Samsung Galaxy Note 9 im Test:
Das größte Android-Superphone

von Robert Kern
aktualisiert am 04. Dezember 2018

Das Samsung Galaxy Note 9 trägt das beste Smartphone-Display, einen ausdauernden Akku und starke Kameras im eleganten, wasserdichten Gehäuse. Was will man mehr? Einen Kopfhöreranschluss, den S-Pen und bis zu 1 TB Speicher vielleicht? Bis auf den Assistenten Bixby zeigt der neue High-Tech-Gigant mit Bedienstift im Test keine Schwächen.

Groß und Viel
Ist das zuviel des Guten? Jain.

Die Motivation seitens Samsung, das Galaxy Note 9 auf den Markt zu werfen gibt das Unternehmen in drei einfachen Fragen zu Beginn des zurückliegenden Unpacked-Events: “Ist dein Telefon zu langsam? Du hast zu wenig Speicher? Dein Akku ist leer? - Wir ändern das heute”.

  1. Groß & viel
  2. Ein Superphone
  3. Alltagstauglichkeit
  4. Technische Daten
  5. Varianten
  6. Ausstattung
  7. Starke Kameras
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich

Was folgt ist die Vorstellung eines extrem schnellen 6,4-Zoll-Smartphones mit der größten Batterie, die Samsung je in einem Mobiltelefon verbaut hat und die Möglichkeit, mit dem Samsung Galaxy Note 9 einen Terabyte an Smartphone-Speicher mit sich herumzutragen. Das ehemalige Vorzeige-Feature, der S-Pen (Stift), rückt auf seinen rechten Platz in den Hintergrund bei diesem maximierten Telefon.

Mit dem Samsung Galaxy Note 9 wird das Versprechen von “Mehr” eingelöst - Die Frage ist nur, ob man das tatsächlich braucht und gewillt ist, dafür auch Platz zu schaffen. In vielen Testberichten plädieren wir bei Mopolis für großformatige Smartphones. Bei unserem Test des Note 9 taucht die Frage auf: Ist das zuviel des Guten? Sprich: Ist es zu groß? Jain.

Youtube-Video: Samsung Galaxy Note 9 im Test:

Ein Superphone
Oppulente Technik in jeder Hinsicht

In seinen Dimensionen ist das Samsung Galaxy Note 9 dem Apple iPhone 8 Plus (Testbericht) sehr ähnlich. Nur technisch gesehen handelt es sich beim Samsung-Barren im direkten Vergleich um ein ans Limit hochgerüstetes 200-Gramm-Smartphone. Es ist das Galaxy-Smartphone mit der aktuell stärksten Ausstattung.

Das 6,4-Zoll-AMOLED-Display des Note 9 ist riesig und das beste, was man in einem Telefon bekommen kann. Es bedeckt 83% der Frontseite im 18,5:9-Format ab und es hat keine Notch. Scharf, mit hoher Helligkeit, kontrastreich - einfach fantastisch. Webseiten, Netflix, Bilder, Notizen mit dem S-Pen und Apps im Splitscreen gehören für uns zu den Anwendungen, die am meisten von der Bildschirmfläche profitieren.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 15)© Mopolis

Über und unter dem Bildschirm nutzt Samsung den Platz für potente Stereo-Lautsprecher. Ein 3,5mm-Audioanschluss passte auch noch neben den USB-C-Ladeport und den S-Pen als Hauptmerkmal der Note-Serie. Mit 4.000 mAh Akkukapazität schließt Samsung zur Konkurrenz wie dem Huawei P20 Pro auf und der hauseigene Exynos 9810 Chip darf sich zu den schnellsten Prozessoren zählen. Mit einer Flüssigkeitskühlung untermauert Samsung die anspruchsvolle Hardware. In Benchmarks wie Geekbench, AnTuTu und PCMark schneidet das Smartphone hervorragend ab.

Bei den Speichervarianten darf man sich für saftige 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Flash-Speicher oder 8 GB RAM mit gigantischen 512 GB Flash entscheiden. Auch wenn im Samsung Galaxy Note 9 das Kamera-Gespann des älteren Galaxy S9+ unterkommt, darf sich die Hardware bei Fotos und Videos zu den besten zählen. In Summe gibt es auf dem Datenblatt, wie von Samsung versprochen, keine Enttäuschungen.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 6)© Mopolis
Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 6) (Bild 14)© Mopolis

Alltagstauglichkeit des Samsung Galaxy Note 9
Solides Design aber empfindliches Glas

Als 6,4 Zoll großes Glas-Telefon ist das Samsung Galaxy Note 9 automatisch etwas risikobehafteter, aber unter den Premium-Smartphones dominiert diese empfindlichere Bauweise. Glas ist rutschiger und zerbrechlich, sieht dafür sehr elegant aus. Das Note 9 zählt definitiv zu den attraktivsten Smartphones. Die Verarbeitung des neuen Flaggschiffes ist zudem erstklassig und es ist auch mit dem Einschub für den Stift wasserdicht. Im Test unter dem Wasserhahn erschien jedoch eine Warnung, dass Feuchtigkeit im Ladeport registriert wurde.

Wir leben gefährlich und packen ein Smartphone in der Regel ungern in Cases oder Schutzfolien. Eine zusätzliche Hülle würden beim Note 9 ein bis zwei Millimeter in jede Richtung addieren. Und es ist so schon nicht ganz unkompliziert im Handling. Das Galaxy Note 9 ist in den allermeisten Situationen irgendwann zweihändig zu bedienen. App aufrufen, scrollen… die erste Eingabe erfordert dann meist die Hinzunahme der zweiten Hand.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 2)© Mopolis

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite und der Power-Button zum Entsperren per Gesichtserkennung und Irisscan sind dagegen gut erreichbar. Der wertige Metallrahmen ist griffig und flach auf dem Tisch gelegt sorgt die leicht hervorstehende Kameraleiste auch nicht dafür, dass es unfreiwillig wackelt.

Den ganzen Tag mit hoher Performance

Entgegen den Versprechungen von Samsung hält der Akku des Note 9 keine zwei Tage durch. Bei normaler bis intensiver Nutzung ist ein Tag jedoch locker drin. Wer am Schreibtisch arbeitet, kauft sich am besten eine Ladeschale oder Lampe mit integriertem Qi-Wireless-Charger. Mit maximaler Display-Auflösung erreichen wir im Test 6-7 Stunden Screen-on-Time. Der mit 4.000 mAh größte Akku, den Samsung je verbaut hat, verhilft dem Note 9 so zu einer angemessenen Laufzeit.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 5)© Mopolis

Technische Daten
Viel RAM, großer UFS-2.1-Speicher und eine Menge Power

  1. Prozessor:Samsung Exynos 9 Octa 9810
  2. Arbeitsspeicher:6 GB LPDDR4
  3. Speicher-Kapazität:128 GB
  4. Display:6,4 Zoll Infinity-Display OLED (2960 x 1440 Pixel)
  5. Hauptkamera:12 MP (f/1.5-2.4) + 12 MP Tele (f/2.4) Dual-Kamera
  6. Frontkamera:7 MP (f/1.7)
  7. Anschlüsse:USB-C 3.1 Gen 1 (OTG), 3.5mm-Klinke
  1. Akku:4.000 mAh
  2. Wireless:WLAN-ac, Bluetooth 5.0, NFC, A-GPS, 4G LTE Dual-SIM
  3. Betriebssystem:Google Android 8.1
  4. Größe (HxBxT in cm):16,2 x 7,64 x 0,88
  5. Gewicht:201 Gramm
  6. Besonderheiten:S-Pen, IP68 Zertifizierung (wasserdicht), Gesichtserkennung, Fast Wireless & Fast Charging
  7. Material & Farbe:Glas, Aluminium, Schwarz

Weitere Varianten
Farbvarianten in Schwarz, Blau und Violett

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Ausstattung des Samsung Galaxy Note 9
S-Pen und Bixby oft überflüssig

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 12)© Mopolis

Ausgerechnet der Stift, das stark verbesserte Alleinstellungsmerkmal S-Pen, ist ein eher schwaches Argument für das Galaxy Note 9. Wir haben im Test ausgiebig Live-Nachrichten an unsere Liebsten verschickt, Screenshots geteilt, Selfies per Fernauslöser gemacht, ein paar Einkaufszettel auf dem ausgeschalteten Bildschirm notiert und versucht, Pressekonferenzen mitzuschreiben.

Die Handschrifterkennung ist aber noch nicht bereit für unsere Klaue, eine Fehleingabe führt schnell zum Verlust des Fadens und prinzipiell halten wir Sprachnachrichten oder Notizen oft für die bessere Alternative. Der S-Pen ist ok, wir fragen uns nur, ob ein größerer Akku, bessere Lautsprecher oder sogar ein kleineres Smartphone für uns nicht größeren Nutzen brächten. Mit der Unterstützung für Bluetooth und der Funktion als Fernauslöser hat er S-Pen allerdings mehr Berechtigung als beim Vorgänger Galaxy Note 8.

Mit den Stereo-Lautsprechern sind wir übrigens zufrieden. Die Lautstärke und der Klang machen Streaming in Verbindung mit dem großzügigen und lebendigen AMOLED-Display zum Erlebnis.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 11)© Mopolis

Auch Bixby deaktivieren wir gleich wieder

Auf Samsungs Sprachassistent Bixby können wir genauso verzichten wie auf den S-Pen. Wir haben uns ebenfalls bemüht, ihn zu nutzen, aber die erste große Hürde ist für viele schon die Sprachbarriere. Bixby spricht nur Englisch und ist auch da meilenweit vom natürlichen Umgang mit Alexa, Siri oder dem Google Assistant entfernt.

Auch die Unterstützung für Deutsch wird Bixby nicht auf die Stufe der genannten Alternativen heben. Deswegen entbrennt bei allen jüngeren Samsung-Geräten regelmäßig die Diskussion um die dedizierte Hardware-Taste am Gehäuse. Ein Auslöser für die Kamera wäre da nützlicher.

Dual-SIM mit 4G LTE und Samsung Dex

Auf Dienstreisen und im Urlaub begrüßen wir die Möglichkeit, zusätzlich eine lokale SIM-Karte zu nutzen. Der Hybrid-Slot lässt entweder die Speichererweiterung per microSD-Karte zu oder aber eine zweite SIM. Auch Berufliches und Privates lässt sich so besser trennen. Für uns ist Dual-SIM ein Profi-Feature, das der Zielgruppe entspricht. Samsung Dex haben wir im Test (noch) nicht ausprobiert. In der neuesten Generation des Features braucht es keine Dex-Dockingstation mehr, das Note 9 wirft seine Desktop-Oberfläche auch per USB-C-HDMI-Kabel auf den Monitor.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 10)© Mopolis

Starke Kameras des Samsung Galaxy Note 9
Ein High-Tech-Setup für scharfe Fotos

Das Dual-Kamera-Gespann des Note 9 zählt zu den besten, die derzeit in Smartphones verbaut werden. Der Fokus ist schnell und präzise, es entstehen natürliche und kontrastreiche Aufnahmen. Uns gefällt die geringe Schärfentiefe für ein natürliches Bokeh und die Mängelerkennung, die vor Blinzlern oder verschwommenen Fotos warnt.

Im Vergleichstest der Seite DxOMark rangiert die Dualkamera des Samsung Galaxy Note 9 hinter dem Huawei P20 Pro punktgleich mit dem HTC U12+. Die 12-Megapixel-Hauptkamera ist mit variabler Blende von f/1.5-2.4 ausgestattet und nutzt eine Dual-Pixel-Phasenerkennung für den Autofokus. Für Teleaufnahmen ist eine zweite, ebenfalls optisch stabilisierte Kamera mit f/2.4 verbaut. Für Selfies bietet das Note 9 eine Frontkamera mit 7 Megapixeln. Alles ziemlich High-Tech und von den Ergebnissen her beachtlich.

Auch bei der Videofunktion landet das Samsung Galaxy Note 9 im Spitzenfeld der Bestenliste. Die Fähigkeiten des P20 Pro bei Nachtaufnahmen haben uns im Test jedoch auch beeindruckt und sichern der Triple-Kamera im P20 Pro den ersten Platz, wenn es um Fotos bei schlechtem Licht geht. Knipst man häufig Menschen, so gefallen uns die natürlicheren Porträts der Kamera im Galaxy Note 9 besser. Das ist allerdings weniger ein Hardware-Kampf, Huawei greift aggressiver mit dem Prozessor in die Bilder ein.

Samsung Galaxy Note 9 im Test: (Bild 3)© Mopolis

Unser Fazit zum Samsung Galaxy Note 9
Nur mit der Größe muss man zurechtkommen

Mit seinem super Display, knackiger Performance, einer langen Akkulaufzeit und scharfen Kameras im wertigen Gehäuse setzt sich das Samsung Galaxy Note 9 an die Spitze der Smartphone-Rankings. Es ist zudem wasserdicht, hat einen Kopfhöreranschluss, ausbaubaren Speicher, kabelloses Laden und einen Stylus.

Im Grunde lässt sich nur wenig Negatives über das Note 9 sagen. Bixby ist ein Kritikpunkt, da sich die Taste ab Werk nicht neu mit dem Google Assistant oder einer App belegen lässt.

Man muss sich im Alltag an die Größe des 6,4-Zoll-Smartphones gewöhnen. Mit dem riesigen, scharfen und hellen Display und den kräftigen Stereo-Speakern geht nun mal der Zwang zum öfteren Umgreifen einher. Wer Großformat-Smartphones mag und den ebenfalls großformatigen Preis nicht scheut, wird das Note 9 lieben.

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