Apple Watch Series 3:
Neue Generation mit LTE & watchOS 4 im Test

von Stefan Trunzik
aktualisiert vor mehr als 1 Woche

In seiner Series 3 überzeugt die Apple Watch mit noch mehr Leistung, mehr Freiheit durch Mobilfunk und dem umfangreichen watchOS 4 Betriebssystem. Sie ist nicht nur die beste Smartwatch für iPhone-Nutzer, sondern auch der Spitzenreiter der gesamten Kategorie. Im Test fühlen wir der dritten Generation im schwarzen Edelstahl-Gehäuse auf den Zahn.

Was die Apple Watch auf dem Kasten hat
Vom Marktführer von Uhren und Wearables

Die Apple Watch ist ein kompakter Begleiter in Verbindung mit deinem iPhone und die Anzeige der Uhrzeit ist dabei wohl der kleinste Teil des Funktionsumfangs. Sie verhält sich wie ein Zusatzbildschirm deines Smartphones, der dir an deinem Arm Informationen schnell liefern und den Griff zum iPhone oftmals ersparen kann.

  1. Grundfunktionen
  2. Übersicht der Varianten
  3. Design & Personalisierung
  4. Technische Daten
  5. Neuheiten der Series 3
  6. Steuerung, Display & Akku
  7. Das neue watchOS 4
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich
  10. Das sagen die Kollegen
  11. News zur Apple Watch

In unserem Alltag sehen wir am häufigsten für Benachrichtigungen, Anrufe, wichtige Mails, WhatsApp-Nachrichten oder Tweets auf die Uhr. Sind die unwichtig, wischen wir sie weg. Muss reagiert werden, zücken wir unser iPhone aus der Hosentasche oder antworten sogar direkt über den Touchscreen der Uhr. Auf Reisen versorgt das iPhone unsere Apple Watch zudem mit Kalenderterminen, Boardkarten für den nächsten Flug oder die Navigation zum Meeting.

Zuhause hingegen steuern wir gleichzeitig unser Smart Home über die Watch Series 3. Schließlich haben wir hier das Smartphone nicht immer am Mann. Über die Home-App schalten wir Philips Hue Lampen an, regulieren die Temperatur der Elgato Heizungsthermostate oder bringen Musik auf den WLAN-Lautsprecher im Badezimmer.

Im besten Fall haben wir dafür sogar schon vordefinierte Szenen erstellt und füttern Siri nur noch mit dem Codewort “Kochen”. Schon gehen die Lichter in der Küche an und die Steckdosen für unsere Elektrogeräte werden aktiviert.

Apple Watch Series 3 mit Leather Loop Armband© Mopolis
Die nahtlose Integration in das Apple iOS und macOS Universum macht die Apple Watch bei iPhone-Nutzern zum beliebtesten Companion.

Aus Sportmuffeln werden Aktivitäts-Junkies

Neben diesen Funktionen kommen aber vor allem Sport- und Fitnessfans auf ihre Kosten. Oder wie in unserem Fall, Personen die aktiver werden und gesünder leben wollen. Schritte zählen, Trainings-Sessions analysieren, Herzfrequenz messen und den Kalorienverbrauch überwachen. Das ist alles unkompliziert ab Werk möglich und im großen Umfang sogar mit Drittanbieter-Apps ausbaubar. Vordefinierte Ziele belohnt Apple mit Awards und Motivationshinweise bekommst du auf Wunsch automatisch auf die Apple Watch geliefert.

Das Gesamtpaket kommt bei den Nutzern und auch bei uns sehr gut an. Apple hat es mit der Watch über die letzten Jahre an die Spitze geschafft und definiert damit den Funktionsumfang einer Smartwatch. Die Apple Watch ist nicht nur die meistverkaufte Uhr der Welt sondern auch der Marktführer im kompletten Wearables-Segment, zu dem auch Fitness-Tracker mit und ohne Display gehören.

Youtube-Video: Neue Generation mit LTE & watchOS 4 im Test

Im Alltag wird schnell klar, dass Apples Dominanz durch das Zusammenspiel mit den iPhones und die sich ergebende, umfassende Funktionalität nicht so schnell gebrochen werden kann. Die Apple Watch ist schlicht und einfach die beste Smartwatch und nebenbei die einzige, die uns abseits der Technik-begeisterten Zielgruppe sinnvoll erscheint.

Weitere Varianten
Große Auswahl an Farben und Formen

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Der Klassiker mit hunderten Kombinationen
Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Das Design der Apple Watch an sich wurde seit der Einführung vor über 2 Jahren kaum verändert. Zwei Größen: 38 und 42 Millimeter. Vier Varianten: Aluminium, Edelstahl, Nike+ und Edition. Dennoch gleicht kaum eine Apple Watch der anderen. Grund dafür sind die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten mit Armbändern, die Apple selbst, aber auch Dritthersteller anbieten. Vom einfachen Sportarmband, über hochwertige Ledervarianten, bis hin zu Milanaise- und Gliederarmbändern. Sogar Designer-Variationen von Hermès stehen zur Auswahl.

Apple Watch Übersicht: Series 1, Series 2, Series 3© Mopolis
Apple hält am bekannten Design der Watch fest. Hier zu sehen an der Series 1, Series 2 und Series 3 (von links nach rechts).

Personalisierung steht bei der Apple Watch mit an erster Stelle. In Verbindung mit selbst erstellten Zifferblättern (Watch Faces) und dem verfügbaren Zubehör fühlt es sich nicht so an, als würden wir ein Produkt von der Stange kaufen. Mit der Apple Watch Series 3 hebt der US-amerikanische Hersteller diese Auswahl auf ein neues Level. Mehr Farben, neue Armbänder, aufpolierte Ziffernblätter.

Natürlich sind die Original-Armbänder von Apple mit einer Preisspanne zwischen 59 Euro und 609 Euro nicht besonders günstig. Doch in Sachen Verarbeitung und Langlebigkeit kann kaum ein Drittanbieter mithalten. Selbst das günstigste Sportarmband unserer ersten Apple Watch aus dem Jahr 2015 können wir heute noch problemlos an unserer neuen Series 3 nutzen. Solltest du also von einem älteren Apple Watch Modell auf die Series 3 wechseln und hast dir bereits preisintensive Armbänder für den Vorgänger geleistet, kannst du zu einer günstigeren Basis-Variante mit Sportarmband greifen und deine vorhandenen Armbänder weiter nutzen.

Die Qual der Wahl und die Unterschiede

Nicht nur dein Geschmack ist beim Kauf einer Apple Watch entscheidend, sondern auch dein Alltag. Bist du eher sportlich unterwegs und legst wert auf eine leichte Armbanduhr, dann solltest du die matte Aluminium-Variante der Series 3 wählen. Einen hochwertigeren, aber glänzenden Look bietet hingegen die Apple Watch im Edelstahl- oder Keramikgehäuse. Letztere beiden setzen zudem auf das stabilere Saphirglas im Gegensatz zum Ion-X-Glas der Aluminium Watches und bringen mehr Gewicht mit. Eine gute Stabilität und einen angenehmen Tragekomfort bieten dir jedoch alle Ausführungen.

Apple Watch Series 3 Vergleich: Edelstahl vs. Aluminium© Mopolis
Aluminium vs. Edelstahl: Dein persönlicher Geschmack und das Einsatzgebiet entscheiden. Technisch spielen alle Varianten in der gleichen Liga.

Die ersten beiden Generationen der Apple Watch haben uns im Edelstahlgehäuse begleitet. Für die Series 3 wählen wir neben der schwarzen “Stainless Steel” Version auch ein Modell mit silbernen Aluminium-Case zum Testen aus. Andere Optik und etwas leichter, das sind die Hauptunterschiede. Obwohl es sich bei der Aluminium-Watch um die Einsteigervariante handelt, haben wir nicht das Gefühl eine minderwertigere Smartwatch zu tragen, als in den vergangenen zwei Jahren. Vor allem weil sie auch technisch die gleichen Vorteile bietet wie die teureren Varianten und ebenso wasserdicht (bis 50 Meter) ist.

Weiterempfehlen würden wir dennoch die schwarze Edelstahlvariante. Sie wirkt unserer Meinung nach noch etwas edler und durch das Saphirglas stabiler. In Kombination mit den neuen Sport Loop Armbändern von Apple wird auch aus der Edeluhr eine sportliche Fassung. Unser Favorit ist und bleibt aber das wertige Leather Loop (dt. Lederarmband mit Schlaufe). Am Ende entscheidet natürlich dein persönlicher Geschmack die Farb- und Materialwahl.

Technische Daten
Speicher verdoppelt und bessere Sensoren

  1. Display:Bis zu 1,65 Zoll (390 x 312 Pixel)
  2. Display-Art:OLED Retina
  3. Prozessor:Apple S3 + W2 Chip, Dual Core
  4. Speicher:16 GB
  5. Besonderheiten:Wasserdicht bis 50 Meter
  1. Sensoren:Herzfrequenz, Höhenmesser, Gyroskop, Beschleunigung, Umgebungslicht
  2. Akkulaufzeit:Bis zu 18 Stunden
  3. Betriebssystem:Apple watchOS 4.0
  4. Schnittstellen:WLAN-n, Bluetooth 4.2, 4G LTE (eSIM), GPS, GLONASS, QZSS, NFC
  5. Gewicht:34,9 Gramm

Die Neuheiten der Apple Watch Series 3
Noch schneller und flexibler dank S3 Chip & 4G LTE

Eine neue Generation der Apple Watch geht natürlich einher mit einer erhöhten Performance und einer besseren Effizienz der verbauten Komponenten. Unter der Haube der Series 3 sorgen dafür die Kombination aus Apple S3 Chip (Dual-Core Prozessor) und dem W2 Wireless Chip. Einen Smartwatch-Benchmark gibt es zur Messung der Leistung nicht. Auf synthetische Punkt-Zahlen legen wir aber auch keinen allzu großen Wert. Viel wichtiger ist, dass die Funktionen und Apps schneller starten und somit weniger Zeitaufwand erfordern.

Und tatsächlich: Die Apple Watch Series 3 reagiert noch einmal einen Tick flotter als ihr Vorgänger, was vor allem in der Schnellauswahl unserer Favoriten-Apps (Mail, Home, Wecker, Maps & Co.) deutlich wird. Einen Zeitvorteil erkennen wir auch beim Einrichten der Watch mit Hilfe des iPhone 8 Plus und dem iPhone X, der Übertragung von Backups, Musik oder Fotos und beim Aufspielen von watchOS Updates.

Apple Watch Herzfrequenzsensor© Mopolis
Unter der Haube hat sich einiges getan. Schnellere, effizientere Chips, ein Höhenmesser und ein Mobilfunk-Modul für eSIMs sind mit dabei.

Vor allem für Telekom-Kunden interessant

Die markanteste Neuerung der dritten Apple Watch Generation ist das verbaute 4G LTE Modul, das neben den Chips für WLAN-n und Bluetooth 4.2 Platz nimmt. Für den Mobilfunkbetrieb (Cellular) wird eine elektronisch SIM - kurz eSIM - verwendet, die in einer für die Apple Watch Series 3 kompatiblen Form derzeit nur von der Telekom angeboten wird. Apple ist bereits in Gesprächen mit O2 Telefonica und Vodafone, damit auch hier die eSIM der neuen Watch unterstützt wird.

Von der Beantragung der eSIM als Multi-SIM bis hin zur Einrichtung auf der Apple Watch vergingen in unserem Test gerade einmal 30 Minuten. Den QR-Code im Telekom Kundencenter mit Hilfe der Watch App unseres iPhones gescannt, fertig. Nun können wir unser iPhone X sogar absichtlich zu Hause vergessen und trotzdem unter derselben Handynummer telefonisch erreichbar bleiben, Nachrichten empfangen, Apple Music Songs streamen und die Navigation nutzen. Das unterstreicht tatsächlich den Werbeclaim “Die Freiheit ruft”.

Übrigens: Alle Apple Watch Modelle, die über LTE verfügen, sind anhand der rot eingefärbten, drehbaren Krone auch äußerlich erkennbar.

Telefonate jetzt über 4G LTE führen© Mopolis
Telefonieren ohne Smartphone: Derzeit zwar nur im D-Netz der Telekom, doch ein nützliches Feature, das uns gewisse Freiheiten gewährt.

Komfort und Sicherheit für unterwegs

Für Apple ist die autarke LTE-Verbindung der Watch Series 3 eine Komfortfunktion. Sie soll dein iPhone nicht ersetzen, sondern situationsbedingt aushelfen. Zum Beispiel beim Joggen, Surfen oder Trainieren. Auch für den Notfall ist man somit an allen Orten, an denen du dein iPhone nicht dabei hast, mit der Außenwelt verbunden. Und für solch kleine Mikrofone und Lautsprecher ist sogar der Sound bei Telefonaten überraschend gut. Selbst Assistentin Siri, die nun auch über die Watch mit dir spricht und sogar ein eigenes, smartes Ziffernblatt spendiert bekommt, profitiert davon.

Steuerung, Display & Akkulaufzeit
So einfach wie schon vor zwei Jahren

Gesteuert wird das Betriebssystem wie seit der ersten Generation der Apple Watch über drei Bedienelemente: Touch-Display, digitale Krone und Button. Die Navigation ist dabei denkbar simpel und schnell erlernt. In vielen Apps konnten wir es sogar vermeiden den glänzenden Bildschirm zu nutzen und uns einfach durch Menüs, Texte oder Benachrichtigungen “drehen”. Ähnlich einfach lässt sich nur die Samsung Gear S3 Smartwatch bedienen, die es ebenfalls in unsere Mopolis Bestenliste geschafft hat.

App-Übersicht unter Apple watchOS© Mopolis
Ein Überblick aller installierten Apps auf der Apple Watch. Das Layout kann auf der Uhr selbst oder über die Watch-App des iPhones angepasst werden.

Mit einem kurzen Druck auf die Krone gelangen wir in die App-Übersicht, zurück zum Ziffernblatt oder mit einem längeren Druck zur Siri Assistentin. Der seitliche Button hingegen bringt uns in das watchOS Dock, das unsere zuletzt benutzten Apps oder vorab definierte Favoriten zur Schnellauswahl anzeigt. Über denselben könnten wir zudem den Notruf erreichen, die Apple Watch Series 3 ausschalten oder unseren Notfallpass mit wichtigen Informationen (Blutgruppe, Gewicht, Allergien, Größe etc.) anzeigen lassen.

Heller Bildschirm und “All-day battery life”

Das bis zu 1,65 Zoll große und mit maximal 390 x 312 Pixel auflösende OLED Retina Display der Watch Series 3 bringt es laut Apple auf eine Helligkeit von bis zu 1000 Nit. Ein sehr hoher Wert, den wir im Test zumindest subjektiv bestätigen können. Selbst bei praller Sonne konnten wir unsere Watch problemlos ablesen. Als Hauptnavigationsmittel verfügt der Bildschirm bekanntlich, wie auch die neueren iPhones, über Force Touch (3D Touch). Ein stärkerer Druck auf das Display löst dabei vor allem in Apples eigenen Programmen Zusatzfunktionen aus. Bei uns wurde 3D Touch am häufigsten genutzt, um alle Benachrichtigungen als gelesen zu markieren.

Lademodus auf dem magnetischen Ladedock© Mopolis
Aufladen einfach gemacht: Jeden Abend nimmt die Apple Watch Platz auf unserem Charger. Hierbei handelt es sich um das optionale Apple Ladedock.

Nach mehreren Wochen mit dem neuen Modell können wir auch positiv über die Akkulaufzeit sprechen. Im Normalfall beenden wir unseren Arbeitstag mit einer Restladung von 65-75 Prozent. Schieben wir ein paar Workouts auf dem Indoor-Fahrrad ein, spielen eventuell parallel lokale Musik von der Apple Watch ab und navigieren uns dann am Abend nach Hause, stehen immer noch 40 Prozent auf der Uhr.

LTE-Telefonate brennen, Streaming länger als gedacht

Nur wenn die LTE-Verbindung und Telefonate abseits des iPhones ins Spiel kommen, sinkt die Akkulaufzeit rasant. Anrufe sind meist nur für knapp eine Stunde möglich. Doch letztere Szenarien können wir wohl an der Hand abzählen, wie häufig sie vorkommen. Und immerhin kann die Smartwatch innerhalb von 1-2 Stunden nahezu gänzlich über das mitgelieferte, magnetische Ladekabel aufgeladen werden.

Mit dem Update auf watchOS 4.1 ist es zudem möglich Musik und Radiosender über Apple Music ohne Verbindung zum iPhone via 4G LTE wiederzugeben. Apple verspricht hier eine Laufzeit von bis zu 7 Stunden für Musik und bis zu 5 Stunden bei Radiosendern wie Beats 1. Wir werden euch zeitnah auch über unsere eigenen Testergebnisse in Sachen Musik-Streaming mit der Apple Watch Series 3 an dieser Stelle informieren. Ob zukünftig auch Drittanbieter wie Spotify oder Amazon Music die LTE-Funktionalität nutzen können, ist bisher nicht bekannt.

Musik-Streaming via 4G LTE und Apple AirPods© Mopolis
Das Mobilfunk-Modul macht den Weg frei für Musik-Streaming abseits des iPhones. Am besten mit kabellosen Bluetooth-Kopfhörern wie den Apple AirPods.

AppleCare+ schützt die Batterie und ist preislich fair

Wenn du deine Apple Watch Series 3 zusätzlich absichern willst, können wir das aktuelle AppleCare+ Paket empfehlen. Für annehmbare 65 Euro erweitert sich die Garantie auf 2 Jahre, du erhälst einen Express-Austauschservice und eventuelle Reparaturen werden deutlich günstiger. Dazu gehört auch eine Absicherung des verbauten Akkus. Sollte die Leistung der Batterie unter 80% fallen, kannst du diese austauschen lassen. Eingeschlossen sind dabei auch zwei Reparaturen bei unabsichtlicher Beschädigung, was bei einer Uhr schon mal vorkommen kann.

Apple selbst hat zur Einführung der Watch erklärt, dass die verbauten Batterien prinzipiell bis zu 1000 Ladezyklen durchhalten, ehe eine Kapazitäts-Minderung auf unter 80 Prozent auftreten kann. Somit sind tägliche Ladungen für über 2,5 Jahre problemlos möglich. Wir haben jede Apple Watch Generation nur ein bis eineinhalb Jahre getragen, konnten in der Zeit aber keinen signifikanten Verlust an Batterieleistung feststellen. Wirkliche Sorgen musst du dir bei diesem Thema also nicht machen.

Das neue watchOS 4 Betriebssystem
Fitness, Gesundheit und Aktivitäten im Mittelpunkt

Neben der verbesserten Hardware und der Mobilfunk-Verbindung hat uns im Test vor allem das neue watchOS 4 Betriebssystem gefallen. Die Apple Watch motiviert uns nun mit Hinweisen zur Steigerung unserer Aktivitäten, damit wir unsere Schritt-, Steh- und Trainingsziele schneller und im Optimalfall auch täglich erreichen. Zudem wurde an der Workout-App gefeilt, die nun mehr mehr Sportarten unterstützt und den Wechsel zwischen verschiedenen Trainingsarten vereinfacht.

Trainings-App auf der Apple Watch und Aktivitäten (iPhone X)© Mopolis
Stetig motiviert durch neue Workout-Funktionen und der simplen Darstellung unserer täglichen Aktivitäten. Hier zu sehen auf dem iPhone X.

Optimiert wurde auch die Messung der Herzfrequenz. Nicht nur grafisch können wir die Veränderung unseres Pulsschlags besser einsehen, sondern auch Warnmeldungen aktivieren, die eine zu hohe Herzfrequenz in eigentlichen Ruhephasen erkennt. Schwimm-Enthusiasten können sich weiterhin über eine verbesserte Erfassung von geschwommenen Bahnen und der Geschwindigkeit freuen. Und mit dem nun verbauten barometrischen Höhenmesser werden Bergsteiger, Skifahrer, Snowboarder oder auch einfache Treppensteiger auf ihre Kosten kommen.

Aussichtsreiche Zukunft für die Apple Watch

Wie du siehst legt Apple großen Wert darauf, dass du aktiver wirst und deine Gesundheit auch Abseits der Routineuntersuchungen beim Arzt überwachen kannst. Mit dem GymKit Programm kooperiert Apple sogar mit Herstellern von Fitnessgeräten, um die Watch Series 3 mit diesen zu synchronisieren. Somit kannst du deinen Kalorienverbrauch und die ausgeführten Workouts noch besser und vor allem präziser analysieren. Natürlich ist das nur ein kleiner Teil der watchOS Funktionen, aber der wichtigste der vierten Software-Generation.

Training mit watchOS 4© Apple
Apple Watch Kopplung im Fitness-Studio© Apple

Unser Fazit zur Apple Watch Series 3
Die beste Smartwatch dank Performance-Boost & LTE

Die neue Apple Watch Series 3 hinterlässt im Test einen sehr positiven Eindruck. Leistungssteigerungen durch den neuen S3 Chip sind im Vergleich zum Vorgänger und anderen Smartwatches deutlich spürbar, das Display ist auch bei praller Sonne gut lesbar und der Akku bringt uns problemlos über den Tag. Die Verbindung über 4G LTE führt zudem einen Hauch von Sicherheit und Freiheit ein, sodass wir nicht aufgeschmissen sind, wenn wir das iPhone beim Spazierengehen oder Joggen zu Hause - eventuell sogar absichtlich - vergessen.

Viele Vorteile bringt vor allem das neue watchOS 4 Betriebssystem mit , das sich mit seinen verbesserten Fitness- und Gesundheits-Features deutlich von der Android Wear und Tizen Konkurrenz abheben kann. Der neu integrierte, barometrische Höhenmesser macht zudem den Weg frei für weitere Sportarten und eine detailreiche Analyse deiner Workouts und alltäglichen Aktivitäten. Selbst der faulste Bürohengst wird so motiviert mehr für sich und seinen Körper zu tun.

Weckermodus der Apple Watch Series 3© Mopolis
So muss eine Smartwatch sein: Einfach in der Bedienung, unkompliziert in das eigene Ökosystem einzubinden und mit nützlichen Funktionen für unseren smarten Alltag.

In Verbindung mit der großen Auswahl an Armbändern und konfigurierbaren Zifferblättern ist die Apple Watch in jedem Fall die am besten personalisierbare und vollumfänglichste Smartwatch am Markt. Ein empfehlenswertes Produkt für alle iPhone-Besitzer, das in unserer Bestenliste ganz oben steht.

Die Angebote
zum Apple Watch Series 3

Das sagen die Kollegen zur Apple Watch Series 3

Gerade für die Apple Watch machen sich viele unterschiedliche Szenarien in der Nutzung auf. Während wir das LTE-Modul eventuell weniger ausreizen und in Berlin auch selten auf Berge und Skipisten treffen, sehen wir auch auf die Tests und Blog-Beiträge der deutschsprachigen Kollegen. Dabei sind uns folgende Berichte besonders in Erinnerung geblieben.

Spiegel Online: Das kann sie, und das nicht
Für Spiegel-Reporter Matthias Kremp ist die Apple Watch kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zum iPhone. Mit dem neuen LTE Modul erkennt er die Vorteile eines “kleinen und leichten Kommunikations- und Unterhaltungszentrum für unterwegs”. Dennoch sollte man laut Kremp die Akkulaufzeit stetig im Blick halten, wenn es um die Mobilfunkverbindung geht. In Sachen Batterie ist noch viel Luft nach oben.

Netzwelt: Nummer drei ist frei!
Auch Michael Knott und die Netzwelt-Redaktion empfinden die Apple Watch Series 3 als aktuell beste Smartwatch. Sie hoffen jedoch auf zukünftige watchOS Updates, die sie noch besser machen. Die neue LTE-Freiheit sorgt bei den Kollegen für ein gutes Gefühl, das aber noch ausbaufähig ist. Positiv wird das Mehr an Leistung erwähnt, das bei der Nutzung zu spüren ist.

FAZ: Die neue Apple Watch verblüfft
Michael Spehr von der Frankfurter Allgemeine ist verblüfft von der dritten Runde der Apple Watch. Das hohe Arbeitstempo und die verbesserte Software sind für ihn die signifikanten Vorteile der neuen Variante. Die LTE-Funktionalität sieht er als nützlich an, wird laut Spehr aber wohl nur selten von den Nutzern eingesetzt. Interessiert blickt die FAZ dabei in die Zukunft, das eine Smartwatch irgendwann sogar ein Smartphone gänzlich ersetzen könnte.

MacLife: (Fast) ewiger Akku für 60 Sportarten
Der größere Akku und eine damit verbundene Laufzeitverbesserung ist für die Kollegen von MacLife eines der nennenswerten Features. Bei normaler Nutzung musste die Apple Watch Series 3 nur alle zwei Tage geladen werden. Hier sollen vor allem Umsteiger von der ersten Generation einen Vorteil erhalten. Das Luxus-Gut 4G LTE wird zudem als Mehrwert erwähnt, an den man sich schnell gewöhnen kann.

Neuigkeiten & Updates
News rund um die neue Apple Watch

1. November: watchOS 4.1 Update zum Download bereit
Mit dem neuesten Update erhalten Apple Watch Series 3 Modelle mit 4G LTE Modul Zugriff auf die Apple Music Streaming-Funktion. Unabhängig vom iPhone und WLAN ist es nun möglich die komplette Musikbibliothek, Playlisten und die hauseigenen Radiosender (z.B. Beats 1) des Hersteller über das Mobilfunknetz der Smartwatch abzurufen. Ebenso wurden Siris Sprachbefehle zur Musiksteuerung angepasst und die üblichen Fehlerkorrekturen sowie die Schließung einiger Sicherheitslücken aufgespielt.

Das Mopolis-Prinzip

  1. Produkte die wir lieben
    Nicht allein der Preis ist entscheident. Ebenso Nutzen, Qualität, Zuverlässigkeit und einiges mehr, können für Dich wichtig sein.
  2. Transparente Empfehlungen
    Wir legen alle Quellen offen. So kannst Du den Spuren unserer Erkenntnisse bis hin zur Empfehlung klar folgen.
  3. Preise vergleichen und sparen
    Wir vergleichen für Dich die Preise aus 44 Onlineshops. Für getätigte Käufe oder Klicks erhalten wir eine Provision.
  4. Über 14 Jahre Erfahrung
    Das gründliche und ausführliche Beraten, konnten wir schon seit 2003 mit Notebookinfo.de und unseren erfahrenen Redakteuren üben.