Die 3 besten Smartwatches
die wir lieben

von Jonathan Kemper, 24.August.2017 aktualisiert

Seit Jahren wollen Smartwatches unser Leben verbessern - indem wir pünktlicher sind, uns gesünder ernähren oder uns schlichtweg mehr bewegen. Binnen kürzester Zeit haben sie sich vom nischigen Gadget zum kompetenten Begleiter avanciert. Wir haben unsere Favoriten dieser Kategorie für dich herausgesucht.

Inhalt im Überblick

  1. 1. Anforderungen & Erwartungen
  2. 2. Die Betriebssystem im Überblick
  3. 3. Recherche & Quellen
  4. 4. Neuveröffentlichungen & Innovationen

Anforderungen und Erwartungen
Mehr als nur die Uhrzeit am Handgelenk

Smartwatches sind erst seit ein paar Jahren so wirklich populär. Den ersten großen Schritt machte das Startup Pebble 2012 mit einer fulminanten Kickstarter-Kampagne, viele Modelle folgten. Leider wurde der vielversprechende Hersteller aus Amerika 2017 kurz und schmerzlos vom Branchen-Riesen Fitbit geschluckt. Doch seitdem haben sich auch viele namhafte Firmen in dem Markt versucht. LG, Motorola und Samsung gaben mit als Erste dem anfangs noch sehr wackligen System Android Wear eine Chance, haben sich inzwischen jedoch größtenteils wieder verabschiedet oder eigener Software gewidmet.

Im Jahr 2015 folgte dann ein entscheidender Schub für den Markt, denn die Weltöffentlichkeit wartete auf das erste Apple-Gadget dieser Art. Und tatsächlich: Die Apple Watch konnte sich mit all ihren Generationen einen Löwenanteil der Marktverteilung sichern und wird auch vermutlich weiterhin eine der erfolgreichsten Smartwatches sein.

Wo eine Smartwatch anfängt und wo sie aufhört
Der Grat zwischen smarter Analog-Uhr, Fitness-Tracker und Smartwatch ist bereits sehr schmal - und wird es auch weiterhin werden. Viele Uhren wollen richtige Alleskönner sein und verzichten auf ein Alleinstellungsmerkmal. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Während sich die eine Smartwatch durch einen SIM-Slot auszeichnet und sich so auch abseits des Smartphones mit dem Internet verbindet, hat die andere vielleicht ein GPS-Modul und ermöglicht Strecken-Aufzeichnungen beim Sport. Allen gemein ist im Normalfall jedoch die Möglichkeit Apps zu installieren. Genau das macht als Analogie betrachtet den Unterschied zwischen normalen Handys und Smartphones aus.

Mit dem Release von Android Wear 2.0 wurde eines der beliebtesten Betriebssysteme für Smartwatches um eine ausschlaggebende Funktion bereichert: Inzwischen lassen sich Apps auch ohne das Smartphone installieren. Bei der Apple Watch mit watchOSmuss zwingend ein iPhone verbunden werden. Samsungs Software Tizen OS wiederum funktioniert mit beidem, dennoch gibt es Unterschiede im Funktionsumfang.

Heutige Smartwatches haben jedoch oftmals eine noch größere Achillesferse: Die Akkulaufzeit. Während Pionier Pebble diesem Problem mit einem monochromen E-Ink-Display entgegenwirkte, jedoch auf ein scharfes LCD verzichtete, müssen aktuelle Smartwatches fast jeden Tag an den Strom. Das erfordert jedoch nur eine gringfügige Umgewöhnung vom Smartphone, welches ebenfalls nachts an die Steckdose sollte, damit es am nächsten Morgen frisch durchstarten kann.

Apps gibt es nicht nur auf dem Smartphone
Mit Anwendungen von Drittanbietern vervielfältigt sich der Einsatzbereich einer Smartwatch. Du hast Zugriff auf die Wettervorhersage, kannst deine Musikwiedergabe steuern oder sogar direkt vom Speicher der Uhr abspielen. Du kannst deine sportlichen Aktivitäten aufzeichnen oder auf eingehende Nachrichten per Spracheingabe und Touchscreen antworten.

Stehst du bei dem Kauf eines solchen Gadgets vor der schwierigen Entscheidung zwischen Smartwatch und Fitness-Tracker à la Fitbit, gilt grundsätzlich: Machst du viel Sport und willst dich mit anderen messen, genauestens zwischen diversen Sportarten unterscheiden und längere Akkulaufzeit, solltest du zum Tracker greifen. Sind dir jedoch ein farbiges Display, Apps und Vielseitigkeit wichtig und du kommst mit einer kürzeren Akkulaufzeit zurecht, ist die Smartwatch eine gute Wahl. Für ein bisschen Sport sind die meisten Modelle auch mit Herzfrequenzsensor, Schrittzähler und Wasserdichtheit ausgerüstet.

Diese Aufgaben beherrscht (fast) jede Smartwatch

Die Betriebssystem im Überblick
Mit der Wahl des Herstellers fällt auch die der Software

Google Android Wear
Android Wear ist das wohl am weitesten verbreitete System für Smartwatches. Und das auch nicht völlig ohne Grund: Schließlich hat es sich seit dem Start im Jahr 2014 vor allem mit dem zweiten Major Release stark verbessert, bei dem es umfangreiche, grundlegende Updates gab. Nicht verwechselt werden darf Android Wear mit Smartwatch-Systemen, die lediglich auf Android basieren. Diese findet man hauptsächlich auf Uhren aus China, die oftmals halbherzige Oberflächen verwenden und nicht empfohlen werden können.

Apple watchOS
watchOS nennt sich die Eigenentwicklung von Apple, die für ihre smarten Uhren optimiert wurde. Es taucht in der ganzen Smartwatch-Historie erst recht spät auf, immerhin wurde die erste Apple Watch just 2015 vorgestellt. Seitdem folgt im etwa 1,5-jährlichen Zyklus eine neue Auflage. Eine richtige Regelmäßigkeit ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht zu benennen. Die Apple Watch, auf der watchOS exklusiv installiert wird, setzt ein gekoppeltes iPhone voraus, was sich in der Zukunft auch sehr wahrscheinlich nicht ändern wird.

Tizen OS
Tizen ist wie Android ein freies Betriebssystem und basiert ebenso auf Linux. Entwickelt wird es maßgeblich von Samsung, doch auch Intel und die Linux Foundation sind an der Programmierung beteiligt. Das Projekt wurde 2012 gestartet und löste Samsungs Bemühungen an Bada ab, welches den Versuch einer Alternative der Südkoreaner zum aufstrebenden Google-OS Android darstellte. Im Jahr darauf gab der Hersteller bekannt, Tizen hauptsächlich für vernetzte Geräte im Haushalt wie Kühlschränke und Fernseher und auch Smartphones einzusetzen. Noch später wurden dann auch die Smartwatches hinzugefügt.

Andere Systeme
Neben diesen prominenten Vertretern existieren auch einige proprietäre Lösungen, zum Beispiel von Fitbit, Garmin oder Polar. Sie bringen zwar alle Standardfunktionen mit, sind aber nicht mit Apps zurecht, die zum Beispiel für Android Wear programmiert wurden. Dafür gibt es an manchen Ecken und Kanten Unterschiede. So sind Tracking-Apps besonders gut implementiert und Spezialanwendungen des Herstellers werden priorisiert an die eigenen Geräte ausgespielt.

Unsere Recherche und Quellen
Wir fassen den Marktüberblick für dich zusammen

In den letzten Jahren ist der Smartwatch-Markt explodiert. Noch immer ist er jung und fragil, manch ein Hersteller hat sich schon wieder zurückgezogen. Dennoch ist die Auswahl so groß wie nie. Die Unterschiede sind teilweise sehr gering, vor allem innerhalb der Produkte mit gleichem Betriebssystem. Unterschiedlich sich auch die Meinungen der Pressekollegen deutscher Online-Magazine und Blogs. Wir haben uns für dich durch Testberichte, Bestenlisten und Vergleiche gekämpft, damit du bei uns alles erfährst.

golem.de: „Das derzeit beste Gesamtpaket”
Das IT-Portal nennt die Garmin Fenix 5 “das derzeit beste Gesamtpaket” und empfiehlt sie allen Sportenthusiasten. Mit der Größe müsse man sich zwar anfreunden, eine Alternative stammt jedoch mit der Forerunner 935 aus dem gleichen Haus. Allerdings wird auch empfohlen die drei verschiedenen Versionen (5, 5S, 5X) vorher genauer unter die Lupe zu nehmen, um für sich persönlich zu entscheiden, welche wirklich zu einem passt.

netzwelt.de: „Allround-Smartwatch mit üppiger Ausstattung”
Die Huawei Watch 2 ist unsere Empfehlung aus dem Android Wear Lager. Entgegen dem Vorgänger ist die zweite Generation auch an Sportler gerichtet, hat sich in ihrem Stil dafür auch zum Besseren gewandelt. Doch auch Sportmuffel dürften mit dem leichten Design, ihrer herausragenden Verarbeitung und der zeitgemäßen Performance glücklich werden. Abzüge in der B-Note gibt es nur für die teilweise misslungene Ladestation.

curved.de: „Alles ist schneller und flüssiger”
Als Fan des Ökosystems kommt man an einer Apple Watch, vorrangig der zweiten Generation, eigentlich nicht vorbei. Den Kollegen von Curved ist der Fokus auf Fitness stark aufgefallen, den man bei der Überarbeitung der ersten Apple Watch vollzogen hat. Dank des GPS-Moduls ist sie beim Jogging souverän verwendbar und dank der Wasserdichtigkeit auch im Schwimmbad ein willkommener Begleiter. Auch ohne diese Einsatzbereiche werden ein besserer Akku und eine schnellere
watchOS Oberfläche positiv erwähnt.

inside-handy.de: „Eine der besseren Smartwatches auf dem Markt”
Die Gear S3 ist mit “Classic” und “Frontier” in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich. Das Display ist groß und scharf, gibt der Uhr jedoch auch ein klobiges Äußeres. Wie schon ihre zahlreichen Konkurrenten setzt die Gear S3 auf sportliche Menschen in ihrer Zielgruppe. Die Frontier spricht mit ihrer Robustheit sogar besonders Abenteuerlustige an. So das Fazit der Kollegen.

Neuveröffentlichungen und Innovationen
Kern-Funktionen werden verbessert und der Komfort steigt

Schon seit einiger Zeit ein gern gesehenes Feature ist sicherlich das LTE-Modul, mit dem Smartwatches auch autark funktionieren können. Vorreiter war hier LG mit der zweiten Generation der so genannten Urbane. Doch munkelt man auch, dass die nächste Apple Watch mit einer mobilen Funkverbindung ausgestattet sein wird. Und wenn Apple plant so einen Standard festzulegen, werden vielleicht auch andere Hersteller motiviert. Doch das ist nicht alles, was sich bei den Smartwatches in den nächsten Jahren verändern wird.

Fokus auf eine bessere Akkulaufzeit
Bitter nötig in den Handgelenk-Computern sind bessere Akkus. Der Richtwert für die Laufzeit einer Smartwatch ist nicht viel anders als bei Smartphones: Rund ein Tag halten die aktuellen Topmodelle, meist vom Auftstehen morgens bis zum Zubettgehen am Abend. Die Samsung Gear S3 schafft immerhin rund vier Tage, oftmals lässt sich diese mit dem Ausschalten von drahtlosen Verbindungen oder einem dunkleren Display noch etwas strecken.

Mehr Features und Sensoren für die Gesundheit
Vor allem im medizinischen Bereich sollte sich noch viel tun. Hier werden Funktionen entwickelt, die nicht in allen Smartwatches verbaut werden sollen, sondern nur in wenigen, spezialisierten Modellen. Ein Blutzuckermesser, ein EKG oder Braille-Darstellung für Blinde sind derzeit im Gespräch. Der Blutzuckermesser soll es Gerüchten zufolge auch in die nächste Apple Watch schaffen. Das wäre ein komplettes Novum, welches Diabetiker auf das Apple-Universum aufmerksam machen könnte.

Flexible Displays statt klassischer Uhr
Bei dem ein oder anderen ist das Handgelenk vielleicht breit und flach genug für eine Smartwatch mit rundem und planem Bildschirm. Dass damit Platz verschenkt wird, haben die Hersteller jedoch auch erkannt. Die Lösung liegt daher in flexiblen Displays, die sich rund um den Arm schmiegen. Die Entwicklung ist noch nicht so weit, wie man meinen möchte. Vor einiger Zeit hat sich Samsung mit einem entsprechenden Wearable daran versucht. In marktreifen Smartwatches kam die Technik noch nicht zum Einsatz.

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