,45 x 0,79
  5. Gewicht:178 Gramm
  6. Besonderheiten:IP67 Zertifizierung (wasserdicht), Fingerprint Reader, Fast Charging, HDR, IR-Blaster
  7. Material & Farbe:Glas, Aluminium, Braun, Blau, Grau

Display und Audio
Schmale Ränder um das eckige AMOLED-Panel

Die meisten 6-Zoll-Smartphones im 2:1-Format runden ihre Displays an den Ecken ab. Nicht so das Huawei Mate 10 Pro. Es ist kein großer Unterschied, die Rundungen beim Pixel 2 XL lassen sich genauso ignorieren wie Apples Notch beim iPhone X. Huawei erreicht ein fast 82-prozentiges Display-Front-Verhältnis. Das liegt nur einen Prozentpunkt unter dem des Apple iPhone X.

Bei der Auflösung geht Huawei nicht in die Vollen, sondern bleibt bei FullHD+ mit 2.160 x 1.080 Pixel. Das stellt Texte, Symbole und Bilder immer noch sehr scharf dar. Erst im Stromsparmodus (1.440 x 720 Pixel) werden Inhalte verwaschen. Weil das Mate 10 Pro „nur“ 2,3 Millionen Pixel zeigt und nicht wie das Pixel 2 XL 4,1 Millionen (2.880 x 1.440 Pixel), spart es einiges an Rechenleistung und auch Energie. Nur für Googles Daydream VR-Plattform reicht die Pixeldichte von 402 ppi nicht aus.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 3)© Mopolis
Die Auflösung könnte höher sein, mit 2160x1080 Pixel (FHD+) ist das Display jedoch trotzdem scharf und der Akku wird geschont.

Das Display unterstützt HDR10-Kontrast und leuchtet sehr hell auf einem Niveau wie das Apple iPhone X. Im Freien sind Inhalte dadurch sehr gut lesbar und auch die Blickwinkelstabilität ist hervorragend. Wir belassen die Farbdarstellung in der ruhigeren Einstellung „Standard“. Wer knallige Farben vorzieht, kann in den Anzeige-Einstellungen auch „lebhaft“ wählen. Gleiches gilt für die Farbtemperatur, deren stufenlose Anpassung ein Menü zulässt.

Starker Sound in jeder Lage

Oberhalb des Displays und an der Unterseite des Mate 10 Pro finden sich jeweils ein Lautsprecher. Hält man das Smartphone im Landschaftsmodus (Querformat) für Spiele oder Videos, schränkt sich der kräftigere Lautsprecher an der Unterseite etwas ein, um ein ausgewogenes Stereo-Klangbild zu bieten.

Im Porträtmodus fährt er zur vollen Stärke auf und addiert dem Hochtöner über dem Display Mitten und Bässe hinzu. Das Google Pixel 2 XL klingt noch satter, das Razer Phone spielt klanglich sogar eine ganze Liga über dem Mate 10 Pro – Es macht seine Sache jedoch trotzdem gut. Die Sprachqualität stimmt an beiden Enden: Gesprächspartner quittierten uns eine klare Verständlichkeit und waren selbst auch gut zu verstehen.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 9)© Mopolis
Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 9) (Bild 16)© Mopolis

Auf einen Klinkenanschluss wird verzichtet, finden wir nicht weiter schlimm. Insbesondere weil Huawei ein brauchbares USB-C-Headset beilegt, das Apples Earpods optisch und klanglich sehr ähnelt. Wir nutzen Bluetooth (Huawei unterstützt den AptX-HD-Codec) oder eben USB-C. Dass wir nicht laden und zugleich Musik hören können, ist nicht weiter tragisch. Ganz ehrlich, wann machst du das schon? Vor allem, wenn das Telefon eine so hohe Ausdauer wie das Mate 10 Pro bietet.

Akkulaufzeit
Enorm ausdauernd und schnellladend

Huawei verspricht zwei Tage Nutzung für das Mate 10 Pro und hält das Versprechen ohne dass du auf GPS-Navigation, LTE, Spiele oder Streaming verzichten musst. Mit der Akkukapazität von 4.000 mAh geht das Mate 10 Pro sehr sparsam um, was dir einen sorgenfreien Alltag beschert.

Dazu kommt, dass das mitgelieferte Netzteil auch noch extrem schnell lädt. Huawei Super Charge heißt die Technik, die in 30 Minuten fast 60 Prozent Kapazität in das Mate 10 Pro pumpt. Ein kompletter Ladevorgang dauert nur 80 Minuten. Der TÜV Rheinland hat die Technologie als sicher eingestuft. Während des flotten Ladevorgangs erwärmt sich der Akku vergleichsweise wenig, dank der niedrigen Spannung von 4,5 Volt (bei 5 Ampere Ladestrom).

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 11)© Mopolis
Das mitgelieferte Netzteil lädt den Akku mit 4000 mAh extrem schnell, die Sicherheit wurde vom TÜV geprüft.

Für den Alltag bedeutet das, dass du das Mate 10 Pro nur morgens kurz ans Netz hängen musst und dann kommst du ohne Probleme über den Tag. Huawei verzichtet auf kabelloses Laden, was wir nicht weiter schlimm finden. Mit dieser Ausdauer und der Schnellladetechnik wird dir genug Komfort geboten. Lieber kurz ans Netz als lange auf die Ladeschale.

Performance und Software
Schnelles Android 8, schwitziger Prozessor

Die lange Akkulaufzeit erreicht das Huawei Mate 10 Pro auch mit Hilfe des Kirin 970 Prozessors. Der ist im 10nm-Verfahren gefertigt und dadurch sehr sparsam. Der Achtkerner besitzt in Verbindung mit 6 GB Arbeitsspeicher ordentlich Pferdestärken. Das Google Android 8.0 Betriebssystem läuft absolut flüssig, Apps starten schnell und die Performance liegt auf dem Niveau des Snapdragon 835 von Qualcomm. Nur Apple baut einen schnelleren Smartphone-Chip mit dem A11 Bionic in die Modelle iPhone 8, 8 Plus und iPhone X.

In Benchmarks wie Antutu erhalten wir hohe Werte (178529 Pkt.), es zeigt sich aber auch, dass die Abwärme im Glasgehäuse nicht mehr so gut verteilt wird. Drei oder vier Testläufe hintereinander erhitzen den Rahmen im oberen Drittel extrem. In Games erhältst du trotzdem die volle Performance. Im Querformat gehalten musst du dich nur an die ungleiche Wärmeentwicklung des Mate 10 Pro gewöhnen. Kein Dealbreaker für uns, weil wir keine langen Gaming-Sessions einlegen.

Für Aufgaben aus dem Bereich Künstliche Intelligenz wie Bild- und Spracherkennung hat Huawei eine separate Funktionseinheit auf dem Chip untergebracht, die Neural Processing Unit (NPU). Die beschleunigt Übersetzungen von bis zu 50 Sprachen oder erkennt Fotomotive und wählt geeignete Kamera-Einstellungen aus. Viel merkst du als Nutzer noch nicht von den Eingriffen, auch so schießt das Mate 10 Pro sehr gute Fotos.

EMUI 8.0 ist aufgeräumt und umfangreich

In Huaweis Oberfläche EMUI 8.0 finden wir jede Menge hilfreiche Ergänzungen zum aktuellen Android 8 Oreo. Mit der Unterstützung ist Huawei der erste Hersteller, der dem brandneuen Betriebssystem eine eigene Oberfläche verleiht. Die sieht toll aus und bietet dir sehr viele Optionen.

Angefangen beim “Dark Mode”, mit dem von schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund zu weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund gewechselt werden kann. Das schaltet die meisten OLED-Pixel ab und spart Strom. In den Energie-Einstellungen erhälst du noch deutlich umfangreicheren Zugriff auf den Stromverbrauch deiner Apps. Dort lässt sich beispielsweise der Autostart selten genutzter Apps verhindern - Airbnb braucht man nur ein bis zweimal im Jahr zum Beispiel.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 25)© Mopolis
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In EMUI 8 finden wir auch schon die Schnell-Menüs über die App-Icons. Langer Druck auf das Kamerasymbol öffnet die Auswahl für “Momente”, “Große Blende”, “Video” und “Selfie”. Ein zweites Tippen führt in die Kamera-App mit der ausgewählten Voreinstellung. Google Maps zeigt die eingestellten Ziele wie “Zuhause” oder “Arbeit”, das Telefon-Icon präsentiert häufig genutzte oder festgelegte Kontakte und Google Chrome lässt neue Tabs öffnen. Einmal angewöhnt spart das eine Menge Zeit.

Mit einem Kabel (USB-C 3.1 auf HDMI) gibt es auch die Möglichkeiten, einen Desktop-Modus aufzurufen, der stark an Windows 10 erinnert. Das Mate 10 lässt sich so an einen Bildschirm anschließen und fungiert als Maus oder virtuelle Tastatur im “easy projection mode”.

Hervorragende Kamera
Künstliche Intelligenz hat kaum Effekte

Huaweis Fotofähigkeiten sind wohl primär der starken Hardware geschuldet: Beide Linsen der Dual-Kamera haben mit einer Blende von F/1.6 eine hohe Lichtstärke. Das Kameragespann kombiniert einen 20 Megapixel Monochrom-Sensor mit einer 12 Megapixel Farbaufnahme für mehr Details und erreicht damit im Test durch DxOmark 97 Punkte. Wie das gleichplatzierte Apple iPhone X muss es sich in einigen Bereichen nur Googles Pixel 2 (XL) geschlagen geben.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 28)© Mopolis
Die obere Kamera fotografiert mit 12 Megapixel Auflösung in RGB, die untere arbeitet mit einem 20 Megapixel Monochrom Sensor für mehr Details. Beide nutzen sie eine lichtstarke Blende von F1.6

Wir haben im Alltag sehr gern Fotos geschossen mit dem Mate 10 Pro. Die Schärfe, ein schneller Autofokus, gute Performance bei schlechtem Licht und ein toller Porträtmodus sind die überzeugenden Argumente. Auch die Frontkamera knipst scharf. Gefallen haben uns die vielen Einstellungsmöglichkeiten für die nachträgliche Bearbeitung. Mit dem Huawei Mate 10 Pro holt man direkt auf dem Smartphone schnell das Beste aus seinen Bildern raus. Warum der HDR-Modus nicht automatisch greift, sondern immer erst aktiviert werden muss, erschließt sich uns dabei nicht.

Im Videomodus beschränkt sich das Mate 10 Pro auf 4K-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde, die doppelte Wiederholrate schaffen bisher nur Apples neue iPhones. Auch bei 1080p-Zeitlupen halbiert unser Testgerät die Bildrate der iPhones und bietet nur 120 statt 240 FPS. Nichtsdestotrotz liefert das Mate 10 Pro sehr gute Videoaufnahmen.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 18)© Mopolis
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Die Linsen vor dem RGB-Farbsensor besitzen einen optischen Bildstabilisator (OIS), die elektronische Stabilisierung arbeitet nur bis zu einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD) bei 30 Bildern pro Sekunde. Durch die flüssigere Aufnahme in 1080p60 fallen Wackler nicht so sehr auf, das scharfe 4K-Bild ist allerdings nur etwas für extrem ruhige Hände oder ein Stativ. “Run and Gun”- Aufnahmen aus der Hand sind stark verwackelt und zeigen ein waberndes Bild (Rolling shutter).

Fazit: Starker Allrounder
Das Huawei Mate 10 Pro lässt kaum Wünsche offen

Eine lange Akkulaufzeit, ein helles und knackiges Display, schnelle Hardware und eine scharfe Kamera. Was will man mehr? Wireless Charging, SD-Kartenslot und 3,5mm-Klinke? Braucht das Huawei Mate 10 Pro nicht unbedingt, es bietet genügend Vorzüge. Mit dem üppigen 4.000-mAh-Akku kommen wir fast über zwei Tage, 128 GB Speicher reichen uns und für Musik gibt es den Bluetooth AptX HD Codec, kräftige interne Speaker und ein mitgeliefertes USB-C-Headset.

Ausdauerndes Android-Multitool im Test (Bild 13)© Mopolis

Das wasserdichte, elegante Glasgehäuse ist hervorragend verarbeitet. Mit dem 18:9-AMOLED-Display erhält das Mate 10 Pro einen griffigen Formfaktor und stellt gleichermaßen viel Displayfläche bereit. Bis auf die Daydream-Kompatibilität fordert die FHD-Plus-Auflösung von 2.160 x 1080 Pixel keine Kompromisse. Der Screen ist scharf, hell und farbstark.

Huawei liefert auch in Sachen Geschwindigkeit: Schneller Prozessor, schnelles Laden, schneller Autofokus – alles Top wie es sich für ein Premium-Flaggschiff gehört. Auch LTE ist schnell, mit Cat 18 für beide SIM-Karten sogar das schnellste überhaupt derzeit. Unsere Empfehlung holt sich das Mate 10 Pro letztendlich jedoch durch viele smarte Kleinigkeiten ab. Bei der Vielfalt ist für jeden etwas dabei.

Die Angebote
zum Huawei Mate 10 Pro

Das sagen die Kollegen Huawei Mate 10 Pro

Nicht nur uns hat das Huawei Mate 10 Pro überzeugt. Hier findest die Zusammenfassung weiterer Testberichte und Blog-Artikel über das neue Android-Flaggschiff des chinesischen Herstellers.

Areamobile – KI macht den Kumpel
Stefan Schomberg vergibt ein "Sehr Gut" mit 92 Prozent für das Mate 10 Pro. Das Huawei Mate 10 Pro sei beeindruckend, wenn auch kein Über-Smartphone. Eine hervorragende Ausstattung, technisch auf Augenhöhe mit den besten Smartphones und tolle Nachtaufnahmen - Den Vorzügen stehen die nachzuliefernde HDR-Unterstützung, fehlendes Wireless Charging und die Möglichkeit der Speichererweiterung gegenüber.

AndroidPit – Macht nach einer Woche schon süchtig
Eric Ferrari-Herrmann ist begeistert vom Akku, der Kamera und er exzellenten Hardware-Performance. Dazu wird der Sound gelobt, das wasserdichte Chassis und die Dual-SIM-Fähigkeit. ANdroidPit vermisst den Klinke-Anschluss noch, genauso wie einen HDMI-Adapter für Easy Projection.

t3n – Stille KI, glänzende Leica-Kamera
Auch Andreas Floemer von t3n lobt die Verarbeitung, Performance und Kamera des Mate 10 Pro. Die rundum gelungene Weiterentwicklung profitiert ergonomisch vom 18:9-Formfaktor und die Pixeldichte fiel nicht negativ auf. Absolutes Oberklasse-Niveau werden der Performance, Akkulaufzeit und Kamera bescheinigt.

Hardwareluxx – KI und schmaler Rand reichen nicht
Der Kollege Patrick Bellmer von Hardwareluxx vermisst Alleinstellungsmerkmale und wünscht sich mehr Pixel. Die Helligkeit schwanke zu stark (wir nutzen die Auto-Einstellung aus diesem Grund auch nicht) und HDR fehlt. Genauso wie der microSD-Slot, Bluetooth 5 und WLAN-MIMO. Glasrückseite aber kein kabelloses Laden? EMUI 8 als Baustelle, eine praktisch wenig wirksame KI und keine Audio-Buchse lassen den Redakteur beinahe vergessen, dass das Mate 10 Pro in Summe ein gutes Smartphone ist. Aber eben nur beinahe.

ComputerBase – Starkes Stück mit kleinen Makeln
Bei ComputerBase sieht Mahir Kulalic Probleme durch den späten Marktstart des gelungenen Smartphones. Es weise kaum nennenswerte Schwächen auf und überzeuge gerade bei den Basics. Schutz vor Wasser, kompakte Abmessungen, sehr gute Verarbeitung und dazu die starke Kamera, der Wechsel auf OLED und lange Akkulaufzeiten. Bei den Messungen wurde dem Display eine hohe Helligkeit beschieden und die Auflösung nur ein klein wenig gerügt. Käufer werden es nicht bereuen, meint Mahir.

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Die Alternativen
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