Oculus Rift
Die erste richtige VR-Brille

von Mika Baumeister, 21.09.2017

Die Oculus Rift ist nicht nur optisch ein richtiges Schmankerl: Die Stoffoberfläche an der Seite dieser Virtual Reality Brille macht richtig was her. Und auch die technischen Spezifikationen der Rift stimmen. Hochauflösende Displays mit niedriger Latenz, scharfe Linsen und eine gute Verarbeitung machen die Oculus Rift zu einer vorzüglichen VR-Brille.

  • Super Design und guter Halt
  • Sehr handliche Controller
  • Große Spieleauswahl
  • Tolle Grafik
  • Teils proprietärer Software-Ansatz
  • Tracking nicht im gesamten Raum
  • Facebook-Anbindung
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Saturn.de, stand 21.09.2017 08:12
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Premium-Hardware für Premium-Unterhaltung

Die Oculus Rift lässt allein schon an der mitgelieferten Verpackung erahnen, welchen Anspruch die Produzenten dieses Stücks Hardware an die Virtual Reality Brille hatten. Höchste Qualität für alle Komponenten mit einem ästhetischen Aussehen aller Einzelteile. Der Karton, der gleichzeitig auch als Transportkoffer genutzt werden kann, ist sehr stabil gebaut und verstaut die Oculus Rift, einen Sensor und den standardmäßig mitgelieferten Xbox-Controller.

Solltest du dich für ein Bundle mit den Hand-Controllern entscheiden, gibt es in einem zweiten Karton noch zwei so genannte "Oculus Touch" Controller und einen zweiten Infrarot-Sensor, der die Peripherie im Raum erfassen kann. Insgesamt macht die Oculus Rift einen hochwertigen Eindruck, die eingebauten Kopfhörer liefern einen guten Sound und das Tracking der Brille selbst funktioniert einwandfrei. Das Know-How von Oculus kommt allerdings nicht von ungefähr.

Was lange währt, wird endlich gut?

Mit der Oculus Rift startete 2013 der Hype um Virtual Reality: Der damals 21-jährige Palmer Luckey beschäftigte sich schon seit einiger Zeit mit Virtual Reality und entschied sich, seine Vision einer VR-Brille zu produzieren. Dafür suchte er sich Unterstützer und fand sie auf Kickstarter. 2,5 Millionen Dollar wurden von fast 10.000 Unterstützern investiert, um eine erste Version der Rift zu erhalten.

640 x 800 Pixel für jedes Auge sollten die ersten virtuellen Welten darstellen. Das klappte anfangs noch eher schlecht als recht. Die Entwicklerversion Numero zwei bot eine höhere Auflösung und ermöglichte mit einer Kamera erstmals das Tracking der VR-Brille im dreidimensionalen Raum. Die Oculus Rift, wie wir sie kennen, erschien Anfang 2016. Zwar war die Freude des Verkaufsstarts wegen verschobener Launches und negativer Nachrichten rund um die Firma ein wenig gedämpft.

Durch die gute Hardware, bessere Optiken und die später zusätzlich vorgestellten Controller für die Hände konnte Oculus seine Stellung halten und Boden gegenüber der Konkurrenz wieder gut machen - nicht zuletzt wegen einem großen Forschungsfortschritt und der Pioniersarbeit, die Oculus leisten musste.

Content is King

Die Oculus Rift ist hauptsächlich dafür da, dich zu unterhalten. Das merkt man schon beim ersten Start in das Hauptmenü der Virtual Reality Brille: Eine Art Wohnzimmer mit plätscherndem Brunnen und knisterndem Feuer begrüßt dich als Spieler. Hier hast du die Qual der Wahl zwischen dutzenden verschiedenen Games, die zum Teil Oculus-exklusiv sind. Virtual Reality ist dabei bei weitem nicht auf Shooter beschränkt, wie man vielleicht auf den ersten Blick auf die Controller denken könnte.

Die unzähligen Entwickler sorgen für stetigen Nachschub von Rennspielen, Flugsimulatoren, Tower Defense Titeln, in VR erzählten Geschichten und vielem mehr. Neben richtigen Spielen gibt es aber auch sogenannte „Experiences“. Hier bist du lediglich ein Zuschauer, der animierten Charakteren zuschaut und nur minimal mit ihnen interagierst.

Auch solche, im ersten Moment eher langweilig anhörenden, interaktiven Filme sind oftmals sehr gut. Zum einen wird in die junge VR-Technologie viel Liebe ins Detail investiert. Zum anderen gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken und erstmals ist Kreativen die Möglichkeit gegeben, alle drei Dimensionen völlig frei und mit 3D-Effekt zu nutzen. Oculus-exklusive Kurzfilme wie „Henry“ zeigen gut, wie emotional ein Film in Virtual Reality werden kann.

Youtube-Video: Die erste richtige VR-Brille

Und wenn du es dann doch mal eher ernst magst: Die BBC und auch Sky bieten 360 Grad Dokumentationen für die Oculus Rift an. Diese Videos wurden mit großen Mitteln produziert und zeigen unter anderem eindrucksvoll, wie die Stadt Aleppo in Syrien nach hunderten Raketen- und Bombenangriffen aussieht.

Mit Touch-Controllern eine der besten VR-Brillen

Um ganz ehrlich zu sein: Es lohnt sich für dich nicht, die Oculus Rift ohne die Touch-Controller zu kaufen. Die VR-Brille ist mit dem mitgelieferten Xbox-Controller recht eingeschränkt, vielmehr als kleine Minispiele oder das eine oder andere Autorennen ist nicht möglich. Erst mit den an die Hand anschmiegenden Controllern ist die Virtual Reality Erfahrung komplett und du kannst viel mehr erleben. Je mehr du mit der programmierten Umwelt interagierst, desto natürlicher kommt dir die Umgebung vor.

Im Gegensatz zur großen Konkurrenz - der HTC Vive - sind die Handcontroller ergonomisch geformt und schmiegen sich an die Hand an. Das ermöglicht dir eine natürlichere Interaktion mit Objekten, ohne die Hand komisch verformen zu müssen.

Ein kleines Manko gibt es jedoch: Man kann sich mit der Oculus Rift nicht im ganzen Raum frei bewegen. Das liegt daran, dass die beiden Kameras einen nicht so großen Bereich erfassen können wie die "Lighthouse"-Sensoren der Vive. Du musst beim Spielen also darauf achten, immer in Richtung der Kameras ausgerichtet zu sein. Das ist zwar in 90 Prozent aller VR-Anwendungen kein Problem, kann in den anderen zehn Prozent aber schon stören.

Quellen: Golem, Heise, Road to VR, CHIP, Eurogamer

Technische Daten
Für das Oculus Rift

  1. Auflösung (pro Auge):1080 x 1200 Pixel
  2. Display-Art:OLED
  3. Bilder pro Sekunde:90
  4. Sichtfeld:100 Grad
  5. Tracking-Bereich:3x3 Meter
  1. Gewicht:470 Gramm
  2. Sensoren:Gyroskop, Beschleunigungssensor, Magnetometer, 2 Infrarot-Kameras
  3. Lieferumfang:Oculus Rift, 2x Infrarot-Kameras, 2x Handcontroller, Xbox-Controller (je nach Bundle)
  4. Mindestanforderungen Hardware:Nvidia GTX 960 oder besser, Intel Core i3-6100 oder besser, 8 GByte RAM oder mehr, 2x USB 3.0, HDMI 1.3 oder neuer, Windows 7 oder neuer
  5. Empfohlene Hardware:Nvidia GTX 1070, Intel Core i7-6700K, 16 GByte RAM, 2x USB 3.0, HDMI 1.4, Windows 10

Die Alternativen
Zu dem Oculus Rift

  1. Samsung Gear VR

    Samsung Gear VR

    ab 119,99 € *
    1. Gute Abstimmung von Hard- und Software
    2. Seitliches Touchpad zur Bedienung
    3. Handcontroller
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  2. HTC Vive

    HTC Vive

    ab 807,80 € *
    1. Bewegungen im ganzen Raum möglich
    2. Große Spieleauswahl
    3. Kooperation mit Valve / Steam
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