Amazon Echo Plus 2 im Test:
Dein erster Smart- und WLAN-Lautsprecher

von Robert Kern
aktualisiert vor mehr als 1 Woche

Sound, Funktionsumfang und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen beim Amazon Echo Plus (2. Gen.) WLAN-Lautsprecher einfach. Der smarte Speaker kann Musik streamen, über Alexa per Sprache gesteuert werden und er funktioniert auch als Bridge für Smart-Home-Geräte wie Lampen, Steckdosen oder Thermostate. Ideal für Einsteiger also.

Preis-Leistung
Attraktives Komplettpaket

Amazons Alexa ist der Sprachassistent, mit dem man sich noch am ehesten unterhalten kann. Aufgrund der Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten genießt er deshalb auch die dominierende Position im Bereich der smarten WLAN-Lautsprecher. Alexa sagt dir das Wetter an, deine Termine für den Tag, Nachrichten und spielt natürlich Radiosender aus dem Internetradio oder Musik-Playlists von Spotify, Deezer oder Amazon Prime Music. Im Amazon Echo Plus 2 klingt Musik zwar nicht so voluminös und laut, dafür versteht Alexa dich mit höherer Erkennungsrate und setzt deine Befehle fürs Smart Home direkt um.

  1. Preis-Leistung
  2. Design & Einrichtung
  3. Bassiger Klang
  4. Technische Daten
  5. Alexa-Sprachsteuerung
  6. Smart-Home-Zentrale
  7. Drop-in und Anrufe
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich

Mit dem Echo Plus 2 startest du aber nicht nur deine Musik-Streaming-Karriere, die Sprachsteuerung wird auch auf dein Smart Home ausgeweitet. Du hast noch keins? Dann kann es jetzt ja losgehen, denn der Echo Plus (2. Gen.) kann unter seinem Dach sehr viele Geräte direkt anbinden. Möglich ist dies dank eines integrierten Zigbee-Hubs: Ein Funk-Chip, der zum Beispiel auch Lampen von Philips Hue oder Ikea Tradfri direkt anspricht.

Du kannst damit smarte Steckdosen von Osram oder TP-Link im Netzwerk ansteuern und deine Wetterstation, Heizungsthermostate, Rollläden, Rauchmelder, Sicherheitskameras und Einbruchs-Sensoren einbinden ohne die "Bridge" der jeweiligen Produkte, die als Zentrale dient.

Youtube-Video: Amazon Echo Plus 2 im Test:

Design & Einrichtung
Aller Anfang ist gar nicht so schwer

Die Einrichtung eines Echo Dot, Plus oder Show hat Amazon seit der letzten Generation nochmal vereinfacht. Du musst ihn nur an den Strom stecken, mit der Smartphone-App auswählen und wirst durch den Prozess geleitet. Was du dann alles mit dem Echo machen kannst, zeigt dir Amazon in einem kurzen Video.

Bei der Gestaltung orientiert sich Amazon mit einem Stoffbezug an vielen Wettbewerbern. Es gibt den Echo Plus 2 in Schwarz, Grau und Weiß - also eher klassischen Farbgebungen, die sich in jedes Zuhause gut einfügen. Markant ist der LED-Leuchtring auf der Oberseite. Auf Zuruf des Codewortes “Alexa”, “Echo” oder “Computer” signalisiert dir ein hellblauer Bereich im ansonsten dunkelblauen Ring, dass Alexa zuhört und in welcher Richtung sie dich wähnt.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 8)© Mopolis

Mit sieben Fernfeldmikrofonen ist die Erkennung sehr präzise und der Amazon Echo Plus 2. Generation kann durch die Ortung auch Nebengeräusche besser herausrechnen. Spielst du Musik auf voller Lautstärke, musst du selber auch ein wenig lauter rufen. Prinzipiell hört Alexa dich aber durch die Musik hindurch.

Bassiger Klang
Bester Echo-Sound, aber keine Konkurrenz für Sonos

In Sachen Klang macht der neue Echo Plus einiges richtig und präsentiert sich unter allen bisherigen Echo-Lautsprecher als der am besten klingende. Mit ähnlich großen und ebenfalls smarten Konkurrenten wie etwa dem Sonos One (Testbericht) oder dem Apple Homepod (Testbericht) kann er sich klanglich allerdings nicht messen. Dolby Audio und die eingebauten Treiber liefern einen 360-Grad-Sound, die vor allem für einen recht satten Bass sorgen. Allerdings ist der Klang insgesamt eher etwas dumpfer und nicht ganz ausgewogen in den Mitten.

Sobald man den Echo Plus etwas lauter macht, tritt der Bass zugunsten der Lautstärke doch hörbar in den Hintergrund. Bei bestimmter Musik macht sich außerdem das Fehlen eines dedizierten Mitteltöners ab und an bemerkbar. Bei akustischer Musik wird das recht deutlich.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 9)© Mopolis
Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 9) (Bild 4)© Mopolis

Für audiophile Ohren ist der Echo Plus der zweiten Generation deshalb als reiner Lautsprecher noch keine Empfehlung, im alltäglichen Gebrauch bietet er aber als WLAN-Lautsprecher definitiv ein ausreichend ausgewogenes Klangbild mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Echo hörst du sowieso eher nebenbei, weil die einfache Sprachsteuerung deutlich mehr Musik in den Alltag bringt. Wenn du deine Musik gern laut hörst, musst du zum Sonos One oder Apple HomePod greifen.

Technische Daten
Amazon Echo Plus (2. Generation)

  1. Lautsprecher-Art:WLAN, Bluetooth, Multiroom
  2. Abmessungen:148 x 99 x 99 mm
  3. Formate:MP3, WAV, AIFF, FLAC, ALAC, WMA, AAC, OGG
  4. Anschlüsse:3,5-mm-Audioausgang
  5. Gewicht:780 g
  1. Besonderheiten:Alexa Sprachsteuerung, Zigbee-Hub integriert
  2. Treiber:76-mm-Woofer, 20-mm-Hochtonlautsprecher
  3. Mikrofone:7 x Fernfeld-Mikrofone
  4. Farben:Anthrazit, Hellgrau, Sandstein

Alexa-Sprachsteuerung
Unkomplizierte Vielfalt

Aufgrund der dominierenden Stellung der Zigbee-Geräte im "Internet of Things" (IoT) und der Marktführerschaft von Amazon bei der Sprachsteuerung, findest du in dieser Kombination die größte Quellen-Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Mit dem Echo Plus 2 kann man sich als Einsteiger an das Musik-Streaming und die Steuerung vom Smart Home herantasten.

Dafür kannst du in der Amazon-Alexa-App sogenannte Skills installieren. Einerseits für deine Produkte von Philips Hue, Tado, Netatmo, Netgear, Sonos und Co., aber auch für Inhalte wie "Der kleine Drache Kokosnuss", "Tagesschau" oder die "Sportschau". Weil es Alexa schon so lange gibt, sind viele Skills auch qualitativ hochwertig und es gibt vor allem eine enorme Vielfalt.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 10)© Mopolis
Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 10) (Bild 11)© Mopolis
Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 10) (Bild 11) (Bild 12)© Mopolis

Gäste finden es anfänglich komisch, sich mit einem Computer zu unterhalten. Vor allem die Jüngeren probieren gern stundenlang alles aus und betrachten Alexa eher humorvoll. Den tatsächlichen Mehrwert eines Wetterberichts auf Anfrage, interessanter Fakten wie die Distanz zum Mond, Timer fürs Kochen oder Backen oder eben Kurzgeschichten von Kokosnuss und Matilda zum Frühstück erfährt man erst im Alltag. Empfehlenswert ist auch, zum Einschlafen nach Naturgeräuschen zu fragen. Schon im Kita-Alter können Kids das alleine.

Die verwanzte Wohnung

Dass Alexa auf Zuruf reagiert bedeutet auch, dass sie ständig auf ihr Codewort wartet. Spricht man sie an, nimmt sie die Sätze auf und schickt sie zur Analyse auf die Server von Amazon. Dort werden die Daten für ein umfassendes Profil gesammelt (Apples Homepod anomymisiert diese Anfragen beispielsweise). Das Warten auf das Codewort kann man abschalten, womit dann aber auch die Sprachsteuerung nicht klappt. Als Nutzer kann man sich die aufgenommenen Sprachschnipsel anhören und laut Amazon auch löschen. Wir wünschen uns noch eine Funktion zur automatischen Löschung aller Aufzeichnungen nach einer voreingestellten Zeit.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 5)© Mopolis

Der Komfort der Sprachsteuerung kommt also erstmal nicht ohne ein mulmiges Gefühl. Falls du ein modernes Smartphone mit dir rumträgst, ist das aber prinzipiell das Gleiche. Auch dort laufen Siri und der Google Assistant die ständig mithören könnten. Bei allen digitalen Angelegenheiten fallen Daten an und es muss die Vertrauensfrage gestellt werden.

Smart-Home-Zentrale
Es muss nicht immer teuer sein

Musik-Streaming liefert Argumente für den Echo Plus 2, die andere Seite ist der Einsatz als Bridge fürs Smart Home. Selbiges wird in der Regel sehr schnell sehr teuer. Aus einem Philips Hue Starter Kit für über 100 Euro erwachsen nicht selten Lichtsysteme für 1000 Euro und mehr - innerhalb von ein paar Monaten und Jahren. Licht ist zusammen mit Fernsehen und Musik-Streaming in der Regel das erste, was im Haushalt smart wird.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 6)© Mopolis

Der Echo Plus 2 beinhaltet die Bridge für Leuchtmittel oder Steckdosen von Philips, Osram oder Ikea bereits. Per Zigbee-Hub, einem stromsparendem Funkmodul, genießt der Smart Speaker umfangreiche Anbindungsmöglichkeiten. Eine smarte E27-Lampe kann 50 Euro oder mehr kosten - oder auch nur 13 Euro bei Ikea. Einfacher und günstiger als mit einem Echo Plus 2, ein paar der Leuchtmittel von Ikea Tradfri und Steckdosen von Osram Smart+ kann man die Beleuchtung in der Wohnung nicht umrüsten.

Drop-in und Anrufe
Die moderne Art zu telefonieren

Deinen Amazon Echo Plus 2 kannst du auch als Kommunikationszentrale nutzen. Mit dem Drop-in-Feature werden Anrufe von unterwegs per App oder von einem Echo zum nächsten innerhalb deines Zuhauses ermöglicht. Damit kann man zum Beispiel die Familie zum Essen rufen. Wichtiger für den Alltag vieler wird allerdings die Anruf-Funktion sein. Auch hier sehen wir die Kommunikation in der Familie als Schwerpunkt. "Alexa, rufe Oma und Opa an" schafft neue Möglichkeiten der Verbindung, ein Echo-Gerät am anderen Ende und die Bereitschaft zur Telefonie vorausgesetzt.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 14)© Amazon
Amazon bietet mit dem Echo Show neben Sprachanrufen auch Videoübertragungen an.

Nicht nur, dass auch Kids diesen Befehl beherrschen, die Möglichkeit der unkomplizierten Sprachanrufe verdrängt vielfach die doch arg eingeschränkte Kommunikation per Textnachricht. Und mit dem Amazon Echo Show 2 kann die gleiche Funktionalität auch auf Videotelefonate ausgeweitet werden.

Unser Fazit zum Amazon Echo Plus 2
Der Alleskönner unter den WLAN-Lautsprechern

Das Gesamtpaket des Amazon Echo Plus 2 in der zweiten Generation ist zu diesem Preis-Leistungs-Verhältnis nicht zu schlagen. Egal ob als Einstieg in die Welt des WLAN-Streamings und Multirooms oder dank integriertem Zigbee-Hub als Zentrale für den Aufbau eines Smart Homes, der Echo Plus in der 2. Generation bietet all das.

Seine Stärke dabei ist, dass er in allen Bereichen mindestens solide Arbeit leistet und den Einstieg relativ einfach macht. Natürlich gibt es auch ein paar Einschnitte, die beachtet werden sollten. So gibt es in dieser Größenordnung smarter WLAN-Lautsprecher definitiv Konkurrenten wie den Sonos One oder Apples Homepod, die besser klingen. Allerdings kosten diese dann auch schnell das Doppelte und mehr.

Amazon Echo Plus 2 im Test: (Bild 3)© Mopolis

Auch wenn der Amazon Echo Plus für Parties etwas schwachbrüstig ist, macht er das mit seiner Ausstattung wieder wett und für das Hören nebenbei zum Frühstück, Einschlafen oder während der Arbeit reicht es allemal. Für mehr Power kann der Klinken-Ausgang als Quelle genutzt und mit anderen Echos kannst du auch ein Multiroom-System im eigenen Wireless-Netzwerk erstellen.

Der Echo Plus 2 hat eine schnelle und präzise Spracherkennung, Alexa hilft im Alltag und gerade für Familien finden sich immer mehr tolle Inhalte in der Vielfalt der Skills. Wenn du dich erstmal preisbewusst an Musik-Streaming und Smart Home herantasten willst, ist der Amazon Echo Plus 2 genau dein Speaker.

Die Angebote
zum Amazon Echo Plus (2. Gen.), Anthrazit Stoff

Das Mopolis-Prinzip

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  4. Über 15 Jahre Erfahrung
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