WLAN-Lautsprecher© Mopolis

Die besten WLAN-Lautsprecher

von Robert Kern
aktualisiert vor mehr als 1 Woche
Dein Ratgeber
Robert Kern

Managing Editor bei Mopolis und Experte für Audio, Smartphones & Notebooks

Was gibt es Schöneres, als die Lieblingsmusik in den eigenen vier Wänden aufzudrehen? Wir haben uns gut klingende, stylische, smarte und mobile WLAN-Lautsprecher für Musik-Streaming angehört und unsere Favoriten gefunden. Der Sonos One und der große Sonos Play:5 konnten uns als kräftige Allrounder richtig begeistern. Im Apple-Universum hingegen überzeugt der geniale Sound des neuen Apple HomePod.

Dem Sonos One muss man eigentlich das Label "Preis-Leistungs-Sieger" verpassen: Der kleinste Lautsprecher unter den Sonos-Boxen bietet einen satten, raumfüllenden Klang, streamt mit vielseitigen Musikquellen aus deinem Netzwerk und beherrscht Sprachsteuerung per Amazon Alexa. Er stellt auch den Fuß in die Tür für ein Sonos-Multiroom-System, kann per Apple AirPlay 2 angesprochen werden und er ist badezimmertauglich.

Die Sprachassistentin Alexa hört nicht immer aufs Wort und quittiert Anfragen mit einem nervigen Feedback-Ton. Die Möglichkeit für eine Bluetooth-Verbindung vermissen wir auch, während wir auf Audio-Line-In ohne Probleme verzichten können. Obwohl er nicht die beste Alexa-Integration bietet, ist der Sonos One ein fähiger Smart-Speaker für die Steuerung von Beleuchtung und Assistenz im Alltag bei Fragen zum Wetter oder mit Timerfunktionen. Ein praktischer und vergleichsweise günstiger Einstieg in die Welt der WLAN-Lautsprecher.

Apples HomePod klingt fantastisch. Für seine Abmessungen und auch im Vergleich zu stärkeren WLAN-Speakern sorgt er für ein enormes, klangliches Gewicht mit verblüffend kontrolliertem Bass. Davon kannst du dich schon eine Minute nach dem Auspacken überzeugen: Du musst nur das Stromkabel einstecken, dein iPhone oder iPad neben die Box legen und hast den HomePod in Rekordzeit eingerichtet.

Mit der Sprachsteuerung über Siri kannst du direkt nach deinen Lieblingssongs fragen oder aber dein Smart Home per Apple HomeKit kontrollieren. Der HomePod sieht elegant aus, vermisst die Raumakustik in Echtzeit und er kann zum Multiroom- oder Stereobetrieb konfiguriert werden. Es gibt nur eine Einschränkung: Du bist für den Musikdienst an Apple Music oder AirPlay 2 via iPhone und iPad gebunden. Als Sprachassistentin musst du Siri nutzen und für Smart Home Geräte im Apple-Universum bleiben.

Dreh die Musik ordentlich auf! So wie wir in unserem ausführlichen Apple HomePod Test.

Der Sonos Play:5 leistet ahnlich wie sein kleiner Bruder Sonos One Pionierarbeit. Er verhilft dir zu mehr Musik in deinem Leben, geht dabei aber brachialer zu Werke. Stell ihn in die Küche oder ins Wohnzimmer und du kannst dich quasi dabei beobachten, wie du ohne Mühe mehr Farbe in den Alltag bringst. Von Easy Listening bis anspruchsvoll: Klanglich überzeugt der Play:5 als kräftigster Streamer im Angebot von Sonos.

Der Sound ist wirklich beeindruckend: Vielseitig, dynamisch, mühelos und äußerst räumlich. Du bekommst kräftige, kontrollierte Bässe, detaillierte Mitten und so klare Höhen, dass du nach dem Trueplay den Treble-Regler vielleicht sogar wieder ein bisschen zurücknimmst. Das Einmessen bringt viel für den Klang. Schade, dass du dafür die iOS-App brauchst. Preis-Leistung ist nicht unbedingt die Stärke des Sonos Play:5, er empfiehlt sich aber als kräftige Komponente eines bestehenden Sonos-Multiroom-Systems.

Mehr Informationen gefällig? Dann schau im ausführlichen Sonos Play:5 Test vorbei!

Mit dem Libratone Zipp kauft man sich eigentlich zwei Lautsprecher: Einen fürs Musik-Streaming zuhause und einen portablen Bluetooth-Speaker für unterwegs. Der Sound ist raumfüllend, voll und ausgewogen. Du kannst den Zipp sehr vielfältig mit AirPlay 2, Spotify Connect, Bluetooth, 3,5mm-Klinke oder sogar Webradio anspielen.

Unterwegs hast du auch bei hoher Lautstärke 9 bis 10 Stunden Musikgenuss. Über einen USB-Port kannst du dein Smartphone mit dem Libratone Zipp aufladen. Das Gesamtpaket stellt mit seiner Ausstattung die Stubenhocker unter den WLAN-Speakern in den Schatten. Wenn du auf direkte Sprachsteuerung verzichten kannst und nur einen einzigen vielseitigen Lautsprecher kaufen willst, dann diesen.

Amazons Echo Plus punktet vor allem bei der Erkennungsrate dank sieben präziser Mikrofone, egal wie stark Umgebungsgeräusche oder die Musik sind. Der große Online-Händler war Pionier mit seinem sprachgesteuerten, drahtlosen Lautsprecher Echo, dementsprechend verbreitet ist Alexa als Assistentin. So richtig smart ist keine der drei führenden KIs. Für die Basics wie Timerfunktionen, Internet-Radio, Wetteransagen, Nachrichten und die Steuerung der Musik reicht es aber locker.

Der Sound ist recht schwach und blechern im Vergleich zu unseren anderen Empfehlungen, dafür integriert der Amazon Echo Plus einen Zigbee-Controller. Damit können sehr viele Smart-Home-Produkte wie Lampen von Philips Hue oder Ikea Tradfri, smarte Steckdosen, Thermostaten, Wetterstationen oder Sicherheitstechnik gesteuert werden - ohne zusätzliche Gateways und Bridges. Für Sparfüchse bietet sich so ein günstiger Einstieg in das Musik-Streaming per Sprachsteuerung und ein Ausgangspunkt für erste Smart-Home-Geräte. Mit einem optionalen Akku kannst du den Echo Plus sogar herumtragen.

Warum du uns vertrauen kannst

WLAN-Lautsprecher (Bild 14)© Mopolis

Unsere Tage sind, teilweise beruflich bedingt, gefüllt von Musik. Natürlich genießen wir auch hier und da die Stille, aber in den meisten Situationen helfen Musik oder Podcasts. Das wollen wir auch anderen Menschen nahelegen. Disneys Vaiana-Soundtrack zum Frühstück, Ambient während der Arbeit, Drum`n`Bass zum Joggen, Classic Rock zum Grillabend, die Hochzeits-Playlist für einen chilligen Ausklang des Abends auf dem Balkon - Was sich für Nicht-Streamer nach viel Aufwand anhört, ist für Streamer schnöde Gewohnheit.

Wir bewerten und empfehlen einen WLAN-Lautsprecher unter genau diesem Gesichtspunkt, wie er sich in deinem Zuhause machen könnte.

Natürlich suchen wir nach den üblichen Kriterien:

  • dem besten Klang
  • der lautesten Box
  • der einfachsten Bedienung
  • der präzisesten Sprachsteuerung
  • den vielfältigsten Anschluss-Möglichkeiten
  • einem breiten Einsatzgebiet
  • dem besten Preis

Wir schauen uns auch enorm viele Youtube-Videos an. Manchmal Vorträge, manchmal Reviews von ausführlichen und leidenschaftlichen Testern wie Speakertoni oder Clavinetjunkie. Manchmal sind es auch nur kurze Schnipsel, die mit dem Smartphone aufgenommen wurden. Damit ergänzen wir unsere eigenen Erfahrungen und wir bestellen oder leihen uns Lautsprecher für einen direkten Vergleich und Test.

WLAN-Lautsprecher (Bild 6)

Wir kennen das selber: Bis er für einen Sonos One auf dem Fensterbrett Platz machen musste, klang Amazons Echo echt ok. Als der Sonos-Speaker wieder weg war auch. Apples HomePod hat mit dem Sonos One das gleiche gemacht, wie Sonos mit Amazons Echo. Man kann sich sehr schwer erinnern, wie stark ein Speaker in bestimmten Bereichen performt. Stellt man einen Sonos One, Play:5, Libratone Zipp und Apple HomePod nebeneinander und vergisst, welchen man gerade auf Zimmerlautstärke laufen lässt, dann ist das ohne ein geschultes Ohr nicht so leicht herauszufinden.

Das bedeutet: Ohne den direkten Vergleich klingen alle unsere Favoriten erst einmal beeindruckend. Direkt meint, mitten im Lied zwischen den Lautsprechern mit angepasster und mittlerer bis hoher Lautstärke zu wechseln. Das Ganze dann an verschiedenen Aufstellorten und mit einer Reihe an “blinden” Testern, die nicht wissen, welcher Lautsprecher gerade spielt. So holen wir uns auch unabhängige Urteile für Klangoptimierungen wie Trueplay ein.

In vielen MediaMärkten, Saturns, Experts oder Hifi-Läden helfen die Verkäufer bereitwillig mit einer Demo verschiedener Lautsprecher. Da der Klang alleine aber nicht alles ist und die Wenigsten die Zeit haben, gleich mehrere Lautsprecher zuhause einzurichten und über mehrere Wochen parallel zu betreiben, übernehmen wir das für dich. Wir haben Abos bei Spotify, Apple Music, Tidal und Amazon. Für Qobuz (24-bit/192kHz FLAC) sind die Hardware und unsere Ohren nicht fein genug. Wir konzentrieren uns auf wahrnehmbaren Klang und typische Anwender. Wir (und die Audio-Hardware) scheitern in dieser Preisklasse ehrlich gesagt an Hi-Res-Audio. Nach unserem Empfinden ist "besser als CD-Qualität" (44,1 kHz/16bit) nicht hörbar. Wir tun uns schwer mit der Unterscheidung von 320 kbit bei Spotify und Tidal Masters, zumindest auf 500-Euro-Kopfhörern und Stereo-Anlagen bis 1.000 Euro.

Bei den WLAN-Lautsprechern gibt es nicht den einen einzigen Platz 1. Vielmehr versuchen wir, den passenden für dich zu finden. Oft aber nicht immer wird aus einem WLAN-Speaker ein Multiroom-System und nicht alle Speaker eröffnen vielfältige Optionen für Ausbaustufen. Wir achten auch darauf, dass du flexibel bleibst. Aus dem Grund führen wir Bose als Hersteller nicht auf, weil die Soundtouch-Serie zwar prima klingt aber wenig Perspektive bietet. Auch Software und Design haben uns nicht vom Hocker gerissen.

Was uns bei WLAN-Lautsprechern wichtig ist

WLAN-Lautsprecher (Bild 3)© Mopolis

Der beste Klang ist nicht das einzige wichtige Kriterium, wie man auf den ersten Blick meinen könnte. Er ist nur einer von vielen Aspekten eines WLAN-Lautsprechers. Das Einsatzgebiet, der Preis, die Größe und Kompatibilität treffen für viele Käufer eine bedeutendere Vorauswahl.

Bestes Beispiel: Apples HomePod klingt fantastisch, macht für einen Haushalt mit Android-Smartphones allerdings wenig Sinn, weil er nur über AirPlay angesprochen wird und mit Siri als Assistentin läuft. Oder: Vielleicht willst du gar nicht jeden Raum mit Sonos vernetzen und ein Libratone Zipp, den man auch einfach mal als Bluetooth-Speaker mit in eine Turnhalle oder an den Badesee nehmen kann, reicht dir als Allrounder?

Wir wollen natürlich auch guten Sound. Musik-Streaming soll Spaß machen, diese Aufgabe liegt aber in erster Linie bei der Musik und die des WLAN-Lautsprechers darin, das nicht wieder zu versauen. Da wir sehr vielfältige WiFi-Speaker aufführen, klingt der eine größere oder teurere meist besser als der andere. Für ihre Größe klingen alle unsere Favoriten mindestens ok bis herausragend.

Design und Bedienung: Ein Lautsprecher soll sich nicht nur gut anhören, er muss sich auch in dein Zuhause einfügen - oder herausstechen. Das ist bekanntlich Geschmacksache, in der Verarbeitung sollten nur keine Mängel auftauchen. Design heißt auch Funktionalität und das überprüfen wir aus möglichst vielen Perspektiven. Wie einfach ist die Einrichtung? Wie kann man den Speaker mit Musik füttern, wie die Lautstärke verändern?

Klanglich ist der Amazon Echo Plus beispielsweise allen anderen Empfehlungen unterlegen. Aber er bringt Sprachsteuerung mit Amazons Alexa mit, die ohne einen nervigen Feedback-Ton wie beim Sonos One angesprochen werden kann und alle Anfragen besser versteht. Dieser WLAN-Lautsprecher integriert zudem einen Zigbee-Controller für die Steuerung von Smart-Home-Produkten wie die Philips-Hue- oder Ikea-Tradfri-Beleuchtung. Deren Bridge kann man sich dann zum Beispiel sparen.

Wir können dir mit diesen Kriterien eine gute Entscheidungsgrundlage liefern und Perspektiven bestimmter WLAN-Lautsprecher aufzeigen. Wenn du erst einmal einen gekauft hast, bleibt der meist nicht lange allein. Unsere aktuelle Auswahl wird demnächst sicher erweitert: Wir hören uns zurzeit ein paar Lautsprecher von Devialet, Vifa, JBL und Riva an.

Sonos One im Test

WLAN-Lautsprecher (Bild 5)© Mopolis

Der Sonos One trägt seinen Charakter als Startpunkt für das Multiroom-System schon im Namen. Vorsicht: Er begeistert so sehr, dass du sehr wahrscheinlich noch mehr Geld für Boxen von Sonos los wirst. Nicht weil der kleine WLAN-Lautsprecher nicht ausreicht - er kämpft weit über seiner Gewichtsklasse - sondern weil du den Sound in jedem Zimmer willst.

Klanglich verblüfft uns dieser kleine Speaker mit seinem kompakten, knackigen Sound. Kräftige, kontrollierte Bässe runden den vollen Klang ab. Ein Sonos One in der Küche oder im Bad macht Spaß, zwei Lautsprecher auf dem Schreibtisch oder im Wohnzimmerregal rocken so richtig. Sonos weiß als Streaming-Pionier, dass es auf absolute Synchronität ankommt. Beim Stereo-Dreieck glänzt ein Sonos-One-Duo mit einer detaillierten Positionierung.

Wir würden dir den Kauf zweier Sonos One empfehlen, ob du lieber Stereo oder Multiroom bevorzugst, ist dann Geschmackssache. Auch in einem 5.1-System mit Playbar und Sub findet ein Paar als Rear-Speaker Platz.

Neben seinem satten Klang und der Flexibilität beim Einsatz bietet der Sonos One die Möglichkeit der Sprachsteuerung, für sich und dein gesamtes Sonos Home System. Derzeit läuft die Assistentin Alexa von Amazon. Die Möglichkeit, auch den Google Assistant zu nutzen, hat Sonos für 2018 versprochen. Mit der Airplay-2-Unterstützung kannst du auch Siri auf deinem iPhone oder iPad bitten, bestimmte Songs von Apple Music auf einem Sonos One abzuspielen.

Auf der Oberseite des Sonos One finden sich Touchbuttons für die Basics, ansonsten lässt sich der Speaker auch prima mit der App bedienen. Wir haben Spotify, Apple Music, Tidal und Audible als Streaming-Dienste installiert. Sonos ist bei Musikquellen aber extrem breit aufgestellt und du kannst auch Internet-Radio mit Tunein, Deezer oder Qobuz nutzen.

In unserem Test zeigten sich aber auch ein paar kleine Kritikpunkte: Der kabellose Sonos One hat weder einen 3,5mm-Eingang noch kannst du Smartphones per Bluetooth verbinden. Für die Klangoptimierung Trueplay braucht es ein iOS-Gerät, also ohne iPhone oder iPad kommst du nicht in den Genuss des besten Klangs. Einmal eingemessen brauchst du das iPhone erst wieder, wenn du den Sonos One woanders aufstellst.

Bei lauter Musik kann es passieren, dass Alexa deine Kommandos nicht versteht - und sie signalisiert ihr Zuhören über einen Feedback-Ton. Der Echo Plus hat das mit seinem Lichtring deutlich eleganter gelöst. Beim Duell zwischen diesen beiden kabellosen Alexa-Speakern würden wir den Sonos One aufgrund seines wesentlich besseren Klangs vorziehen.

Info: Wer noch mehr über den Sonos One erfahren will, für den stellen wir in den nächsten Wochen zusätzlich einen ausführlichen Testbericht bereit, der an dieser Stelle verlinkt wird.

  • Starker Klang bei kompakter Größe
  • Unauffälliges, robustes Design
  • Einfache Einrichtung
  • Vielseitige Streaming-Dienste
  • Amazon Alexa integriert
  • Für Stereo und Multiroom bereit
  • Alexa Feedback-Ton
  • Sprachsteuerung klappt nicht immer
  • Kein 3,5mm-Anschluss
  • Kein Bluetooth


Apple HomePod im Test

WLAN-Lautsprecher (Bild 15)© Mopolis

Wie so oft polarisiert auch dieses Apple-Produkt sehr stark. Weil der HomePod (Testbericht) ein paar Sachen weniger gut oder gar nicht beherrscht, wird er von vielen potentiellen Einsteigern ins Musik-Streaming abgewatscht: Er erlaubt keine Bluetooth-Verbindung, Sprachsteuerung der Musik geht ausschließlich für Apple Music, Siri ist vergleichsweise eingeschränkt, nach einer Zeit hinterlässt er ringförmige Spuren auf manchem Holz und er ist teuer. Das hast du sicher schon gehört und gelesen, von preisbewussten Android- oder Amazon-Nutzern, jemandem der sich zumindest teilweise außerhalb Apples hochgradig integriertem Geräte-Parcours bewegt.

Es gibt da aber auch noch eine ebenbürtige Parallelwelt: In dieser begeistert der Apple HomePod als der Wireless Smart Speaker, der nicht nur subjektiv am besten klingt. Das Design ist großartig, die Einrichtung könnte nicht leichter sein und wer sein Smart Home mit HomeKit steuert, wird mit dem HomePod eine weitere maßgeschneiderte Komponente im Ökosystem willkommen heißen.

Bisher haben wir Sonos-Speaker für unkompliziert gehalten, aber Apple hebt das Setup auf eine ganz neue Stufe der Einfachheit. Jeder hat sicher eine Person im Bekanntenkreis, für die man die Sendersuche übernehmen muss, Schnurlostelefone einbindet, den Router neustartet, Speicher freiräumt, Programme installiert, Akkus kauft. Sofern diese Menschen ein iPhone nutzen, würden wir ihnen den HomePod ohne weitere Erklärungen in die Hand drücken können.

WLAN-Lautsprecher (Bild 16)© Mopolis

Der HomePod bedeutet auch einen Vorschuss an Vertrauen, denn er muss in seine überragende Rolle noch hineinwachsen. Er erobert die Kategorie, vier Jahre nach dem ersten Amazon Echo, nicht im Sturm wie etwa die Apple Watch. Bis Siris Fähigkeiten sich auf den Apple TV ausweiten und die Brücken auf iPhones, iPads und Macs verbreitert werden, konzentriert sich der HomePod auf die Basics.

Dazu zählt sprachgesteuertes Musik-Streaming, hier kann der HomePod in unserem Test glänzen. Die Erkennung von Anfragen durch die Sprachassistentin Siri ist am präzisesten und sobald der kompakte WLAN-Lautsprecher deinen Lieblings-Song von Apple Music wiedergibt, verblüfft er einfach nur. Gute Lautsprecher bieten ein natürliches Klangbild auf der direkten Achse zum Hörer. Sehr gute Lautsprecher kontrollieren frühe und späte Reflektionen und halten die Abweichungen in Grenzen. Der HomePod ist ein fantastischer Lautsprecher: Er ermittelt die Raumakustik über seine Mikrofonanordnung und den integrierten Apple A8 Chip in Echtzeit und kreiert seine Bühne mit schwer zu beschreibender Detailtreue in dieses Klangfeld.

Für Nutzer von Apple-Devices gehört er so zu den besten WLAN-Lautsprechern, die der Markt aktuell zu bieten hat. Der Preis ist vergleichsweise hoch, doch die Investition lohnt sich. Vor allem da der Apple HomePod im Laufe des Jahres noch smarter wird und sich noch besser in das Universum von iPhone, iPad, Mac & Co. integrieren lässt. Hinzu kommt, dass Apple großen Wert auf den Datenschutz und deine Privatsphäre legt. Es wird versprochen, dass keine persönlichen Daten erfasst werden, während du mit Siri sprichst und vor allem auch nicht, wenn du nicht mit ihr sprichst. Jegliche Kommunikation mit den Apple-Server ist zudem anonymisiert und verschlüsselt.

  • Großartiger Klang, satter Bass
  • Stylisches Design, sehr gute Verarbeitung
  • Einfache, schnelle Einrichtung
  • Stereo-Paarung & Multiroom-Modus
  • Präzise Spracherkennung
  • Gute Siri-Steuerung von Musik & Smart Home
  • Guter Schutz deiner Daten & Privatsphäre
  • Siri-Funktionen ausbaufähig
  • Musik-Sprachsteuerung nur für Apple Music
  • Spotify, Tidal & Co. nur via AirPlay 2
  • Kein Bluetooth & 3,5mm-Anschluss


Sonos Play:5 im Test

WLAN-Lautsprecher (Bild 4)© Mopolis

Der kräftigste WLAN-Lautsprecher im Sonos-Sortiment greift auch etwas tiefer in die Tasche, aber der Sonos Play:5 (Testbericht) ist sein Geld wert. Die drei Woofer und drei Hochtöner füllen dir auch größere Zimmer sehr druckvoll mit beeindruckend detaillierten Bässen und klaren Höhen - Der Unterschied zu den kleineren WLAN-Lautsprechern von Sonos und Konkurrenten wird schon bei geringer Lautstärke deutlich.

Als Pionier im Musik-Streaming-Geschäft greift Sonos auf eine lange Tradition in Benutzerfreundlichkeit zurück, das Sonos-Home-System öffnet sich sogar schrittweise. Mit Spotify Connect, Airplay 2 und der eigenen Multiroom-Plattform, für die in Zukunft auch die günstigeren Symfonsk-Boxen von Ikea kommen werden, bietet Sonos eine Vielfalt und Perspektive, die das Investment in den Play:5nicht als One Hit Wonder stehen lassen.

Für die Klangoptimierung mit der Trueplay-Funktion brauchst du ein iOS-Gerät, bis auf diese Bedingung ist die Einrichtung unkompliziert und schnell. Wir empfehlen Trueplay ausdrücklich, auch wenn man sich dafür ein iPhone oder iPad borgen muss. Für die Sprachsteuerung mit Amazons Alexa kann ein Echo Dot per Klinke oder aber ein Sonos One drahtlos verbunden werden.

Der Sonos Play:5 wird dich als All-in-One-Paket begeistern. Er liefert seinen dynamischen und kraftvollen Klang in kompakter Form und lässt sich einfach bedienen.

  • Präziser und kraftvoller Klang
  • Einfache Einrichtung und Bedienung per App
  • Musikdienste und herkömmliche Zuspieler
  • Touch-Bedienfeld
  • Koppelbar für Stereo und Multiroom
  • Geschlossenes Sonos-System
  • Trueplay-Einmessung nur mit iPhone


Libratone Zipp im Test

WLAN-Lautsprecher (Bild 1)© Mopolis

Der Libratone Zipp ist einer der vielseitigsten WLAN-Lautsprecher unter unseren Favoriten mit einer eigentlich gar nicht so verrückten Kombination. Der 1,5-Kilo-Speaker kann zuhause im WLAN betrieben werden (AirPlay 2, Spotify Connect, Webradio) oder man nimmt ihn dank eingebautem Akku mit und verbindet sich per Bluetooth oder Audio-Klinke. Für Amazons Echo (2. Gen) und Echo Plus gibt es Akkupacks - Libratones Zipp kannst du einfach so abstöpseln und innerhalb des Netzwerks an der Schlaufe ins nächste Zimmer oder auf die Terrasse tragen. Vielen reicht das schon für “Multiroom” und das Konzept wirkt sehr frisch im Vergleich zu einem standorttreuen Sonos-Home-System.

Seinen mobilen Charakter als Schweizer Taschenmesser unter den Lautsprechern unterstreicht der Libratone Zipp mit seiner Powerbank-Funktion. Du kannst unterwegs dein Smartphone oder Tablet am Lautsprecher aufladen. Verkabelst du ein iPhone oder iPad, dient der USB als Input, genauso wie für USB-Sticks (Fat32). Der Zipp glänzt nicht nur mit seiner Funktionsvielfalt, auch kräftige Bässe, ein ausbalancierter 360-Grad-Klang und eine lange Akkulaufzeit von 9 bis 10 Stunden begeistern uns. Die akustische Bühne ist beim Zipp etwas eng, das verzeihen wir ihm aber, weil man ihn ordentlich aufdrehen kann und er so viel Spaß macht. Ein 4-Zoll-Woofer mit zwei ebenso großen Bassreflexradiatoren und zwei Tweeter sorgen laut Hersteller für satte 100 Watt Musikleistung.

Die Steuerung mit dem stylischen Touch-Bedienfeld erfordert etwas Übung, ansonsten überzeugt das Handling auf ganzer Linie. Garniert wird das Ganze mit ein paar Addons: Bluetooth kann mit AptX-Codec übertragen werden, der Textilüberzug mit Reißverschluss ist wechselbar, man kann zwei oder mehr Zipps zusammen betreiben (Multiroom oder Stereo-Separation) und du bekommst eine übersichtliche App für Firmware-Updates oder Klanganpassungen. Wasserdicht ist der Libratone Zipp nicht, du kannst ihn aber problemlos im Badezimmer anwerfen.

Info: Aktuell arbeiten wir an einem ausführlichen Testbericht des Libratone Zipp Lautsprechers, den wir euch in den nächsten Wochen an dieser Stelle verlinken werden.

  • Voluminöser 360-Grad-Klang
  • WLAN, Bluetooth & 3,5mm Klinke
  • Bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit
  • Powerbank für Smartphones & Tablets
  • Unterstützt viele Streaming-Services
  • Frisches Design mit Touch-Bedienung
  • Begrenzte Soundstage
  • Kein Sprachassistent vorhanden


Amazon Echo Plus im Test

WLAN-Lautsprecher (Bild 11)© Mopolis

Amazons Alexa ist die Sprachassistentin, mit der man sich noch am ehesten unterhalten kann. Sie sagt dir das Wetter an, deine Termine für den Tag, Nachrichten und spielt natürlich deine Internet-Radiosender oder Musik-Playlists eines Streaming-Services. Im Amazon Echo Plus klingt sie zwar nicht so voluminös und laut, dafür versteht sie dich mit höherer Erkennungsrate und setzt deine Befehle fürs Smart Home direkt um.

Der Echo Plus integriert einen Zigbee-Hub, dieser Funk-Chip spricht Lampen von Philips Hue oder Ikea Tradfri direkt an. Du kannst damit smarte Steckdosen von Osram oder TP-Link ansteuern, deine Wetterstation, Heizungsthermostate, Rollläden, Rauchmelder, Sicherheitskameras und Einbruchs-Sensoren einbinden.

Aufgrund der dominierenden Stellung der Zigbee-Geräte im Internet of Things und der Marktführerschaft von Amazon bei der Sprachsteuerung, findest du in dieser Kombination die größte Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Mit dem Echo Plus kann man sich als Einsteiger an das Musik-Streaming und die Steuerung vom Smart Home herantasten.

WLAN-Lautsprecher (Bild 9)© Mopolis
WLAN-Lautsprecher (Bild 9) (Bild 10)© Mopolis

Der Amazon Echo Plus sieht aus wie der originale Amazon Echo, die Mikrofone und die Speaker wurden jedoch verbessert. Amazon spendiert dem Echo Plus einen Audioausgang, behält die Lautstärkesteuerung per LED-Ring im Gegensatz zum Echo der 2. Generation bei und klingt auch noch besser. Das Setup läuft über die Alexa-App und ist sehr einfach, sowohl für den Amazon Echo Plus als auch die Zigbee-Geräte, die per Sprachkommando “Alexa, suche nach meinen Geräten” installiert werden.

Auch wenn der Amazon Echo Plus für Parties etwas schwachbrüstig ist, macht er das mit seiner Ausstattung wieder wett und für das Hören nebenbei zum Frühstück, Einschlafen oder während der Arbeit reicht es allemal. Für mehr Power kann der Klinken-Ausgang genutzt und mit anderen Echos kann auch ein Multiroom-System erstellt werden.

Info: Einen umfangreichen Einzel-Testbericht des Amazon Echo Plus Speakers mit Alexa Sprachassistent könnt ihr in den nächsten Wochen hier wiederfinden.

  • Bester Assistent mit vielen Alexa-Skills
  • Integrierter Zigbee-Hub für Smart Home
  • Sprachsteuerung vieler Streaming-Dienste
  • Multiroom-Modus mit anderen Echos
  • Bluetooth & 3,5mm-Anschluss vorhanden
  • Sound gegenüber Sonos, Apple & Co.
  • Design etwas in die Jahre gekommen


Zwei kleine oder einen großen?

Nachfolgend wollen wir dir unsere Klangeindrücke schildern und bei der Entscheidung für einen einzelnen, kräftigen Lautsprecher oder ein Stereo-Paar helfen. Grundsätzlich gilt: Wann immer ein einzelner Lautsprecher besser als ein anderer klingt, so gilt das auch für Stereo-Setups. Es kommt auch sehr auf die Lautstärke an, mit der gehört wird und ein simples "klingt besser" gibt es für die nachfolgenden Vergleiche nicht, weil Hörgewohnheit als subjektives Element stark beeinflusst.

Wenn du möglichst kostengünstig an Hi-Fi-Sound kommen willst, bist du mit einem Paar Regallautsprechern wie den Edifier Studio S1000DB oder dem S880DB besser beraten. Ein Amazon Echo Dot macht das Setup fit für Spotify Connect, Wi-Fi-Streaming, Sprachsteuerung und Smart Home. Bei diesem und den nachfolgenden Vergleichen unter den Punkten Klang, Ausstattung und Preis lässt sich leider kein klarer Sieger herausarbeiten.

WLAN-Lautsprecher (Bild 13)© Mopolis

2x Sonos One vs. Sonos Play:5

Hier kommt es darauf an, wie laut und intensiv du deine Musik hörst. Zwei Sonos One sind günstiger und flexibler im Einsatz für Multiroom oder Stereo, für letzteres schaffen sie eine breitere Bühne und können Komponenten deiner Songs besser positionieren. Für die Mehrzahl ist das die bessere Option. Geht es um mehr Tiefe beim Bass, höhere Lautstärken und größere Räume, setzt sich ein Sonos Play:5 durch.

2x Apple HomePod vs. Sonos Play:5

Auch hier merken wir wie die HomePods ihren Bass in niedrigen Lautstärken übertreiben und zurückfahren, je mehr wir aufdrehen. Die Räumlichkeit der virtuellen Lautsprecher ist umwerfend und präsentiert einen krassen Gegensatz: Apples Musik baut ein Klangfeld auf und positioniert Instrumente und Gesang mit starker Trennung darin. Du wirst umspült vom runderen Sound. Ein Sonos Play:5 strahlt dich direkter, schärfer und klarer an mit mehr Tiefbass. Nicht wenige Blindtester bevorzugten diesen Sound - bei 10 Leuten stand es hier 50:50. Sonos bietet mit dem Play:5 und dem One einen kompakteren Sound, der HomePod trägt seinen Klang eher in die Breite - damit ergeben sich auch von Song zu Song starke Unterschiede.

Apple HomePod vs. 2x Sonos One

Ehrlich? Überraschenderweise kommt ein einzelner HomePod einem Stereo-Setup zweier Sonos Ones sehr nahe. Es ist der typische kompakte, klare Sonos-Sound, der hier den Unterschied mit präsenteren Mitten und Höhen macht - genauso wie der typische HomePod-Sound, der sehr in die Breite geht. Wir würden uns aufgrund der Flexibilität in der Ansteuerung und beim Aufstellen für Sonos entscheiden, aber der Abstand ist bei niedrigen und hohen Lautstärken überraschend gering.

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