Sonos One im Test:
Klein, kräftig, smart und günstig

von Robert Kern
aktualisiert vor 19 Stunden

Der Sonos One markiert als kleinster WLAN-Speaker im Line-up für viele den Einstieg in die Welt der Streaming- und Multiroom-Lautsprecher. Weil er so gut klingt, darf er sich ein paar Patzer mit der Integration von Alexa leisten.

Preis-Leistung
Echo, Homepod oder Sonos One?

Mit dem Sonos One kann man nicht viel falsch machen. Der kleine WLAN-Lautsprecher bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, der Sound ist stark und in Sachen Smart Home und Kompatibilität eröffnen sich jede Menge Optionen. Er ist ein klanglich sehr gelungener Einstieg ins Musik-Streaming und bringt dir als Speaker nicht nur mehr Musik in den Alltag, er bietet auch die Bequemlichkeit einer Sprachsteuerung.

  1. Preis-Leistung
  2. Design & Einrichtung
  3. Knackiger Klang
  4. Technische Daten
  5. Bequeme Sprachsteuerung
  6. Vielfalt in der App
  7. Sonos Home System
  8. Unser Fazit
  9. Preisvergleich

Damit konkurriert der Sonos One direkt mit Amazons Echo (2. Gen.) und Apples Homepod in unserer Bestenliste. Auf den zweiten Blick gibt es für den Sonos One dann aber doch ein deutlich erweitertes Feature-Set: Er unterstützt die Integration für mehr Musikdienste als nur Spotify, Deezer und Prime Music oder Apple Music im Falle des Homepods.

Der Sonos One kann, wie alle neueren Speaker des Herstellers, auch über AirPlay 2 angesprochen werden. Du kannst Siri auf dem Homepod also beispielsweise befehlen, sie solle die Musik auch auf dem One im Bad spielen. Aber dann gibt es da ja auch noch zwei Sprachassistenten: Googles Assistenten und Amazon Alexa. Die Integration des ersten Dienstes hat Sonos für 2019 angekündigt, Alexa läuft bereits.

Youtube-Video: Sonos One im Test:

Zum Preis eines Homepods plus 80 Euro erhält man bei einer guten Gelegenheit ein Stereo-Setup mit zwei Sonos Ones, was wir persönlich klanglich vorziehen. Der Homepod ist nah dran, mit dem Sonos-Stereopaar ist man jedoch flexibler und hat mehr Freiheiten im Smart Home. Mit einer Playbar, einem Sub und Wandhalterungen kannst du auch ein 5.1-Set für dein Heimkino zusammenstellen. Auch wenn der One der kleinste Lautsprecher im Sonos-Sortiment ist - neben dem fast baugleichen, aber deutlich älteren PLAY:1 - spielt er laut und raumfüllend genug für kleine Parties.

Mit tiefem Bass sowie klaren und detaillierten Mitten macht der Sonos One im Test richtig Spaß und deklassiert beispielsweise Amazons Echo-Angebot in Sachen HiFi. Auch hier würden wir Einsteigern direkt zum Sonos One raten, es sei denn, sie wollen neben der Box selber mit einem Zigbee-Hub im Echo Plus 2 auch die Zentrale fürs Smart Home.

Sonos One im Test: (Bild 9)© Mopolis

Design & Einrichtung
Schick, simpel aber langwierig

Umspannt wird der Sonos One von einem Aluminium-Grill, der komplett in Schwarz bzw. Weiß gehalten ist. Dieses Gestaltungselement sorgt für ein sehr edles und gleichzeitig reduziertes Erscheinungsbild des Speakers. Neben der eigenen Stimme zur Spracherkennung kommt außerdem eine Touch-Steuerung zum Einsatz, die auf der Oberseite des One angebracht ist. Außerdem findet sich auf der Rückseite des One ein dedizierter Pairing-Knopf, der für die Einrichtung des WLAN-Lautsprechers genutzt wird. Ansonsten gibt es keine Eingänge.

Nur ein Kabel hat der Sonos One, ein 2-Meter-Netzkabel für den Strom. Der kleine Lautsprecher ist mit 1,85 Kilogramm überraschend schwer. Das matte Gehäuse wirkt robust genug, um Stürze vom Tisch zu überleben. Die Einrichtung ist zwar sehr einfach, dabei aber deutlich langwieriger als etwa bei Apples HomePod. Für den genügt ein iOS-Gerät in der Nähe, auf dem nach 2-3 Klicks nichts weiter getan werden muss.

Sonos One im Test: (Bild 10)© Mopolis
Sonos One im Test: (Bild 10) (Bild 12)© Mopolis

Dass der Sonos One mit zahlreichen Musik-Services arbeitet und Amazons Alexa als Sprachassistentin unterstützt, muss in Form von Aufwand für deren Einrichtung bezahlt werden. Dafür ist der Prozess relativ benutzerfreundlich geführt: Sonos-App installieren und Benutzerkonto anlegen, Lautsprecher auswählen und im Netzwerk einrichten. Danach Musikdienste auswählen und zu guter Letzt den Lautsprecher mit Amazon Alexa und der dazugehörigen App verknüpfen. Dann kann der Speaker die Musikwiedergabe schon nach ein paar Minuten starten.

Ein WLAN-Lautsprecher wie der Sonos One ist in der Regel standorttreu, da er keinen Akku besitzt und so nicht von Raum zu Raum durch die Wohnung getragen wird. Für seinen Aufstellort kannst du den Sound mittels der Funktion "Trueplay" optimieren und ihn . Auch das geht nicht so einfach wie beim Apple HomePod, der Reflexionen in Echtzeit ermittelt und seinen Klang anpasst.

Für Trueplay verlangt Sonos das Ablaufen des Zimmers mit einem iOS-Gerät, Android-Geräte zur Klanganpassung für deine Räume werden nicht unterstützt. An dieser Stelle merkt man, dass Sonos als kalifornisches Unternehmen hier nur die größte Nutzerbasis mit iPhones oder iPads bedient. Hast du kein solches Gerät da, solltest du dir eins fürs Einmessen borgen, es lohnt sich.

Sonos One im Test: (Bild 3)© Mopolis

Knackiger Klang
Laut genug für kleine Parties

Der Sonos One macht einfach Spaß. Klanglich hat sich seit dem Vorgänger zwar nichts (hörbares) verändert, das macht aber auch nichts. Auch schon beim PLAY:1 war der Sound beeindruckend anstrengungslos, kompakt aber nicht eng. Es ist schon eine enorme Leistung, ein solches Klangpaket in eine Box mit solch handlichen Abmessungen zu pressen. Mit einem 3,5-Zoll-Woofer und einem ¾-Zoll-Tweeter jeweils an einem Klasse-D-Verstärker produziert der Sonos One einen natürlichen HiFi-Sound, der für die Größe und Preisklasse mehr als angemessen ist.

Empfehlenswert ist hier, ein wenig mit den Trueplay-Einstellung zu experimentieren, damit du den für dich und deine Räume besten Klang findest. So konnten wir uns im Test schnell vom voluminösen und breiten Klangbild des Lautsprechers überzeugen lassen, das sich durch solide Bässe und klare Höhen auszeichnet. Letztere können bei bestimmter Musik etwas hart klingen, was am Gesamtbild des Sounds aber kaum rütteln kann.

Sonos One im Test: (Bild 6)© Mopolis

Noch mehr Spaß als ein Sonos One machen natürlich zwei der WLAN-Boxen. Dabei geht es aber nicht bloß um Lautstärke oder den Multiroom-Einsatz, sondern um die Möglichkeit, dieses Setup als Stereo-Paar zu nutzen. Etwas schade ist dabei allerdings, dass diese Funktion nicht mit einem One und einem PLAY:1, sondern nur mit zwei Sonos One (bzw. zwei PLAY:1) möglich ist.

Stereo empfiehlt sich für bewusstes Hören, also nicht nur die Musikwiedergabe nebenbei. Das machen wir ganz gerne, wenn Spotify uns ein Release empfiehlt, vor einem Konzert oder wenn es um die Playlists für den anstehenden Urlaub, Parties oder auch Lautsprecher- und Kopfhörer-Tests geht. Im Gegensatz zum Echo Plus 2 empfanden wir den Sonos One immer als ausreichend laut, mit einem Play:5 (Testbericht) kannst du es natürlich noch mehr krachen lassen.

Sonos One im Test: (Bild 2)© Mopolis

Technische Daten

  1. Lautsprecher-Art:WLAN, AirPlay 2, Multiroom
  2. Abmessungen:161,5 x 119,7 x 119,7 mm
  3. Formate:MP3, WAV, AIFF, FLAC, ALAC, WMA, AAC, OGG
  4. Anschlüsse:10/100 Mbps Ethernet-Port
  5. Gewicht:1,85 kg
  1. Besonderheiten:Alexa Sprachsteuerung, Trueplay Einmessung, Feuchtigkeitsbeständig
  2. Verstärker:2 digitale Verstärker der Klasse D
  3. Treiber:1 x Hochtöner, 1 xMitteltöner
  4. Mikrofone:6 x Fernfeld-Mikrofone
  5. Farben:Schwarz, Weiß

Bequeme Sprachsteuerung
Alexa, spiele Musik im Wohnzimmer

Die direkte Integration von Alexa in den Sonos One ermöglicht es, den WLAN-Lautsprecher auch ganz bequem per Sprache zu steuern. Das funktioniert die meiste Zeit recht zuverlässig und sogar dann, wenn gleichzeitig Musik über ihn wiedergegeben wird. Dabei funktionieren Sprachbefehle auch bei einzelnen Musik-Streaming-Diensten, wobei die Betonung wirklich auf "einzelnen" liegt, da hier längst noch nicht alle Services unterstützt werden.

Die wichtigsten, darunter glücklicherweise auch Spotify, funktionieren aber und so lässt sich etwa mit dem Sprachbefehl “Alexa, spiele Künstler XY auf Spotify” die gewünschte Musik abspielen.

Sonos One im Test: (Bild 11)© Mopolis

Wer keine Lust auf Alexa hat, kann die Mikrofone ganz einfach per Touch ausschalten. Mit dem günstigeren Sonos PLAY:1 gibt es auch eine Alternative ganz ohne Sprachsteuerung. Der PLAY:1 ist in Sachen Klang und Größe identisch zum One, kommt dabei aber ohne Alexa aus. Allerdings muss man hier dann auch auf AirPlay 2 verzichten.

Vielfalt in der App
Umfassend kompatibel, kaum gebraucht

Sonos galt als geschlossenes System, langsam wandelt es sich zu einer umfassenden Kompatibilität. Schon immer konnte man alle erdenklichen Streaming-Dienste in der App hinzufügen, mit Alexa und dem angekündigten Google Assistant hat man bald noch mehr Auswahl für die Sprachassistenten. AirPlay 2 wird unterstützt, Spotify Connect läuft auch.

Alben, Playlists, Multiroom-Einstellungen - die App ist übersichtlich und einfach. Die meiste Zeit verlassen wir uns jedoch auf einmal eingestellte Räume und Playlists und machen den Rest auf Zuruf über Alexa.

Sonos One im Test: (Bild 13)© Mopolis

Sonos Home System
Homekit-Integration und Heimkino-Sound

Das spannende an Sonos ist die Multiroom-Funktionalität des Systems. Dabei gelingt die Aufstellung und Einrichtung von mehreren Lautsprechern in verschiedenen Räumen zum Abspielen der gleichen oder unterschiedlicher Musik aber nicht nur über die Sonos App, sondern dank Airplay 2 auch per Einbindung über Apple Homekit. So kannst du ganz einfach deinen Homepod in der Küche nutzen, während zwei Sonos One als Stereo-Paar im Wohnzimmer im Einsatz sind.

Darüber hinaus lassen sich so dann außerdem Szenen einrichten (z.B. wenn das smarte Türschloss erkennt, dass du nach Hause kommst, wird das App-gesteuerte Licht eingeschaltet und Sonos spielt dazu Musik). Des Weiteren ist das Sonos Home System so konzipiert, dass du wie schon erwähnt verschiedene Lautsprecher des Herstellers wie die Soundbars Sonos Beam und Playbar bis zu einem 5.1-Surround-Sound ausbauen kannst.

Sonos One im Test: (Bild 5)© Mopolis

Unser Fazit
Großer Klang und smartes Innenleben

Der Sonos One gehört nicht nur klanglich zu den besten WLAN-Lautsprechern seiner Größenordnung, sondern ist aufgrund der Alexa-Integration gleichzeitig auch einer der besten sprachgesteuerten Lautsprecher, die es derzeit auf dem Markt gibt. Nicht nur macht er das Musikhören zuhause extrem einfach, er ist außerdem das Tor zur Smart-Home-Steuerung per Sprachbefehl.

Die Einbindungsmöglichkeiten dank Airplay 2, der Umfang unterstützter Streaming-Dienste, die Ausbaufähigkeit des Systems und nicht zuletzt die zuverlässige Sonos-App sorgen dafür, dass du auch in Zukunft noch sehr viel Freude an diesem Lautsprecher haben wirst. Falls du jetzt vor der Frage stehst: Amazon Echo oder Sonos One? Nimm letzteren für den Sound. Es sei denn, du brauchst den Echo-internen Zigbee-Hub für dein zukünftiges Smart Home.

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