Amazon Echo:
Alexa kümmert sich um Musik, Wetter & Termine

von Jan Hoffmann
aktualisiert am 12.September.2017

Auch Amazons Echo ist ein WLAN-Lautsprecher, der allerdings deutlich mehr kann, als nur Musik abzuspielen. Die Assistentin Alexa kann ins Smart Home eingebunden werden und steuert auch Licht, Heizung und Elektronik per Sprache.

Alexa...
...spiele Ed Sheeran auf Spotify

Jeder fängt mal klein an, auch Alexa. Zu Anfang wird die smarte Assistentin in der Küche auf Zuruf Musik spielen und die Wahrscheinlichkeit, dass dabei Ed Sheeran startet, ist sehr hoch. Mit der Zeit lernt sie jedoch dazu, wie du auch den Umgang mit ihr lernst. „Alexa Timer auf 5 Minuten“, „Alexa wird es heute regnen?“, „Alexa, gegen wen spielen die Bayern am Wochenende?“ – Nach wenigen Wochen findet Alexa Eingang in den Alltag und ein kleiner Blick in die Zukunft zeigt wahnsinnige Anwendungsmöglichkeiten.

Den Amazon Echo und seinen kleinen Bruder Echo Dot gibt es erst seit kurzer Zeit in Deutschland, dementsprechend ernüchternd fällt der Blick in die Vielfalt der Dienste, auch Skills genannt, aus. Allein als sprachgesteuerter WLAN-Lautsprecher macht Amazon Echo schon Spaß, der Rest wird schon noch von der netten Dreingabe oder Frickelei zu waschechten Features erwachsen. Das braucht allerdings noch Zeit.

Smart Home ist der nächster Schritt
Echo steuert das komplette Wohnzimmer

Alexa kann theoretisch auch Licht und Fernsehen kontrollieren. Damit der Befehl „Alexa, Netflix im Wohnzimmer“ dort automatisch den TV und Netflix startet und vielleicht noch das Licht auf eine Voreinstellung von Philips Hue fährt, braucht es derzeit noch etwas Aufwand für die Einrichtung, abgesehen von der entsprechenden Hardware. Einerseits müssen die smarten Lampen von Philips verbaut sein und das Home Entertainment System muss über Logitechs Harmony Hub angesprochen werden. Andererseits geht das mit Amazons Alexa App noch nicht wirklich und es braucht Software von Yonomi oder IFTTT (If this then that).

Es ist in jedem Fall einiger Aufwand, allerdings auch wieder deutlich weniger als noch mit dem JB Light Manager, Infrarot-Brücken oder Funksteckdosen mit DIP-Codes. Amazon als Treiber hinter allen Services verspricht ordentlich Zugkraft. In den USA lässt sich das an einer ausgereiften Skill-Landschaft beobachten. Dort hatte der Dienst allerdings auch deutlich länger Zeit, sich auszubreiten und der englischsprachige Markt ist sehr viel größer.

Guter Sound
Aber die Mobilität fehlt noch

Amazons Echo klingt in Ordnung, sofern man den Lautsprecher nicht ganz aufdreht. Für die Größe und den Preis liefert der schicke Turm sogar überdurchschnittlich ab. Für Küche oder Bad und sogar Wohnzimmer durchaus empfehlenswert, aber nicht für alle drei. Amazon hat keinen Akku integriert und liefert nur ein Netzteil mit. Man muss Alexa also immer vom Strom nehmen und schlafen schicken, bevor man sie in einem anderen Zimmer wieder hochfährt. Amazon will dafür Echo Dots an den Mann oder die Frau bringen, die als Außenposten dienen. Im Zusammenspiel mit dem Multiroom-Feature lässt sich Musik über mehrere Echo-Geräte synchron abspielen. Dazu muss allerdings derzeit noch Amazon Music oder TuneIn zur Wiedergabe verwendet werden. Spotify oder das Abspielen über Bluetooth funktioniert im Moment noch nicht.

Wer nicht in einem 50-Zimmer-Schloss wohnt und seine Sessions auf wenige Quadratmeter beschränkt aber trotzdem gern ein wenig mehr Bewegungsfreiheit hätte, holt sich einen Zusatzakku. Den gibt es kurioserweise nicht von Amazon selbst, aber Drittanbieter wie Smatree ergänzen den Echo um eine Basis mit integrierter Batterie. Im genannten Fall des AE9000 kann der Echo damit auch über MicroUSB geladen werden oder unterwegs über den USB-Anschluss dein Smartphone powern. So bekommst du ein Low-Cost-Multiroom-System: Alexa abstecken, rumtragen und währenddessen weiterhören. Lohnt sich als Zubehör!

Technische Daten

  1. Abmessungen:235 x 83,5 x 83,5 mm
  2. Gewicht:1,06 kg
  3. Anschlüsse:WLAN, Bluetooth
  4. Lautsprecher:63mm Woofer, 50mm Hochtonlautsprecher
  1. Mikrofon:7 Mikrofone integriert
  2. Besonderheiten:Alexa Sprachassistent
  3. Kabel-Länge:1,8 Meter
  4. Service:1 Jahr Garantie

Fortschrittliche Technologie
Aber auf Kosten des Datenschutzes?

Besonders herausragend ist die Spracherkennung des Lautsprechers. Nahezu immer wenn man das Hotword „Alexa“ ausspricht reagiert der persönliche Assistent sofort – sogar wenn auf dem Amazon Echo im gleichen Moment Musik abgespielt wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings, dass wir mit der Verwendung des WLAN-Lautsprechers einen erheblichen Teil unserer Privatsphäre in den eigenen vier Wänden freiwillig abtreten. Durch das ständige Zuhören, das für die einwandfreie Funktion von Alexa notwendig ist, belauscht uns Amazon rund um die Uhr.

Für den Onlinehändler ist das natürlich unglaublich wertvoll, denn die Werbung lässt sich damit noch viel besser personalisieren. Spricht man zum Beispiel mit der Freundin über ein Weihnachtsgeschenk für Freunde, kann Amazon bei diesem Gespräch „mitlauschen“, ein entsprechendes Profil mit einer Auswahl an Artikeln erstellen und dir diese beim nächsten Besuch auf der Amazon-Webseite unterbreiten. Manche mögen dies vielleicht als komfortabel beziehungsweise toll empfinden, allerdings macht das uns für den Onlinehändler vollständig transparent. Ein Aspekt über den man vielleicht nachdenken sollte. Abhilfe kann hier der integrierte Stumm-Knopf für das Mikrofon schaffen.

Vollständig dank Smartphone-App

Um sämtliche Daten die man über den Echo oder Echo Dot eingegeben hat, auch unterwegs bei der Hand zu haben, gibt es die Alexa-App. Damit lassen sich diverse Dienste mit dem virtuellen Assistenten koppeln und vervollständigen damit das Gesamtpaket. Beispielsweise können darüber Amazon Music, Prime Music, Spotify oder der Google Calender verbunden werden. Vor allem die Integration des Google Kalender macht Sinn, um über den WLAN-Lautsprecher beispielsweise neue Termine einspeichern zu können. Darüber lassen sich auch die Smart Home-Geräte koppeln, die Einkaufsliste checken oder Skills installieren.

Die Alternativen
Der Vergleich mit der Konkurrenz

Amazon Echo ist ganz klar der Pionier in der Kategorie der smarten WLAN-Lautsprecher. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht und entsprechend groß ist bereits die Auswahl an solchen Geräten. Zudem will sich nicht jeder einen ständig lauschenden Speaker ins Wohnzimmer stellen, weshalb auch herkömmliche WLAN-Lautsprecher nach wie vor gefragt sind. Wir haben einmal einen Blick auf den Markt geworfen und geben dir einen vollständigen Überblick über die Konkurrenz.

Apple: Einen WLAN-Lautsprecher mit dem hauseigenen virtuellen Assistenten Siri hat Apple seit der WWDC 2017 ebenfalls im Angebot. Derzeit ist der Apple HomePod hierzulande noch nicht erhältlich, allerdings wird er mit Sicherheit zu uns kommen. Im Prinzip orientiert sich das Unternehmen aus Cupertino an Amazons Echo. Im Vordergrund steht der 360 Grad-Sound, die Steuerung unterschiedlicher Komponenten im Haushalt sowie das Erledigen von einfachen Aufgaben via Sprachsteuerung in Verbindung mit Siri. Was die runde Kiste drauf hat, wird sich erst im Dezember zeigen, denn dann geht der HomePod offiziell an den Start.

Google: Neben Apple kämpft natürlich auch Google um einen Platz im Wohnzimmer, der Küche oder im Schlafzimmer. Der Suchmaschinengigant schickt dafür Google Home ins Rennen. Sowohl das Design als auch die Funktionalität ist stark an den Amazon Echo angelehnt. Der elegante WLAN-Lautsprecher ist selbstverständlich mit dem hauseigenen Assistenten Google Assistant bestückt. Darüber kannst du deine Einkaufsliste bestücken, Musik abspielen oder dein Zuhause steuern, sofern eine kompatible Hardware verbaut wurde. Im Vergleich zu Amazon Alexa fehlt allerdings ein wenig der Funktionsumfang, da Google Home keine Skills besitzt.

Sonos: Das kalifornische Unternehmen gilt als der Pionier der WLAN-Lautsprecher. Entsprechend umfangreich ist das Angebot in dieser Kategorie. Als Einstiegsmodell gilt der Sonos Play:1, der sich ebenfalls in unserer Favoritenliste befindet. Das nicht ohne Grund – der Lautsprecher bietet erstklassigen Sound, ist besonders kompakt, ist feuchtigkeitsbeständig und lässt eine einfache Einrichtung via App zu. Sein großer Bruder der Sonos Play:5 zählt ebenfalls zu unseren Lieblingen. Kein Wunder, denn aus der Kiste ertönt kräftiger Sound, die Einrichtung ist simpel und der Lautsprecher lässt sich für Stereo- oder Multiroom-Setups verwenden. Sämtliche Geräte verzichten auf einen virtuellen Assistenten. Beim derzeitigen Funktionsumfang dieser ist das allerdings leicht zu verschmerzen. In Verbindung mit einem Amazon Echo oder Echo Dot lassen sich die Geräte von Sonos allerdings separat ansteuern.

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Unsere Recherchen und Quellen
Das sagen die Kollegen zum Amazon Echo

Abgesehen von uns haben bereits viele Technikportale und Blogger den Amazon Echo getestet beziehungsweise sich mit dem Gerät intensiv auseinandergesetzt. Dabei sind unzählige Testberichte entstanden, die wir hier für dich übersichtlich zusammenfassen. Somit ersparen wir dir eine stundenlange Recherche, denn das haben wir für dich übernommen.

Golem – Alexa, du musst noch viel lernen
Im Test des deutschen Technikportals Golem erntet der WLAN-Lautsprecher von Amazon viel Lob für die Klangqualität beziehungsweise den Sound. Hier gibt es nur wenig auszusetzen. Zudem wird die ausgeklügelte Mikrofontechnologie, die für die Alexa-Zurufe verantwortlich ist, lobend erwähnt. Das war es aber schon, denn was den virtuellen Assistenten betrifft muss Amazon noch ordentlich nachlegen. Die Befehle werden nicht erkannt, sobald man vom vorgegebenen Muster abweicht. Darüber hinaus ist die Sprachausgabe von Alexa oftmals sehr stockend und Wörter werden schlecht betont.

Netzwelt – Intelligenter Lautsprecher mit Verständnisschwierigkeiten
Der gleiche Eindruck hat sich ebenfalls bei den Kollegen von Netzwelt breitgemacht. Die Soundqualität kann sich durchaus sehen lassen. Für einen reinen WLAN-Lautsprecher ist sie allerdings zu minderwertig im Vergleich zu den Konkurrenten. Der Amazon Echo bietet allerdings mit dem virtuellen Assistenten Alexa einen echten Mehrwert. Leider scheitert es oft am Verständnis des gesprochenen Worts. Da tröstet die Unterstützung vieler Drittanbieter nur schwer hinweg, schließlich hat man mit dem großen Angebot nur bedingt etwas angefangen, wenn Alexa die Befehle nicht richtig versteht.

Computerbild – Guter Sprachassistent
Der Test von Computerbild fällt im Hinblick auf den virtuellen Assistenten sehr positiv aus. Die Bedienung ist sehr einfach, die Sprachassistentin Alexa wird als intelligent und witzig beurteilt. Die Spracherkennung wurde ebenfalls gelobt. Dafür gibt es Abzüge für die umständliche Einrichtung sowie den geringen Funktionsumfang, der zwar ausgebaut wird, im Moment allerdings noch überschaubar ist. Zudem sind die Tester vom Klangbild etwas enttäuscht. Der blecherne Hall trübt das Gesamtbild ein wenig.

Für CHIP, Curved, GIGA, Mobilegeeks und Connect ist die Sache glasklar: Amazon Echo und Alexa haben viel Zukunftspotential. Jenes wird im Moment nur wenig genutzt, kann allerdings mit künftigen Updates ausgeschöpft werden. Die Spracherkennung sowie Ausgabe funktioniert ihrer Meinung sehr gut und der Klang des Lautsprechers ist sehr angenehm.

CNET – Einer der Besten
In der internationalen Presse wird die Spracherkennung sowie der Funktionsumfang sehr oft gelobt. Das ist keine Überraschung, schließlich wurde Alexa zuerst für die englische Sprache entwickelt. Vieles lässt sich einfach über ein Sprachkommando erledigen, wodurch das Smartphone nicht mehr so oft aus der Hostentasche gekramt werden muss, schreibt Cnet. Kritik wird an der Stimme von Alexa geübt. Anders als beispielsweise der Google Assistant kann Alexa nicht zwischen verschiedenen Stimmen wechseln. Zudem lässt die Soundqualität bei höheren Lautstärken etwas zu wünschen übrig.

Für Tom’s Guide und The Guardian ist das Gadget ein gelungener Lautsprecher für die eigenen vier Wände. Die Spracherkennung funktioniert sehr gut, die Soundqualität überzeugt und es gibt viele Drittanbieter-Apps. Auf der Kontra-Seite stehen allerdings das ständige Lauschen des Amazon Echo sowie der fehlende Multi-User-Support.

PCMag – Exzellenter Sprachassistent mit Schwächen
Der Testbericht von PCMag fällt durchaus positiv aus. Der WLAN-Lautsprecher besitzt eine herausragende Spracherkennung, wird ständig mit neuen Funktionen erweitert und die Wiedergabequalität ist herausragend. Es gibt allerdings auch Schattenseiten: Bei hohen Lautstärken wirkt das Klangbild etwas verzerrt. Darüber hinaus können die E-Mails nicht über Alexa eingesehen werden und das Entfernen von Dingen auf der Einkaufsliste ist nicht via Sprachkommando möglich.

ZDNet, The Verge, Tech Advisor, Trusted Reviews und Techradar führen ähnliche Kritikpunkte in ihren Tests an. Gelobt wird die einfache sowie zuverlässige Interaktion mit Alexa. Über das Mikrofon sowie die Lautsprecher wird ebenfalls sehr positiv berichtet. Kritisiert wird lediglich das noch nicht bestehende Ökosystem, welches Amazon langsam aber sicher über die Skills aufzubauen versucht.

Neuigkeiten und Updates
News rund um Echo und Alexa

3. September: Amazon hat soeben ein Update für den Amazon Echo veröffentlicht, der das Gerät mit der lange erwarteten Multiroom-Funktion ausstattet. Damit lassen sich mehrere Amazon Echos und Amazon Echo Dots gruppieren, sodass sie den gleichen Song abspielen. Alternativ können auf allen Geräten auch unterschiedliche Titel abgespielt werden.

31. August: Amazon und Microsoft machen jetzt gemeinsame Sache. Durch eine neue Partnerschaft sind Alexa und Cortana ab sofort dicke Freunde, wodurch sich die Sprachassistenten bemühen lassen um Dienste des anderen Universums zu nutzen. Über Alexa lassen sich zum Beispiel jetzt deine Mails in Outlook öffnen oder Cortana kann Musik direkt vom PC aus auf dem Echo Dot abspielen.

10. August: Alexa hat wieder einen neuen Skill erhalten, der es dir ab sofort ermöglicht direkt via Sprachkommando ein Auto bei DriveNow zu reservieren. Der CarSharing-Dienst von BMW hat erst kürzlich die entsprechende Schnittstelle freigegeben, mit der das Sichern eines Autos so einfach wie noch nie geworden ist.

Weitere Varianten
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